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- Sorgerecht nicht eheliches Kind Adoptionsfreigabe
... dann für sich beanspruchen, wenn die Mutter damit einverstanden ist und die Sorgerechtsübertragung dem Wohl des Kindes dient. Hat die Mutter das Kind jedoch zur Adoption freigegeben, bedarf ein Antrag des Vaters auf Übertragung des alleinigen Sorgerechts nicht mehr ihrer Zustimmung. Da damit der grundgesetzlich garantierte Vorrang der Mutter bei der Sorgerechtsentscheidung wegfällt, sind die Anforderungen an die Sorgerechtsübertragung an den Vater auch dementsprechend geringer. Die Übertragung des Sorgerechts muss ...
- Sorgerecht und Kindeswohl: Änderung einer Sorgerechtsregelung nur, wenn das Kindeswohl sie
... Nach der Scheidung eines Berliner Ehepaares 1996 bekam die Mutter das Sorgerecht für die drei Kinder. Der Vater litt sehr unter der Trennung und brachte zwei Mal die Kinder nach einem Besuch wochenlang nicht zur Mutter zurück. Im Frühjahr 2000 schließlich beantragte er erneut, ihm die elterliche Sorge zu überlassen. Zwei der drei Kinder sprachen sich ebenfalls dafür aus. Das Kammergericht in Berlin wies den Antrag ab (47 UF 1413/99). Nur wenn triftige, für das Kindeswohl wichtige Gründe es erforderten, dürfe eine ...
- Kindeswohl vor Sorgerecht
... Ausländische Sorgerechtsentscheidungen müssen entsprechend dem Europäischen Sorgerechtsübereinkommen von deutschen Gerichten grundsätzlich respektiert werden. Das gilt jedoch nicht, wenn das Kindeswohl gefährdet ist, entschied das Berliner Verwaltungsgericht am 1. September 2009 (Az: VG 21 K 126.09 V). Die fünf Kinder eines türkischen Ehepaares lebten bei der Mutter in der Türkei. Das Paar war durch eine so genannte „Imam-Ehe“ verheiratet, die Mutter hatte das alleinige Sorgerecht. Nach seinem Umzug nach Deutschland ...
- Sorgerechtsübertragung unterschiedliche Religionsauffassung
... Nach dem Kindschaftsreformgesetz stellt nach der Scheidung das gemeinsame Sorgerecht von getrennt lebenden Eltern ehelicher Kinder den Regelfall dar. Das Familiengericht darf hiervon auf Antrag eines Ehegatten nur dann abweichen, wenn die Anordnung des alleinigen Sorgerechts dem Kindeswohl entspricht. Allein die Tatsache, dass sich die geschiedenen Eltern nicht über die Religionszugehörigkeit ihres gemeinsamen Kindes einigen können, rechtfertigt die Übertragung des Sorgerechts auf ein Elternteil nicht. Beschluss des ...
- gemeinsames Sorgerecht Elternstreit Kindeswohl
... gemeinsamen elterlichen Sorge setzt eine tragfähige soziale Beziehung zwischen den Eltern und ein Mindestmaß an Übereinstimmung voraus. Streiten die Eltern bereits seit Jahren in einer Vielzahl von gerichtlichen Verfahren über Umgangs- und Sorgerechtsfragen und konnte auch das laufende - in zweiter Instanz vor dem Oberlandesgericht Köln geführte - Sorgerechtsverfahren nicht erreichen, dass sich die geschiedenen Eheleute über wesentliche Erziehungsfragen verständigen können, kann es nicht bei der gemeinsamen Sorge der ...
- Alleiniges Sorgerecht bedarf besonderer Begründung
... Beantragt ein Elternteil die Übertragung des alleinigen Sorgerechts für das gemeinsame Kind, muss er hierfür stichhaltige Gründe vorbringen. Allein der Hinweis im Sorgerechtsverfahren, man (die Eltern) könne nicht miteinander reden und Absprachen seien nur mit Hilfe von Anwälten möglich, reicht nach Auffassung des Oberlandesgerichts Schleswig nicht aus, von dem durch den Gesetzgeber ausdrücklich als vorrangig angesehenen gemeinsamen Sorgerecht der Eltern abzurücken. Beschluss des OLG Schleswig vom 09.09.1999 13 UF ...
