Ratgeber Verkehrsrechtsschutz

Gewappnet für Streit im Straßenverkehr

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Verkehrsrechtsschutz-Versicherung ist für Vielfahrer eine sinnvolle Ergänzung zur Kfz-Haftpflichtversicherung.
  • Sie können die Police einzeln oder in Kombination mit anderen Rechtsschutz-Bausteinen abschließen.
  • Verkehrsrechtsschutz sichert Sie ab, wenn Sie nach einem Unfall Ihre Rechte mit einem Anwalt oder vor Gericht durchsetzen wollen. Auch bei Problemen rund um den Kauf des Wagens sind Sie abgesichert.
  • Die Tarife unterscheiden sich danach, welche Personen und wie viele Fahrzeuge versichert sind. Bei Familientarifen sind die Angehörigen zusätzlich versichert, auch auf dem Fahrrad oder als Fußgänger.
  • Allgemeine Informationen zum Thema Rechtsschutz finden Sie in unserem Ratgeber Rechtsschutzversicherung.

Unsere Empfehlungen

  • Unsere Hauptempfehlung ist die Deurag. Sie bietet sehr gute Leistungen laut Stiftung Warentest („Finanztest“ 2/2016) und ist dabei noch sehr günstig. In manchen Fällen geht es aber noch günstiger.
  • Für Familien mit einem Fahrzeug empfiehlt Finanztip den Verkehrsrechtsschutz Premium bei der Arag für rund 112 Euro pro Jahr. Auch mit der Deurag Verkehrsrechtsschutz (Tarif SB 150) sind Sie gut beraten.
  • Für Familien mit mehreren Fahrzeugen bietet die Deurag (Tarif SB 150) eine sehr gute Verkehrsrechtsschutz-Versicherung zu 113 Euro pro Jahr an. Die DEVK (Erweiterter Verkehrsrechtsschutz Premium) ist auch zu empfehlen.
  • Für Singles mit einem Fahrzeug empfehlen wir ebenfalls die Deurag (Tarif SB 150) für 80 Euro im Jahr. Die Allrecht/Deurag (Verkehrs-Einzel-Rechtsschutz) bietet noch bessere Leistungen für knapp zwei Euro mehr im Jahr.
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Wer jeden Tag mit dem Auto zur Arbeit fährt, kennt solche Situationen nur allzu gut: Der Vordermann bremst abrupt, es bleibt kaum Zeit zum Reagieren – fast hätte es gekracht. Und kommt es dann tatsächlich mal zu einem Unfall und zum Streit über die Schuldfrage, ist oft derjenige Fahrer der Entspanntere, der eine Verkehrsrechtsschutz-Versicherung hat. Aus einer Umfrage des Statistik-Portals Statista ergibt sich, dass im Jahr 2016 knapp 20 Millionen Menschen in Deutschland durch eine solche Rechtsschutzversicherung abgesichert waren. Doch ist diese Versicherung überhaupt notwendig und sinnvoll? Und welche Tarife eignen sich für wen?

Wer eine Verkehrsrechtsschutz-Versicherung haben sollte

Nach einem Unfall übernimmt Ihre Kfz-Versicherung meist Gerichts- und Anwaltskosten, sofern Schadensersatzansprüche des Unfallgegners abzuwehren sind. Bei Ihren eigenen Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüchen oder wenn die Schuldfrage nicht geklärt ist, kommt dagegen die Verkehrsrechtsschutz-Versicherung ins Spiel. Sie hilft Ihnen, Ihre Rechte notfalls auch vor Gericht durchzusetzen. Denn selbst wenn der Unfallverursacher sämtliche Anwalts- und Gerichtskosten übernehmen muss, müssen Sie als Kläger das erstmal vorstrecken – und das kann ohne Rechtsschutzversicherung teuer werden.

Deshalb gilt: Menschen, die jeden Tag eine größere Strecke mit dem Auto zurücklegen und umfassend abgesichert sein wollen, sollten eine Verkehrsrechtsschutz-Versicherung haben. Die Absicherung gelingt auch mit einer allgemeinen Rechtsschutzversicherung, allerdings zu einem deutlich höheren Preis. Wer in anderen Lebensbereichen keinen rechtlichen Ärger befürchtet, kann sich mit der kleinen Variante Verkehrsrechtsschutz zufriedengeben.

