Versicherungsmantel via Fondsversicherung

Das Asset Wrapping wird in der Vermögensanlage insbesondere zur steuerlichen Optimierung von Geldanlagen angewendet. Es bietet dem Anleger einige Gestaltungsmöglichkeiten und eröffnet einen gewissen Schutz bei der Einkommensteuer und der Erbschaftsteuer. So manches größere finanzielle Investment wird daher nicht nur einfach in einem Bankdepot unterhalten, sondern in einer geeigneten Rechtsstruktur ("Rechtsmantel") geführt. Bekannt ist dies unter dem Begriff "Wrapping".

"Einwickeln oder Verpacken" sind übliche Übersetzungen für "to wrap". Für private Anleger bietet sich als "Verpackungsinstrument" ein Versicherungsmantel an. Hierunter wird verstanden, dass die Geldanlage oder ein Fondsdepots mit einer Lebensversicherung oder einer Rentenversicherung kombiniert wird.

Fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungen aus Deutschland aber auch aus Nachbarländern wie der Schweiz dienen als Ummantelung für die Geldanlagen. Ein zusätzlicher Mantel verursacht natürlich auch zusätzliche Verwaltungskosten. Es gilt daher abzuwägen, ob und inwieweit die Vorteile aus dem "Wrapping" die zusätzlichen Verwaltungskosten des Versicherungsmantels überwiegen.

Ein Rechtsmantel (hier: Versicherungsmantel) umfasst im Regelfall drei Bausteine:

Mehr zu diesem Thema und zu den steuerlichen Risiken bietet der Artikel Versicherungsmantel und Vermögensverwaltung. Als Rechtsmantel kann für sehr wohlhabende Anleger auch ein gewerbliches Unternehmen dienen.

Versicherungen als Wrap
Um die Geldanlage wird die Hülle einer Versicherung zur Altersvorsorge - kombiniert mit einem Investmentfonds gelegt. Der Grund liegt in der Beibehaltung der "alten" Steuerregeln nach dem Halbeinkünfteverfahren. Fondsgebundene Lebensversicherungen oder fondsgebundene Rentenversicherungen bieten im Vergleich zu einer Direktanlage folgende Vorteile:

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Steuertipp und Gestaltung für Kinder
Im Hinblick auf die Hinterbliebenenabsicherung kann es aus der Sicht der Eltern bei der Planung der Altersvorsorge für die Kinder sinnvoll sein, dass nicht der Sparer (hier das Kind) die versicherte Person wird, sondern beispielsweise ein Elternteil, so dass später durch den Tod der versicherten Person die Todesfallleistung zur Auszahlung gelangt. Denn es fällt bei Zahlung durch Todesfall keine Einkommensteuer an. Bei einer Vertragsfälligkeit durch Zeitablauf wird hingegen das Halbeinkünfteverfahren mit dem persönlichen Steuersatz angewendet.

Steuertipp für fondsgebundene Leibrentenversicherung
Im Hinblick auf die eigene Altersvorsorge sollte das "Langlebensrisiko" nicht unterschätzt werden. Ein "langes Leben" ist versicherungsmathematisch ein Risiko und eine Leibrentenversicherung ist eine "Wette" auf ein langes Leben. Wenn über eine (fondsgebundene) Leibrentenversicherung mit Kapitalwahlrecht für das Alter vorgesorgt wird, ergeben sich beachtliche Steuervorteile im Vergleich zur Direktanlage.

Die hohen Steuervorteile und die Vorsorge "für ein langes Leben" sind gewichtige Gründe für die Aufnahme einer Leibrentenversicherung in die eigene Altersvorsorge. Mehr zu Vorsorgerechner für Leibrente und Angebotseinholung. Eine reine fondsgebundene Rentenversicherung mit hohem Aktienanteil birgt das Risiko eines Kursverfalls bei Auszahlung. Mehr Sicherheit (bei weniger Chance) bieten daher - zumindest am Ende der Laufzeit - Rentenversicherungen mit geringem Aktienanteil.

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