- Sorgerecht für nichteheliches Kind
... Der 12. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes (BGH) bestätigte am 26.11.2008 (Az: XII ZB 103/08) den Beschluss des Oberlandesgerichts (OLG) Brandenburg vom 20. Mai 2008. Der vierjährige Yann Niklas wächst bei seiner Mutter auf, die das alleinige Sorgerecht für ihn hat. Er hat regelmäßig Umgang mit seinem Vater, der kürzlich in die Nachbarschaft gezogen ist. Vater und Mutter waren nie miteinander verheiratet; der Vater hatte auch nie das Sorgerecht. Die Eltern sind zerstritten und unter anderem in Fragen der ...
- Sorgerecht: Vorrang des Elternwillens
... Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Zweibrücken darf das Familiengericht eine Sorgerechtsentscheidung erst dann treffen, wenn feststeht, dass die Eltern sich nicht einigen können. Danach kommt der Elternautonomie grundsätzlich Vorrang vor der staatlichen Entscheidung zu. Den Parteien ist auch ausreichend Zeit zuzubilligen, zusammen mit entsprechenden Beratungsstellen ein geeignetes Konzept für die Ausübung des elterlichen Sorgerechts zu erstellen. Während dieser Zeit ist es nicht sachgerecht, wenn das ...
- Wenn Eltern aufeinander losgehen ...
... trennte es sich wieder und ließ sich scheiden. Um die während der Ehe geborene Tochter stritt das Paar auf das Heftigste, so heftig, dass sie einmal sogar im Beisein des Kindes aufeinander losgingen und sich prügelten. Bei der Scheidung war das Sorgerecht für das Kind allein der Mutter übertragen worden. Der Vater beantragte, das gemeinsame Sorgerecht aufrecht zu erhalten. Das Oberlandesgericht Düsseldorf (OLG) war jedoch der Auffassung, dies würde im konkreten Fall dem Wohle des Kindes zuwider laufen (8 UF 231/98). ...
- Sorgerecht: Sorgerechtsänderungen ab Juli 1998
... Das Sorgerecht ist jetzt für eheliche und nichteheliche Kinder gleich geregelt: Leben die Eltern zusammen, haben Sie, wenn sie verheiratet sind, auch – wie schon immer – das gemeinsame Sorgerecht. Sind die Eltern nicht verheiratet, können Sie eine Erklärung abgeben, für das Kind gemeinsam sorgen zu wollen und haben dann ebenfalls das gemeinsame Sorgerecht. Geben sie eine solche Erklärung nicht ab, bleibt es wie bisher beim alleinigen Sorgerecht der Mutter. Leben die Eltern getrennt und hatten zuvor das gemeinsame ...
- Bleibt es bei der gemeinsamen Sorge für die Kinder, wenn sich die Eltern auch nach der Sch
... Werden die gemeinsamen Kinder nach der Ehe immer wieder in Auseinandersetzungen der Ex-Partner hineingezogen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Familiengerichte das Sorgerecht nur einem Elternteil zusprechen. In einem vom Oberlandesgericht (OLG) Schleswig-Holstein (Aktenzeichen: 13 UF 106/99) entschiedenen Fall hatten sich die Eheleute nach 17 Jahren getrennt. Aus der Ehe waren fünf Kinder hervorgegangen. Wie das OLG ausführt, ist die gemeinsame Sorge im Gesetz nicht als Regelfall ausgestaltet. Vielmehr ...
- Elterliches Sorgerecht im Hauruck-Verfahren entzogen
... Erziehungshilfe. Dafür sollte der Psychologe des Jugendamts ein Konzept entwickeln. Als der Gutachter jedoch Anzeichen für Verwahrlosung der Kinder feststellte und das der Behörde meldete, beantragte das Jugendamt statt dessen bei der Justiz, den Eltern das Sorgerecht für die Kinder zu entziehen. So ordnete es der Amtsrichter noch am gleichen Tag an, ohne die Eltern anzuhören: Nur die Trennung von den Eltern könne das Wohl der Kinder gewährleisten, lautete die Begründung, man dürfe ihnen nicht einmal den ...
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