BKK - Betriebskrankenkassen - Billigkassen?

Viele Patienten von Betriebskrankenkassen beschweren sich über die schlechte Behandlung oder sogar die Nicht-Behandlung in Arztpraxen. Auch die Behandlung im Krankenhaus wird manchmal verweigert oder BKK-Mitglieder werden in Einzelfällen als Dritte-Klasse-Patient angesehen, weil sie Mitglied in einer Billigkasse sind. Auslöser ist eine Flugblatt-Aktion der KVH.

Stellvertretend für mehrere Medienberichte:
An Ihnen verdiene ich drei Euro
Billigkassen: Ärzte weisen Patienten ab
Billigkassen: Streit eskaliert
Schlimme Schmerzen - und trotzdem keine Spritze
Billigkassen": Ärzte distanzieren sich

Kommentar vom 8. August 2003: Gesundheit ist in unserem System letztlich auch eine "Ware". Gerade in dieser Zeit und im Sommerloch können auch Nachwuchspolitiker wie der Junge-Union-Chef Phillip Mißfelder den Sprung in die Schlagzeilen schaffen, wenn sie den Medien "Schlagzeilen-Futter" liefern. So abstrus seine Forderung war, dass 85-jährige von der Kasse keine Hüftgelenksoperationen und Rentner keine Zahnprothese mehr bezahlt bekommen sollten. Wir sollten diese abstruse Forderung als eine Anregung zum Nachdenken ansehen, dass Gesundheit bei immer besser werdender medizinischer Versorgung auch immer mehr eine Frage des Geldes wird. Das Hamburger Abendblatt hatte am 10. September in der Printversion veröffentlicht, welche Kopfpauschalen Betriebskrankenkassen den Ärzten zahlen. Die Unterschiede sind gewaltig.

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