| Verwandt: Checkliste für ein "gutes" Testament und Auslegung einer letztwilligen Verfügung |
Einige Beispiele:
"Mein Vermögen sollen mein Enkel Klaus und meine Schwester Annette zu gleichen Teilen bekommen." (nach der gesetzlichen Erbfolge wäre Annette leer ausgegangen, da sie nur Erbin zweiter Ordnung ist und in Klaus ja noch ein Erbe erster Ordnung vorhanden ist.)
"Meine Bankkonten sollen meine Kinder Willi und Susanne zu gleichen Teilen erben. Mein Haus mit Grundstück am Starnberger See soll das Rote Kreuz bekommen." (Bei der gesetzlichen Erbfolge wäre das Rote Kreuz leer ausgegangen.)
"Mein Vermögen soll mein Sohn Wolfgang bekommen mit Ausnahme meines Bäckereibetriebes. Diesen Betrieb soll Herr Bäckermeister Horst Müller erben, der die Geschäfte schon seit dem Jahr 2008 führt und sich um den Betrieb seit dem vorbildlich kümmert." (Bei der gesetzlichen Erbfolge hätte Herr Müller nichts bekommen.)
Sie können in einer letztwilligen Verfügung auch Quoten bestimmen und ihr Erbe so beliebig aufteilen:
"Von meinem Vermögen soll Tante Frieda 1/3, mein Sohn Altert 1/3 und seine beiden Töchter Ilona und Sabine je 1/6 bekommen." (Bei der gesetzlichen Erbfolge wären Tante Frieda als Erbin zweiter Ordnung und die Enkelinnen, weil vom Sohn verdrängt leer ausgegangen.)
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