Der Kläger hatte den Schlüssel eines Kundenfahrzeuges im Büroraum seiner Werkstatt aufbewahrt. Mit Hilfe dieses Schlüssels wurde später der Wagen gestohlen. Die Versicherung weigerte sich, den Schaden zu regulieren, da sie dem Kläger eine grob fahrlässige Begünstigung des Diebstahls vorwarf.
Das Gericht gab der Klage des Werkstattbesitzers gegen seine Diebstahlversicherung statt. Anders als das Landgericht Saarbrücken, dass die Klage in erster Instanz abgewiesen hatte, gab das Oberlandesgericht dem Kläger Recht. Grobe Fahrlässigkeit liege nur vor, wenn jemand Schutzvorkehrungen unterlasse, die sich gerade so aufdrängen. Bei der Aufbewahrung des Autoschlüssels im Büroraum der Werkstatt, sei dies nicht der Fall.
| Hinweis: Das Versicherungsvertragsgesetz sieht seit dem Jahr 2008 vor, dass ein grob fahrlässig verursachter Schaden - abhängig vom Verschuldensgrad - zumindest anteilig zu ersetzen ist. Der kleine Ratgeber Grobe Fahrlässigkeit und Versicherungsschutz erläutert diesen Teil des Versicherungsrechts. |
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