| Vorsorge / Versicherungsschutz bei Berufsunfähigkeit bei Finanztip.de |
Die Höhe der Versicherungsleistung ist bei der privaten Unfallversicherung nicht nur abhängig von der Versicherungssumme, sondern vom Ausmaß des Invaliditätsgrades. Die Informationen zu Gliedertaxe - Invaliditätsgrad - Progression vertiefen den Einfluss dieser Faktoren. Damit im Versicherungsfall die Zahlung von der Versicherung auch zügig erfolgt, haben sowohl der Versicherungsnehmer als auch die versicherte Person gewisse Obliegenheiten und Pflichten in der Unfallversicherung zu erfüllen.
Spezielle Unfallversicherungen wenden sich an verschiedene Zielgruppen und damit an verschiedene Versicherungsbedürfnisse. In einer kleinen Checkliste zur Auswahl der geeigneten privaten Unfallversicherung sind wegen ihrer Zielgruppe die Unfallversicherung für Kinder und die Senioren-Unfallversicherung besonders hervorzuheben. Bei der Privatunfallversicherung sollte immer der Aspekt des Versicherungschutzes bei Invalidität im Vordergrund stehen. Die kostenpflichtigen und beitragsfreien Zusatzleistungen in der Privatunfallversicherung treten zurück. Hinweis: In der Rubrik Kfz-Versicherung finden Sie Erläuterungen zu den speziellen Unfallversicherungen für Autofahrer wie zum Beispiel Insassen-Unfallversicherung.
Die nachstehenden kurzen Hinweise sollen Ihnen helfen, das Augenmerk auf besonders wichtige Aspekte bei der Frage "Was ist beim Abschluss einer Unfallversicherung zu beachten?" zu richten. Daraus lassen sich auch Rückschlüsse ableiten zur Frage "Unfallversicherung - Ja oder Nein für mich". Diese Frage kann nach Prüfung der folgenden Punkte ggf. besser beantwortet werden.
Höhe der Versicherungssumme
Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr sollten Sie am besten gleich ignorieren. Die Versicherungssumme sollte für den Todesfall gering und für die Invalidität besonders hoch gewählt werden. Unfallversicherungen mit Dynamik, d.h. mit dynamisch steigender Versicherungssumme sind nicht empfehlenswert. Besser ist es, gleich eine angemessene Versicherungssumme zu vereinbaren. Die lineare Unfallversicherung zahlt maximal die Grundversicherungssumme als Versicherungsleistung aus.
Progressionstarif bei Versicherungssumme
Zur besseren Absicherung sollte ggf. eine Unfallpolice mit Progressionstarif gewählt werden. Abhängig von der Progression kann so die Versicherungssumme bei höheren Invaliditätsgraden ein Mehrfaches der Grundversicherungssumme betragen. Je höher die Progression, desto höher ist logischerweise die Versicherungsprämie.
Die von der Versicherung zu leistende Zahlung hängt also auch von einer vereinbarten Progression ab. Hierbei wird bei hohen Invaliditätsgraden überproportional viel gezahlt und bei leichter Invalidität wird weniger geleistet. Die Invaliditätsgrade werden prozentual unterschiedlich gewichtet. Dies ist grundsätzlich - sofern keine hohe Berufsunfähigkeitsversicherung vorliegt - sinnvoll und empfehlenswert.
Risiken im Beruf und Privatleben beachten
Besondere Gefahren im Beruf oder Privatleben (Autorennen, Luftfahrzeugführer) sind nicht mitversichert oder nur gegen Risikozuschläge. Auszug aus den Allgemeinen Versicherungsbedingungen zu Autorennen: Nicht versichert sind Unfälle, die der versicherten Person dadurch zustoßen, dass sie sich als Fahrer, Beifahrer oder Insasse eines Motorfahrzeuges an Fahrtveranstaltungen einschließlich der dazugehörigen Übungsfahrten beteiligen, bei denen es auf die Erzielung von Höchstgeschwindigkeiten ankommt.
Die private Unfallversicherung unterscheidet 2 Gefahrengruppen. In der Gefahrengruppe A befinden sich alle Männer mit nicht körperlich tätigen Berufen (zum Beispiel "Schreibtischtäter") sowie alle berufstätigen Frauen. In der Gefahrengruppe B werden die Männer eingestuft, die körperlichen oder gar gefährlichen Berufen nachgehen. Für ganz besonders gefährliche Berufe werden sogar Zuschläge vom Versicherer verlangt.
Tipps zum Abschluss der Unfallversicherung (Leistung bei Tod)
Die Frage "Was ist beim Abschluss einer Unfallversicherung zu beachten?" zielt insbesondere auf den Versicherungsschutz und den Umfang der versicherten Leistungen. Die nachstehende kleine Checkliste listet die wichtigsten Hinweise auf. Doch vorab zur Zahlung im Todesfall: Bei den meisten Unfallversicherungen werden vom Versicherungsnehmer 2 Versicherungssummen bei der Unfallversicherung abgeschlossen. Zum einen die Versicherungssumme für den Fall der Invalidität und zum anderen die so genannte Todesfallsumme. Für eine reine Todesfallabsicherung bietet sich natürlich am besten eine richtige Risikolebensversicherung an. Denn nur die Risikolebensversicherung zahlt zum Beispiel auch bei Tod durch Krankheit. Eine Todesfallleistung in einer Unfallversicherung macht aber dann Sinn, wenn es um die Zahlung eines Vorschusses geht. So kann auch durchaus eine Todesfallleistung und zwar in geringer Höhe in der Unfallversicherung vereinbart werden.
Kurze Checkliste und Spartipps zum Abschluss einer Unfallversicherung (bitte selbst abwägen)
Skiunfall: Ein Fall für die private Unfallversicherung
Das Skifahren und das Snowboarding sichert vielen Orthopäden im Winter ihr Auskommen. Dann heißt es in einigen Regionen: Urlaubssperre für Orthopäden. Solange die Verletzungen schnell und vollständig heilen, ist der Schaden für den Verletzten nicht so groß. Wenn jedoch eine bleibende Beeinträchtigung zu verzeichnen ist, hat sich die private Unfallversicherung "gelohnt".
Noch wichtiger ist - zumindest für schnelle Alpinisten - auf der Skipiste die private Haftpflichtversicherung. Verletzt ein Skifahrer einen Menschen schwer, können Kosten in gravierender Höhe auf ihn zukommen. Die private Haftpflichtversicherung deckt derartige Schäden gegenüber Dritten ab.
Fazit: Die gesetzliche Unfallversicherung kommt nur zum Tragen, wenn der Unfall im Kindergarten, in der Schule, in der Universität, am Arbeitsplatz oder auf dem Weg dorthin passiert ist. Die Privatunfallversicherung gilt hingegen weltweit und zu jeder Zeit. Die meisten Unfälle passieren ohnehin im häuslichen Bereich und in der Freizeit.
Nur ungefähr jede 10. Berufsunfähigkeit ist jedoch die Folge eines Unfalls. Im Vergleich zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung kann allerdings die private Unfallversicherung zwei ganz besondere Vorteile aufweisen: 1. Sie ist deutlich preiswerter und 2. zahlt sie sobald eine unfallbedingte Invalidität gegeben ist. Es gibt keinen Streit um Berufsunfähigkeit oder Erwerbsunfähigkeit. Es spielt keine Rolle, ob eine weitere Unfallversicherung oder eine zusätzliche Absicherung der Berufsunfähigkeit abgeschlossen wurde.
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