Das bietet eine Verkehrsrechtsschutz-Versicherung

Eine Verkehrsrechtsschutz-Versicherung sichert Sie in vielen Rechtsbereichen rund um den Straßenverkehr ab. Grundsätzlich sind Sie mit Ihren Fahrzeugen versichert, auch alle Fahrer und Insassen sind geschützt. Versicherungsschutz besteht ferner, wenn Sie Fahrer eines fremden Fahrzeuges, etwa eines Mietwagens, sind. Die Versicherung hilft auch bei Streit nach einem Autokauf oder nach Unfällen, wenn Sie als Fußgänger oder Fahrradfahrer unterwegs waren.

Landet ein Streit vor Gericht, zahlt die Versicherung den eigenen und den gegnerischen Anwalt, die Gerichtskosten sowie Kosten für einen Gutachter. Aber sie übernimmt nicht für alle Rechtsstreitigkeiten die Kosten. In dieser Übersicht finden Sie die Bereiche, die eine Verkehrsrechtsschutz-Versicherung abdeckt:

abgesicherte Rechtsfragen     Kosten, die die Versicherung übernimmt
Schadensersatz-Recht     Anwalts-, Gerichts- und Gutachterkosten bei eigenen Schadensersatz- oder Schmerzensgeldansprüchen nach einem Verkehrsunfall. Gilt auch, wenn Sie als Radfahrer, Fußgänger oder Fahrgast in öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind.
       
Strafrecht     Die Kosten zum Beispiel für Ihren Verteidiger, falls gegen Sie wegen angeblicher Unfallflucht oder fahrlässiger Körperverletzung durch einen Unfall oder wegen Beleidigung eines anderen Verkehrsteilnehmers ermittelt wird.
       
Vertrags- und Sachenrecht     Anwalts- und Gerichtskosten, wenn Sie beispielsweise Ärger beim Kauf eines Neu- oder Gebrauchtwagens haben, etwa wegen manipulierter Abgassoftware. Auch ein Streit mit der Kfz-Werkstatt ist abgedeckt, sowie Rechtsstreitigkeiten rund um die Finanzierung eines Autos durch einen Autokredit.
       
Steuerrecht     Gerichtliche Auseinandersetzungen wegen der Kfz-Steuer. Nicht versichert ist die anwaltliche Vertretung gegenüber der Steuerbehörde, sofern der Versicherer sie nicht ausdrücklich einbezieht.
       
Verwaltungsrecht     Die Kosten eines Verfahrens beim Ärger mit einer Behörde, etwa weil Ihnen der Führerschein zeitweise entzogen oder Sie ihn nach Ablauf der Sperrfrist nicht wieder bekommen. Oder wenn Sie ein Fahrtenbuch führen sollen.
       
Ordnungswidrigkeiten     Anwalts- und Gerichtskosten, wenn Sie sich gegen einen Bußgeldbescheid wehren wollen.

Bei den folgenden Rechtsstreitigkeiten hilft der Verkehrsrechtsschutz nicht:

nicht abgedeckt Beispiele
Abwehr von Schadensersatzansprüchen Rechtsstreitigkeiten, in denen Sie sich gegen Schadensersatz-Ansprüche nach einem Unfall wehren. Diese deckt Ihre eigene Kfz-Haftpflicht ab. Sie übernimmt auch Personen-, Sach- oder Vermögensschäden, die Sie anderen Unfallbeteiligten zugefügt haben.
   
Vorsätzliche Straftaten Strafverfahren, bei denen es um vorsätzlich begangene Taten geht, zum Beispiel illegale Autorennen, Nötigung durch zu dichtes Auffahren oder Trunkenheit im Straßenverkehr (§ 316 StGB).¹
   
Strafen und Bußgelder Zu schnelles Fahren von 30 km/h innerhalb einer Ortschaft kostet 100 Euro; wer sich nicht anschnallt, riskiert 30 Euro. Handy am Steuer kostet 60 Euro.

