Ganz einfach deshalb, weil er aus der Höhe der BAK
Rückschlüsse auf die von Ihnen gemessene Menge Alkohol und daraus wiederum Rückschlüsse auf Ihre Alkoholgewöhnung ziehen
kann. Im einzelnen:
Was bedeutet das eigentlich: 2,0 Promille?
0,5 Liter Bier führen bei einem durchschnittlichen Mann zu
einer Alkoholisierung von 0,3 %o. Der genossene Alkohol geht prakisch sofort ins Blut
über. Der Körper fängt nach ca. ¼ Stunde an, den Alkohol systematisch mit 0,15 bis
0,20 Promille pro Stunde wieder abzubauen. Bei einem in gemütlicher Gesellschaft
üblichen Trinktempo braucht (den gleichzeitigen Alkoholabbau eingerechnet) ein normal
gebauter Mann für 2,0 Promille ca. 10 Halbe Bier oder 8
Viertel Wein oder aber 20 kleine Schnäpse (das ist gut eine halbe Flasche
Schnaps).
Wie wirkt Alkohol?
Bekannt ist, dass Alkohol die Wahrnehmungs- und Reaktionszeiten schon ab 0,3 %o BAK wesentlich verlängert.
Sie brauchen also unter Alkoholeinfluß länger, um auf eine Gefahr zu reagieren. Zugleich
verändert Alkohol aber das Denken; er
entspannt und enthemmt nämlich, so dass Sie sich unbewusst und automatisch unter
Alkoholeinfluß mehr zutrauen als im nüchternen Zustand. Alkoholgenuß führt also dazu,
dass Sie sich bei verminderter Leistungsfähigkeit mehr zutrauen. Entsprechend häufiger
kommt es unter Alkoholeinfluß auch zu Unfällen.
Was bedeutet Alkoholgewöhnung?
Wer Alkohol nicht gewohnt ist, befindet sich bei einer
Blutalkoholkonzentration von 1,3 %o bereits in einem katastrophalen Zustand: Er hat
Schwierigkeiten beim Stehen, kann überhaupt nicht mehr gehen, lallt nur noch und ist beim
besten Willen nicht mehr in der Lage, ein Auto auch nur aufzuschließen, geschweige denn
in Bewegung zu setzen.
Wer bei der gleichen BAK oder evtl. sogar bei einer solchen
von 1,6 oder 2,0 Promille oder gar darüber noch Autofahren kann, ohne dass es zu einem
Unfall kommt, muss gelernt haben, mit den alkoholbedingten Ausfällen des Körpers umgehen
zu können. Er muss gelernt haben, wie er unter Alkoholeinfluß reagiert und wie er die
fehlenden Reaktionen so gut als möglich ausgleichen kann. Solch ein Lernvorgang bedarf
aber erheblichen Trainings. Das bedeutet, dass jemand, der mit 2 Promille noch Auto
fährt, ohne einen Unfall zu bauen, erheblich "trainiert" haben muss. Er muss
also seit geraumer Zeit regelmäßig große Mengen Alkohol
zu sich genommen haben und unter der Einwirkung von Alkohol auch regelmäßig Auto
gefahren sein.
Welche Schlüsse zieht der Psychologe aus einer hohen BAK?
Kredite Vergleichen
Wenn Sie eine Fahrt ohne Unfall mit einer hohen BAK
absolviert haben, bedeutet dies für den Psychologen, dass Sie alkoholgewohnt
sind. Wurde die hohe BAK bereits früh am Tage festgestellt, bedeutet dies, dass Sie
darüberhinaus ein abnormales Trinkverhalten haben. Ist die bei der jetzigen MPU in Rede
stehende Trunkenheitsfahrt nicht die erste in Ihrem Leben, bei der Sie erwischt wurden,
bedeutet das für den Psychologen, dass Sie seit geraumer Zeit Probleme mit dem Alkohol
haben.