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| Geschlossene Fonds - Zweitmarktfonds | |
Ein Zweitmarktfonds konzentriert sich auf den preisgünstigen Erwerb von Anteilen an geschlossenen Fonds. Die Anbieter von Zweitmarktfonds stehen in regem Wettbewerb mit den Zweitmarkt-Fondsbörsen. Sie handeln zwar auch auf Zweitmarkt-Fondsbörsen. Das direkte Investment wird jedoch bevorzugt, weil ein Fondsanteil, den ein Zweitmarktfonds direkt vom Anleger erwirbt, keine Kosten an der Zweitmarktbörse hervorruft. Außerdem können so bei "klammen Anlegern" manchmal deutlich günstigere Einkaufspreise für die Fondsanteile vereinbart werden.
So kann es durchaus passieren, dass private Investoren direkt kontaktiert werden, ob sie ihren Anteil an einem geschlossenen Fonds veräußern möchten. Dies wird gern praktiziert, wenn in den Medien schlechte Nachrichten über den geschlossenen Fonds verbreitet werden und ein Zweitmarktfonds wegen der stark gesunkenen "Einkaufspreise" jetzt einsteigen möchte.
Auf diese Arzt kommen Zweitmarktfonds manchmal an Fondsanteile anderer geschlossener Fonds zu Einkaufspreisen, die deutlich unter dem tatsächlichen Wert der Beteiligung liegen. Zumeist ist ihr Ziel, die erworbenen Fondsanteile bis zum planmäßigen Ende der Beteiligung zu halten. Ein Anleger in Zweitmarktfonds kann überhaupt nicht beurteilen, ob der Fondsmanager ein "gutes Händchen" hat. Hat der Fondsmanager des Zweitmarktfonds in der Vergangenheit gut gewirtschaftet, wird der Einstiegspreis für neue Fonds sehr hoch sein.
Unterschiede bei Zweitmarktfonds
Bei den auf dem Beteiligungsmarkt auftretenden Zweitmarktfonds ist zu unterscheiden zwischen (initiatorenabhängige) Zweitmarktfonds, die nur Anteile an den Fonds eines Initiators erwerben und Zweitmarktfonds, die auf dem Sekundärmarkt alle Fondsanteile der entsprechenden Fondsgattung (zum Beispiele Schiffe) erwerben.
Zweitmarktfonds als Blindpool-Anlage
Das Blindpool-Konzept besagt, dass der Anleger nicht die Anlagen der Fonds von vornherein kennt, in denen der Initiator investiert. Der Zweitmarktfonds sammelt Kapital ein und investiert es am Sekundärmarkt in "gebrauchte" Beteiligungen, die dann möglichst bis zum Laufzeitende gehalten oder nur vorher verkauft werden, wenn sich eine bessere Investition anbietet. Der Anleger soll wie bei anderen Fonds an den Ausschüttungen und an einem Verkaufserlös partizipieren. Der Gewinn liegt mithin beim Einkauf in der richtigen Auswahl der gebrauchten Beteiligungen und zum günstigen Preis.
Fazit: Zeichner eines Zweitmarktfonds haben nur sehr wenig Kenntnis über die richtige "Einkaufspolitik" des Fondsmanagers. So können die aufgekauften Anteile an geschlossenen Fonds zu teuer eingekauft werden und die Managementkosten sind auch in der Regel recht hoch. Der Einstieg in einen Zweitmarktfonds ist aber eine Alternative zum direkten Aufkauf von gebrauchten geschlossenen Beteiligungen, weil insbesondere durch die Investition in mehrere Fondsanteile eine deutlich höhere Risikostreuung erreicht wird.
| Verwandt: Zweitmarkt für geschlossene Fonds und Ratgeber Geschlossene Fonds |
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