¹ Einige Versicherer bieten aber zusätzlich den sogenannten Spezial-Straf-Rechtsschutz an. Hier tritt die Versicherung zunächst immer ein, fordert aber alle angefallenen Kosten zurück, falls das Gericht feststellt, dass der Versicherte vorsätzlich gehandelt hat.

Was beim Verkehrsrechtsschutz wichtig ist

Es gibt ein paar Dinge, die bei der Auswahl einer Verkehrsrechtsschutz-Versicherung wichtig sind und auf die wir bei unseren Tarifempfehlungen besonders geachtet haben.

Versicherungssumme - Das ist die Summe, die der Versicherer maximal zahlt. Bei den Deckungssummen gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern. Weit verbreitet sind Policen mit einer Deckungssumme von 300.000 Euro, manche Versicherer erstatten aber auch Kosten bis 500.000 Euro oder sogar 1 bis 2 Millionen Euro. Diese hohen Versicherungssummen verteuern allerdings die Beiträge für die Police. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) empfiehlt eine Deckungssumme von mindestens 500.000 Euro, Strafverfolgung im Ausland sollte bis zu einer Höhe von 100.000 Euro mitversichert werden. Die von uns empfohlenen Tarife bieten alle eine unbegrenzte Deckungssumme.

Weltweiter Schutz - Üblicherweise gilt die Verkehrsrechtsschutz-Versicherung auch im europäischen Ausland, in EU-Mitgliedsstaaten und Anrainerstaaten des Mittelmeers. Manche Policen sind weltweit gültig, meist jedoch nur für einen eingeschränkten Zeitraum. Wer also eine Zeit lang im Ausland arbeitet und seinen Wagen mitnehmen will, sollte darauf achten, wie lange der Schutz im Ausland gilt. Einige Versicherer bieten einen weltweiten Schutz von zwölf Monaten an. Die Deckungssumme bei Streitigkeiten im Ausland ist allerdings meist niedriger als in Deutschland. Alle von uns empfohlenen Tarife bieten mindestens eine weltweite Deckungssumme von 100.000 Euro.

Selbstbeteiligung (SB) - Viele Versicherer bieten eine reduzierte Prämie an, wenn der Kunde eine Selbstbeteiligung wählt. Sie kann zwischen 150 Euro und 500 Euro pro Versicherungsfall liegen. Es gibt auch Versicherer, bei denen die Selbstbeteiligung sinkt, falls der Versicherte eine gewisse Anzahl von Jahren keinen Schaden geltend gemacht hat.

Achten Sie auf eine geringe Selbstbeteiligung oder wählen Sie eine Police ganz ohne Selbstbeteiligung, damit es sich auch lohnt, bei vermeintlich kleinen Schäden anwaltlichen Rat einzuholen. Finanztip empfiehlt eine Selbstbeteiligung von 150 Euro pro Versicherungsfall. Achtung: Je geringer die Selbstbeteiligung, desto höher ist der Preis der Versicherung. Es gibt Anbieter, bei denen Sie selbst nichts zahlen müssen, wenn Ihr Fall nach der anwaltlichen Erstberatung schon erledigt ist. Das dürfte aber eher selten der Fall sein.

Anwaltsleistungen - Manchmal reicht eine telefonische Rechtsberatung aus. Diese sollte Ihre Verkehrsrechtsschutz-Versicherung zusätzlich anbieten. Alle Tarife, die wir empfehlen, bieten als zusätzlichen Service, sich auch telefonisch rechtlich beraten zu lassen.

Wartezeit - Anders als bei den meisten anderen Versicherungen gibt es beim Verkehrsrechtsschutz in der Regel keine Wartezeit von drei Monaten, bis Sie Leistungen in Anspruch nehmen dürfen. Sie können also sofort nach Neuabschluss einen Anwalt aufsuchen. Einige Leistungen wie den Schutz im Vertrags- und Sachenrecht kann es aber trotzdem erst nach einer Vertragslaufzeit von drei Monaten geben. Schauen Sie sich dazu die Versicherungsbedingungen unter dem Punkt „Zeitliche Ausschlüsse“ genau an. Die Tarife, die wir empfehlen, sehen in ihren Versicherungsbedingungen keine Wartezeit vor.

