Börsengang für mittelständische Unternehmen: Einleitung
Mit der Vielzahl der Börseneinführungen der letzten Jahre ist der Bann gebrochen. Die börsennotierte Aktie hat als Vermögensanlage, Spekulationsgegenstand und als Finanzierungsinstrument für deutsche Unternehmen an Popularität und Akzeptanz gewonnen. Trotz gelegentlicher Turbulenzen an der Börse ist nicht damit zu rechnen, dass diese Entwicklung in naher Zukunft zum Stillstand kommt oder gar umgekehrt wird. Nach einigen mutigen und erfolgreichen Pionieren machen sich inzwischen immer mehr mittelständische Unternehmen auf den Weg zu einer Börseneinführung.
Abgesehen davon, dass dies sehr prestigeträchtig und gerade "modern" ist, sprechen handfeste wirtschaftliche Überlegungen für ein solches Vorhaben: Über die Börse lassen sich Anteile am Unternehmen bei der Emission häufig mit gutem Gewinn veräußern. Ist die Börseneinführung einmal geschafft, sind die Anteile auf einem lebhaften Markt und spätere Verkäufe sehr einfach durchzuführen. Hauptmotiv ist aber regelmäßig die Aufnahme von neuem Kapital durch das börseneingeführte Unternehmen mittels Ausgabe neuer Aktien.
Hier zeigt sich mittlerweile auch für mittelgroße oder kleinere Unternehmen mit Wachstumsplänen eine überlegenswerte Alternative zur Fremdfinanzierung. Häufig werden beide Motive miteinander verbunden. Unternehmen werden an der Börse eingeführt, wobei die Gesellschafter ihre Beteiligungsquote - und damit auch ihre "Risikoquote" - durch Aktienverkauf gewinnbringend reduzieren und zugleich frisches Kapital durch die Ausgabe neuer Aktien zuführen.
Hinweis: Es handelt sich um einen Archivbeitrag, der nicht aktualisiert wird