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Britische Lebensversicherung - Zweitmarkt

Britische Lebensversicherer investieren in deutlich höhere Aktienanteilen und verfolgen so eine andere Anlagepolitik als deutsche Lebensversicherer. Abhängig von der Entwicklung am Aktienmarkt sind Chancen und Risiken deutlich höher als bei deutschen Angeboten. Wegen der höheren Aktienquote investieren englische Lebensversicherer intensiv in Aktienfonds. Wegen der höheren Aktienanteile bei britischen Lebensversicherungen ist das Zweitmarkt-Geschäft für manche Anleger und Fonds-Anbieter interessanter als in Deutschland. Für einen ersten Einstieg kann ein Angebot zur britischen Lebensversicherung eingeholt werden.

Verkauf der Lebensversicherung über Makler
Die private Altersvorsorge hat im Vereinigten Königreich eine größere Bedeutung als in der Bundesrepublik. In der Vergangenheit konnte sich England schon des öfteren durch hervorragende Ideen mit ausgeprägtem Sinn für Fairness auszeichnen. Unter anderem war auch der Handel mit bereits angesparten britischen Lebensversicherungen, sogenannten TEPs (Traded Endowment Policies) eine solche Idee. Und diese Idee war ausnahmsweise mal eine, bei der alle Beteiligten gewinnen und nicht nur einer. Dass dies möglich und darüber hinaus sehr erfolgreich ist, beweisen die Briten bereits seit 1850, also seit mehr als 150 Jahren.

In Groß-Britannien sind TEPs seit langem ein solider Bestandteil bei der Veranlagung von Vermögen. Anstatt seine Lebensversicherungspolice bei der Versicherung zu kündigen, verkauft der britische Versicherungsnehmer diese einfach an einen Dritten, in der Regel an einen der wenigen dafür spezialisierten Makler, über den Sekundärmarkt. Dazu kommt, dass die britischen Lebensversicherungspolicen aus steuerlichen Gründen in großem Umfang als Tilgungsersatz für Hypothekendarlehen abgeschlossen werden.

Win-Win-Situation im Idealfall
Dies ist eine klassische Win-Win-Situation: Der Verkäufer erzielt einen höheren Preis für seine Police als den Rückkaufswert der Versicherung; der Käufer zahlt weniger als den tatsächlichen Wert der Police; und die Versicherungsgesellschaft schließlich profitiert von dem aus ihrer Sicht unverändert weiterlaufenden Vertrag. Kein Wunder also, dass der Markt für TEPs tendenziell an Bedeutung gewinnt. Denn besonders für den gewinnorientierten Anleger ist das ausgesprochen günstige Verhältnis von Ertrag und Sicherheit interessant.

Dabei ist zu beachten, dass die ursprünglichen Gesamtlaufzeiten der Versicherungs-Policen bei durchschnittlich 25 Jahren liegen - so ergeben sich für den Anleger meistens Restlaufzeiten von 3 bis 14 Jahren. Der Erwerber sichert sich beim Kauf die garantierte Versicherungssumme, alle bisher unwiderruflich zugewiesenen Boni und im letzen Jahr kommt die zusätzliche und festgeschriebene Schluss-Gewinnbeteiligung hinzu.

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Fazit: Britische Lebensversicherungen können nur eingeschränkt mit deutschen (fondsgebundenen) Lebensversicherungen verglichen werden. So gibt es zum Beispiel bei der englischen Lebensversicherung keinen gesetzlich zu erfüllenden Garantiezins bei Lebensversicherungen. Ein "Mitbewerber" ist der klassische Aktienfonds, weil in beiden Konstruktionen die Anlage am Aktienmarkt im Vordergrund steht. Viele Geldanleger waren überhaupt nicht zufrieden mit einem Fonds zum Ankauf von Lebensversicherungen in den USA.

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