Kündigung durch den Versicherer - Der Versicherer kann den Rechtsschutz meist kündigen, wenn Sie innerhalb eines Jahres zwei Versicherungsfälle einreichen. Wie das Ihre Versicherung handhabt, können Sie in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen unter dem Punkt „Kündigung nach Versicherungsfall“ nachlesen. Die von uns empfohlenen Tarife sehen alle vor, dass der Versicherer nach zwei Versicherungsfällen pro Jahr kündigen kann.

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Unsere Hauptempfehlung ist die Deurag

Wie viel eine Verkehrsrechtsschutz-Versicherung kostet, hängt von einigen Faktoren ab. Neben der Höhe der Deckungssumme sind Leistungsumfang, Höhe der Selbstbeteiligung und die Anzahl der eingeschlossenen Personen und Fahrzeuge entscheidend für die Berechnung der Versicherungsprämie. Wir haben im Januar 2017 die Tarife von Verkehrsrechtsschutz-Versicherungen miteinander vergleichen, deren Bedingungen die Stiftung Warentest (Zeitschrift "Finanztest", Ausgabe 2/2016) als sehr gut bewertet hat. Details zu unserem Vorgehen finden Sie am Ende des Textes.

Die Tarife im Verkehrsrechtsschutz unterscheiden zwischen Familien- und Einzeltarifen. Unsere Hauptempfehlung für alle ist die Deurag (Deutsche Rechtsschutz-Versicherung AG) mit Sitz in Wiesbaden. Sie bietet einen sehr guten Versicherungsschutz sowohl für Familien mit einem Fahrzeug, für Familien mit mehreren Fahrzeugen als auch für Singles. Unter den von der Stiftung Warentest als sehr gut bewerteten Versicherungstarifen liefert sie bei unserem Vergleich das günstigste oder zweitgünstigste Angebot.

Die Versicherung lässt sich bequem online abschließen. Kunden sind auch als Fahrer und Mitfahrer fremder Fahrzeuge, als Fahrgast, Fußgänger oder Radfahrer versichert. Bei den Familientarifen sind die Lebenspartner mitversichert sowie Kinder, auch wenn sie älter als 18 Jahre sind und noch zu Hause wohnen.

Deurag (Verkehrsrechtsschutz)
unter den sehr guten Versicherern besonders günstig

  • Note sehr gut (1,4 nach „Finanztest“, Ausgabe 02/2016)
  • hervorragende Versicherungsbedingungen
  • keine Wartezeit
  • sofortiger Online-Abschluss möglich
  • 80 € im Jahr für Singles mit einem Fahrzeug
  • 113 € im Jahr für Familien mit einem oder mehreren Fahrzeugen

Deurag (Verkehrsrechtsschutz)

Sehr guter Verkehrsrechtsschutz für Familien

Bei Familientarifen sind anders als in Singletarifen nicht nur der Versicherungsnehmer, sondern auch die Lebenspartner und die Kinder mitversichert. Das sollte nicht nur gelten, wenn sie selbst fahren, sondern auch wenn sie mitfahren oder als Radfahrer, Fußgänger oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind. Wichtig war uns auch, dass volljährige Kinder weiter mitversichert sind, wenn sie noch im Haus leben. Wir haben unterschieden zwischen Familien, die nur ein Auto haben und Familien mit mehreren Fahrzeugen.

Familie mit einem Fahrzeug
Familien mit einem Fahrzeug müssen bei der Tarifauswahl darauf achten, dass alle Familienmitglieder versichert sind und nicht allein darauf, dass nur ein Fahrzeug geschützt ist. Bei einigen Anbietern muss eine Familie deshalb den Tarif mit mehreren Fahrzeugen wählen, da ansonsten kein Schutz für Ehepartner und Kinder in allen Situationen besteht. Bei unseren Empfehlungen haben wir darauf besonderes Augenmerk gelegt.

Von den laut Stiftung Warentest sehr guten Versicherungstarifen für Familien mit einem Fahrzeug empfehlen wir den günstigsten und zweitgünstigsten Anbieter: die Arag mit dem Tarif „Verkehrsrechtsschutz Premium“ sowie die Deurag mit dem Tarif „ Verkehrsrechtsschutz für Nichtselbstständige (21 ARB)“. Die Policen können Sie bei beiden Versicherern bequem online abschließen.

