Insolvenzgefahr beim Hausbau - Baupleite
Die Insolvenzgefahr in der Baubranche ist immer relativ hoch. Für Bauherren ein
Alptraum: Das Eigenheim steht im Rohbau und die Baufirma geht
bankrott. Mit etwas Umsicht kann der Bauherr das Risiko einer Baupleite minimieren:
- Vor Vertragsabschluss grundsätzlich die Zuverlässigkeit des
Bauunternehmens prüfen. Gibt es bereits laufende Insolvenz-
verfahren oder ähnliche Negativkriterien?
Informationen erhält man zum Beispiel bei Bauherrenschutzbund.
- Die Fertigstellung sowie die Gewährleistungs-Ansprüche durch
eine Bürgschaft des Geldinstituts der Baufirma absichern. Geht
die Firma in Insolvenz, kommt die Bank für den Weiterbau
auf. Vor allem Baumängel kommen bei insolventen Baufirmen
häufig vor. Lehnt das Unternehmen eine
Bankbürgschaft ab und will man trotzdem weiter zusammen arbeiten, sollte ein genauer Zahlungsmodus vereinbart werden.
Am besten ist ein sogenannter Ratenzahlungsplan nach der
Makler- und Bauträgerverordnung, die jeweils eine Zahlung nach
einem bestimmten Bauabschnitt vorsieht. Von größeren Vorabzahlungen sollte man immer absehen.
- Alternative: Eine Fertigstellungsversicherung und Gewährleistungsversicherung verlangen. Diese schließt in der Regel die
Baufirma ab. Doch hier ist der Bauherr nicht immer auf der
sicheren Seite. Wird die Prämie nicht pünktlich überwiesen,
zahlt möglicherweise die Versicherung nicht.