Das private Versicherungsmanagement
Mit rund 2.000 Euro pro Jahr soll angeblich das Budget eines Haushaltes in Deutschland für Versicherungsprämien belastet sein. Darin sind allerdings auch Sparverträge eingeschlossen, die nur das Wort "Versicherung" in ihrem Namen tragen (Beispiel: private Rentenversicherung).
Ein erheblicher Teil der Versicherungsbeiträge könnte jedoch gespart werden,
sei es für Versicherungen, die gar nicht nötig sind
oder für zu teure Versicherungen. Noch schlimmer ist es,
wenn ein hohes Risiko nicht abgedeckt ist und der Fall X eintritt.
Allgemeinwissen zu Versicherungen wird leider nicht in der Schule
gelehrt. Dieses Wissen kann aber entscheidend sein für einen
zufriedenen Lebensverlauf.
Was ist privates Versicherungsmanagement?
Ein privates Versicherungsmanagement betreibt kaum
jemand. Dabei sollte hin und wieder eine Versicherungsinventur
vorgenommen werden. Es werden dabei zunächst alle Versicherungen in einer
Liste zusammengestellt, die man besitzt. Anschließend ist
festzulegen, welche Versicherungen aufgrund der aktuellen persönlichen
Lebenssituation (Familien- und Besitzverhältnisse) erforderlich
sind und welche nicht. Veränderte Lebensumstände (Heirat, Nachwuchs oder
schlicht das älterwerden) beeinflussen den optimalen Versicherungsschutz.
Das Ziel heißt: Abschluss der notwendigen Versicherungen für den Risikoschutz - sofern noch nicht geschehen - und Abschaffung (Kündigung) überflüssiger Versicherungen. Zusätzlich sollte geprüft werden, ob der notwendige Versicherungsschutz auch preiswerter eingekauft werden kann. Also: Bestandsaufnahme der aktuellen Versicherungen und Prüfung, was aktuell der richtige Versicherungsschutz für mich und meine Familie ist. Bei den wichtigen oder sinnvollen Versicherungen kann dann noch mittels Versicherungsvergleichsrechner geprüft werden, wie teuer die bisherige Versicherung zum Wettbewerb ist.
Augen auf bei Versicherungen
Darum:
Augen auf beim Versicherungsgeschäft. Bezogen auf den Versicherungsvergleich bedeutet dies: "Gegenchecken". Dies geschieht zum Beispiel durch Einholung eines weiteren Angebotes oder Nutzung von Vergleichsrechner für Versicherungen im Internet. Auch bei Finanztip.de können mehrere
Versicherungstarifrechner abgefragt werden. Diese Versicherungsrechner sind seit Jahren im Einsatz und stehen für hohe Qualität.
Beispiel Unfallversicherung
Beispiel für "Augen auf": Eine Insassen-Unfallversicherung für
das Auto bedeutet fast immer weggeschmissenes Geld. Denn: Ansprüche
an den Fahrzeughalter oder Fahrzeugführer sind durch die
Kfz-Haftpflichtversicherung ausreichend gedeckt. Der Anspruch
auf Zahlung einer Summe im Falle der eigenen Invalidität
lässt sich über eine "normale"
Privatunfallversicherung viel besser abdecken.
Bei der Prüfung des angemessenen Versicherungsschutzes
steht die Bedarfsanalyse im Vordergrund. Zugeschnitten auf die
persönliche Lebenssituation ist der Risikoschutz auch zeitmäßig
zu bestimmen. Beispiel: Wird der Risikoschutz nur für eine
begrenzte Zeit benötigt und ändert sich die Absicherungssumme
mit der Zeit?
Das Ergebnis der Bedarfsprüfung kann lauten:
Diese und jene Versicherung ist zu teuer oder nicht erforderlich;
eine andere Versicherung ist vielleicht abzuschließen oder
sollte abgeschlossen werden. Es sind die Kündigungsmöglichkeiten
zu prüfen und zu realisieren. Der Ausstieg aus einem Versicherungsvertrag
ist dabei einfacher als man allgemein glaubt.
Arten von Versicherungen
Versicherungen lassen sich in unterschiedliche Arten klassifizieren. Bei Versicherungen im privaten Bereich sind insbesondere die folgenden Klassen zu nennen:
- Schadenversicherung: Die Versicherung deckt einen nicht vorhersehbaren Schaden ab (z.B. Hausratversicherung).
- Summenversicherung: Die Versicherung zahlt an den Versicherungsnehmer im Schadesfall eine im Versicherungsvertrag festgelegte Summe (z.B. Lebensversicherung, Krankenhaustagegeldversicherung).
- Personenversicherung: Versicherung, die einen Schaden an Personen abdeckt (z.B. Krankenversicherung, Unfallversicherung)