Arag (Verkehrsrechtsschutz Premium, § 21 p)
für Familien mit einem Fahrzeug

  • Note sehr gut (1,5 nach „Finanztest“, Ausgabe 2/2016)
  • hervorragende Versicherungsbedingungen
  • sofortiger Online-Abschluss möglich
  • 112 € im Jahr für Familien mit einem Fahrzeug (SB: 150 €)

Deurag (Verkehrsrechtsschutz, § 21 (11) ARB)
für Familien mit einem Fahrzeug

  • Note sehr gut (1,4 nach „Finanztest“, Ausgabe 2/2016)
  • hervorragende Versicherungsbedingungen
  • auch volljährige Kinder sind mit abgesichert
  • sofortiger Online-Abschluss möglich
  • 113 € im Jahr für Familien mit einem Fahrzeug (SB: 150 €)

Deurag (Verkehrsrechtsschutz, § 21 (11) ARB)

Familie mit mehreren Fahrzeugen
Wer sich als Familie mit mehreren Autos absichern will, zahlt nicht unbedingt mehr. Von den sehr guten Verkehrsrechtsschutz-Tarifen, die die Stiftung Warentest gefunden hat, empfehlen wir den günstigsten und zweitgünstigsten. Dabei sind wir immer von einer Selbstbeteiligung (SB) von 150 Euro ausgegangen. Die Deurag bietet einen sehr guten Tarif und ist unter den sehr guten die günstigste. Nur unwesentlich teuer ist DEVK mit dem Tarif „erweiterter Verkehrsrechtsschutz Premium“.

Deurag (Verkehrsrechtsschutz, § 21 (11) ARB)
für Familien mit mehreren Fahrzeugen

  • Note sehr gut (1,4 nach „Finanztest“, Ausgabe 2/2016)
  • hervorragende Versicherungsbedingungen
  • auch volljährige Kinder sind mit abgesichert
  • sofortiger Online-Abschluss möglich
  • 113 € im Jahr für Familien mit mehreren Fahrzeugen (SB: 150 €)

Deurag (Verkehrsrechtsschutz, § 21 (11) ARB)

DEVK (erw. Verkehrsrechtsschutz Premium)
für Familien mit mehreren Fahrzeugen

  • Note sehr gut (1,5 nach „Finanztest“, Ausgabe 2/2016)
  • hervorragende Versicherungsbedingungen
  • sofortiger Online-Abschluss möglich
  • 116 € im Jahr für Familien mit mehreren Fahrzeugen (SB: 150 €)

DEVK (erw. Verkehrsrechtsschutz Premium)

Sehr guter Verkehrsrechtsschutz für Singles

Da bei einem Single keine anderen Personen mitversichert werden müssen, sind die Preise um einiges günstiger. Wir empfehlen die Deurag mit sehr guten Leistungen zu einem Preis von 80 Euro im Jahr bei einer Selbstbeteiligung von 150 Euro.

Bei den Leistungen noch besser ist die Allrecht/Deurag. Bei Allrecht mit Sitz in Düsseldorf handelt es sich um eine Zweigniederlassung der DEURAG Deutsche Rechtsschutz-Versicherung AG, die eigene Produkte unter der Marke Allrecht anbietet. Die Police bietet Sozialrechtsschutz im Widerspruchsverfahren, während die Deurag erst ab dem gerichtlichen Verfahren die Anwaltskosten übernimmt. Bei einem Rechtsfall außerhalb Europas hat sie eine um 100.000 Euro höhere Deckungssumme. Zudem verzichtet sie auf den Selbstbehalt, wenn sich die Sache durch anwaltliche Erstberatung erledigt hat. Dabei ist sie nur geringfügig teurer als die Deurag.

