Eine Frau hatte sich bereits einige 100m vor der Bushaltestelle von ihrem Platz erhoben und wollte zur Ausstiegstür gehen. Plötzlich musste der Omnibus stark bremsen, weil ein Kind auf die Fahrbahn gelaufen war. Die Frau stürzte und erlitt eine schwere Schulterverletzung.
Der Richter entschied, dass die Frau den Sturz selbst verursacht habe. Fahrgäste seien stets gehalten, bis zum Erreichen der Bushaltestelle sitzen zu bleiben oder aber sich an den vorgegebenen Schlaufen festzuhalten. Darauf werde auch auf Schildern hingewiesen. Gerade in einer belebten Großstadt müsse jederzeit mit einer plötzlichen Bremsung gerechnet werden, so das Gericht. Sollte jedoch der Busfahrer ohne Grund gebremst haben, kommt hingegen eine Haftung in Betracht.
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