Einkommensteuererklärung

Rechtsschutzversicherung von der Steuer absetzen

Das Wichtigste in Kürze

  • Beiträge für eine Rechtsschutzversicherung können Sie nur teilweise steuerlich geltend machen.
  • Ein Steuerabzug ist nur dann möglich, wenn die Versicherung auch arbeitsrechtliche Streitigkeiten abdeckt.
  • Ist der arbeitsrechtliche Schutz nur ein Bestandteil einer weiter gefassten Police, können Sie die Kosten anteilig absetzen.
  • Falls Sie den genauen Anteil nicht in Ihren Unterlagen oder der Rechnung finden, fragen Sie bei Ihrem Versicherer nach – wir stellen Ihnen dafür ein Musteranschreiben zur Verfügung.
  • Entsprechend dieser Regelung können Sie eventuell auch einen Teil der Beiträge für Ihre private Unfallversicherung von der Steuer absetzen.
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Dieser Ratgeber ist für Sie, wenn Sie Beiträge zu Ihrer bestehenden Police von der Steuer absetzen möchten. Wenn Sie sich für den Wechsel zu einem günstigeren Anbieter mit besseren Leistungen interessieren, lesen Sie unseren Ratgeber Rechtsschutzversicherungen.

Die Rechtsschutzversicherung gehört zu den Sachversicherungen wie auch die Hausrat- oder die Kaskoversicherung für Ihr Auto. Die Beiträge können eigentlich nicht von der Steuer abgesetzt werden. Dennoch ist es möglich, die Kosten für Ihren Rechtsschutz steuerlich geltend zu machen – unter bestimmten Bedingungen.

Das können Sie geltend machen

In Ihrer Einkommensteuererklärung können Sie nur die Kosten der Leistungen ansetzen, die im Zusammenhang mit Ihrem Arbeitsleben stehen, Ihre Police auch den Arbeitsrechtsschutz beinhaltet. Ist der arbeitsrechtliche Schutz nur ein Teil Ihrer Gesamtversicherung, dann können Sie nur einen bestimmten Teil absetzen. Das ist die Regel.

  • Wenn Sie eine beruflich bedingte Rechtsschutzversicherung abgeschlossen haben, um sich beispielsweise gegen Kündigungen zu schützen, können Sie den vollen Betrag als Werbungskosten in Ihrer Einkommensteuererklärung geltend machen.
  • Haben Sie eine private Rechtsschutzversicherung mit mehreren Komponenten abgeschlossen, können Sie nur den auf den Arbeitsrechtsschutz entfallenden Teil der Beiträge steuerlich geltend machen.

Dabei kann es sich um eine Familienrechtsschutzversicherung oder eine kombinierte Verkehrs- und Familienrechtsschutzversicherung handeln – entscheidend ist, dass die Versicherung einen Arbeitsrechtsschutz enthält. Das ist bei den meisten Policen der Fall.

Genauen Betrag ermitteln

Um die Kosten für Ihre Rechtsschutzversicherung von der Steuer absetzen zu können, müssen Sie den genauen Betrag kennen, der auf den Arbeitsrechtsschutz entfällt.

Tipp

Hierhin in der Steuererklärung

Den Betrag für den Arbeitsrechtsschutz tragen Sie in Ihrer Steuererklärung als Werbungskosten in Zeile 48 (Sonstiges) der Anlage N ein. Die Bestätigung der Versicherungsgesellschaft fügen Sie Ihrer Steuererklärung bei.

  • Handelt es sich um eine ausschließlich beruflich bedingte Versicherung, ist der steuerlich anzusetzende Betrag identisch mit dem auf der Rechnung der Versicherungsgesellschaft ausgewiesenen.
  • Handelt es sich bei Ihrer Rechtsschutzversicherung um eine Kombinationsrechtsschutzversicherung, müssen Sie den auf den Arbeitsrechtsschutz entfallenden Anteil kennen. Einige Versicherer weisen diesen Anteil auf der Rechnung aus.
  • Kennen Sie den entsprechenden Teil nicht, schreiben Sie Ihre Versicherungsgesellschaft an und lassen sich eine schriftliche Bestätigung über den auf den Arbeitsrechtsschutz entfallenden Teil des Beitrags geben.

Die Kosten für Ihren Rechtsschutz in der Steuererklärung anzusetzen, lohnt sich nur, wenn Ihre beruflichen Aufwendungen den Werbungskostenpauschbetrag von 1.000 Euro übersteigen. Liegen Ihre berufsbedingten Kosten darunter, müssen Sie nichts weiter tun: Die Pauschale wird Ihnen auf jeden Fall angerechnet.

Unfallversicherung absetzen

Eine entsprechende Regelung gilt auch für freiwillige Unfallversicherungen, die das Unfallrisiko sowohl im wie außerhalb des Berufs abdecken. Dabei ist der Gesamtbeitrag einschließlich Versicherungssteuer für beide Risiken entsprechend aufzuteilen. Dafür sind die Angaben der Versicherungsgesellschaft maßgebend, welcher Anteil des Gesamtbeitrags auf das berufliche Unfallrisiko entfällt.

Fehlen derartige Angaben, bestehen nach Ansicht der Finanzverwaltung keine Bedenken, wenn die Anteile jeweils hälftig angesetzt werden. Das heißt: 50 Prozent Ihrer Beiträge können Sie als Werbungskosten von der Steuer absetzen, die anderen 50 Prozent als Vorsorgeaufwendungen unter Sonderausgaben.

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Musteranschreiben an die Versicherungsgesellschaft


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe bei Ihrer Versicherungsgesellschaft eine Rechtsschutzversicherung / Unfallversicherung mit der Policennummer ___________________ abgeschlossen, die auch arbeitsrechtliche Verfahren abdeckt. Zum Abzug der anteiligen Versicherungsprämien als Werbungskosten bitte ich um eine Bestätigung, welcher Anteil laut Ihrer Schadenstatistik auf Arbeitsrechtsschutz entfällt.

Mit freundlichen Grüßen

Mehr dazu im Ratgeber Rechtsschutzversicherung

Julia Rieder
von Finanztip,
Expertin für Versicherungen

Ein Rechtsstreit kann teuer werden

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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