Deurag (Verkehrsrechtsschutz, 21 (12) ARB)
unter den sehr guten Tarifen der günstigste

  • Note sehr gut (1,4 nach „Finanztest“, Ausgabe 2/2016)
  • hervorragende Versicherungsbedingungen
  • sofortiger Online-Abschluss möglich
  • 80 € pro Jahr (SB: 150 €)

Deurag (Verkehrsrechtsschutz, 21 (12) ARB)

Allrecht/Deurag (Verkehrs-Einzel-Rechtsschutz)
unter den sehr guten Tarifen der zweitgünstigste

  • Note sehr gut (0,9 nach „Finanztest“, Ausgabe 2/2016)
  • hervorragende Versicherungsbedingungen
  • sofortiger Online-Abschluss möglich
  • 81,84 € pro Jahr (SB: 150 €)

Allrecht/Deurag (Verkehrs-Einzel-Rechtsschutz)

Was bietet der ADAC-Rechtsschutz?

Der Automobilklub ADAC ist mit mehr als 2,4 Millionen Rechtsschutzversicherungen einer der größten Anbieter für Verkehrsrechtsschutz-Versicherungen in Deutschland. Die Leistungen des ADAC-Rechtsschutzes sind gut. Neben dem Verkehrsrecht sind Sie auch bei Reisen und im Freizeitsport für knapp 70 Euro im Jahr abgesichert. Wenn Sie ohnehin Mitglied im Automobilklub sind, ist das Angebot eine Überlegung wert.

Falls Sie nicht im ADAC sind, ist die Versicherung unterm Strich zu teuer. Denn der zusätzlich fällige Klub-Jahresbeitrag liegt für Erwachsene über 23 Jahren zwischen 49 Euro und 134 Euro, je nach Familienstand und Geltungsbereich.

Achtung

Fahrer-Rechtsschutzversicherung

Der Fahrer-Rechtsschutz ist eine Variante des Verkehrsrechtsschutzes, bei dem Sie kein bestimmtes Fahrzeug, sondern den Fahrer versichern. Diese Form des Verkehrsrechtsschutzes empfiehlt sich vor allem für Menschen ohne eigenes Auto, die häufig mit einem Mietwagen unterwegs sind, Carsharing nutzen oder sich manchmal ein Auto von Freunden leihen.

Im Gegensatz zum allgemeinen Verkehrsrechtsschutz haben viele Versicherer bei der Fahrer-Schutzversicherung den Bereich des Vertragsrechts ausgeschlossen. Kommt es also zum Rechtsstreit mit einer Mietwagenfirma oder einem Carsharing-Anbieter, übernimmt die Fahrer-Rechtsschutzversicherung diese Kosten nicht. Darauf sollten Sie achten.

So haben wir getestet

Test Verkehrsrechtsschutz 2017
Im Januar 2017 haben wir Tarife von reinen Verkehrsrechtsschutz-Versicherungen untersucht. Rechtsschutzversicherer, die Verkehrsrechtsschutz nur als zusätzliche Komponente etwa zum Privatrechtsschutz anbieten, haben wir nicht einbezogen. Die Stiftung Warentest hat in ihrer Zeitschrift „Finanztest“ (Ausgabe 2/2016) eine umfassende Untersuchung von reinen Verkehrsrechtsschutz-Versicherungen und deren Versicherungsbedingungen vorgelegt. Dabei wurden zehn Versicherungstarife mit „sehr gut“ bewertet. Nur diese Tarife haben wir näher betrachtet. Dabei haben wir die Versicherer ausgeschlossen, die mittlerweile Verkehrsrechtsschutz nur noch als Kombination mit anderen Rechtsschutz-Bausteinen anbieten sowie die Versicherungsunternehmen, die keinen Online-Abschluss ermöglichen. Von den zehn „sehr guten“ Tarifen blieben unter Berücksichtigung dieser Kriterien die Tarife von sechs Anbietern übrig, die wir weiter untersucht haben:

  • Allrecht/Deurag
  • Arag
  • Auxilia
  • DAS/Ergo
  • Deurag
  • DEVK

Bei diesen Anbietern haben wir für drei Musterprofile online die Preise abgefragt: für Familie mit einem Fahrzeug, für Familie mit mehreren Fahrzeugen sowie für einen Single mit einem Fahrzeug. Für unsere Preisabfrage sind wir von einem 40-jährigen Verbraucher ausgegangen, der als Angestellter arbeitet – und zwar nicht im öffentlichen Dienst. Er hat weder eine Vorversicherung noch Vorschäden.

Wir haben immer die jährliche Prämie abgefragt, bei einem Selbstbehalt von 150 Euro und einer Vertragslaufzeit von einem Jahr. Ein Anbieter bot lediglich einen Tarif mit 300 Euro Selbstbeteiligung an, die aber auf 150 Euro reduziert wird, sofern der Versicherungsnehmer einen vom Versicherer empfohlenen Rechtsanwalt beauftragt. Dieser Tarif entsprach nicht unseren Kriterien, und daher haben wir ihn nicht weiter berücksichtigt.

Es blieben damit fünf Anbieter mit sehr guten Leistungen, bei denen wir die Tarife für die entsprechenden Musterprofile abgefragt haben. Wir empfehlen von diesen sehr guten Tarifen jeweils den günstigsten und zweitgünstigsten. Die Gesamtergebnisse zusammengefasst:

Übersicht über die getesteten Tarife

  Allrecht/Deurag DAS/Ergo Deurag Arag DEVK
Bewertung Stiftung Warentest („Finanztest“, 2/2016) sehr gut (0,9) sehr gut (1,3) sehr gut (1,4) sehr gut (1,5) sehr gut (1,5)
Familie mit einem Fahrzeug Tarif: Verkehrs-Pauschal-Rechtsschutz (§ 21 1.) Tarif: Premium Rechtsschutz Familie Verkehr Tarif: Verkehrsrechtsschutz für Nichtselbstständige (21 ARB) Tarif: Aktiv-Rechtsschutz Verkehr Premium (§ 21 p) Tarif: Erweiterter Verkehrsrechtsschutz Premium
Preisabfrage 23.1.2017 122,76 € 162,65 € 113,00 € 112,38 € 116,10 €
Familie mit mehreren Fahrzeugen Tarif: Verkehrs-Pauschal-Rechtsschutz (§ 21 1.) Tarif: Premium Rechtsschutz Familie Verkehr Tarif: Verkehrsrechtsschutz für Nichtselbstständige (21 ARB) Tarif: Aktiv-Rechtsschutz Verkehr Premium (§ 21 p) Tarif: Erweiterter Verkehrsrechtsschutz Premium
Preisabfrage 23.1.2017 122,76 € 162,65 € 113,00 € 151,56 € 116,10 €
Single mit einem Fahrzeug Tarif: Verkehrs-Einzel-Rechtsschutz (§ 21) Tarif: Premium Rechtsschutz Single Verkehr Tarif: Verkehrsrechtsschutz für Nichtselbstständige (21 ARB) Tarif: Aktiv-Rechtsschutz Verkehr Premium (§ 21 p) Tarif: Erweiterter Verkehrsrechtsschutz Premium
Preisabfrage 23.1.2017 81,84 € 84,93 € 80,00 € 95,52 € 116,10 €

Quelle: Zeitschrift „Finanztest“ (Ausgabe 2/2016), Finanztip-Recherche (Stand: 23. Januar 2017)

Mehr dazu im Ratgeber Rechtsschutzversicherung

Julia Rieder
von Finanztip,
Expertin für Versicherungen

Ein Rechtsstreit kann teuer werden

  • Rechtsschutz ist sinnvoll, aber kein Muss.
  • Viele Fälle, etwa rund um Hausbau oder Scheidung, sind nicht versichert.
  • Wir zeigen gute Tarife zu einem fairen Preis.

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Dr. Britta Beate Schön

Finanztip-Expertin für Recht

Britta Beate Schön ist bei Finanztip für sämtliche Rechtsthemen zuständig. Die promovierte Juristin und Rechtsanwältin war als Leiterin der Rechtsabteilung bei Finanzdienstleistern wie der Telis Finanz AG und der Interhyp tätig. Vorher lehrte und forschte sie in Japan als DAAD-Junior-Professorin für deutsches und Europarecht. Ihr Studium absolvierte sie in Münster, Genf, Regensburg und Leipzig. Die Autorin erreichen Sie unter britta.schoen@finanztip.de.