Reichensteuer und Spitzensteuersatz

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Als so genannte Reichensteuer wird die Anhebung des Höchststeuersatzes von 42 Prozent auf 45 Prozent für zu versteuernde Einkommen über 250.000 Euro für Alleinstehende und 500.000 Euro für Verheiratete bezeichnet. Es gibt keine gesetzliche Definition (Legaldefinition) zur Reichensteuer. Nachstehend werden auch die Begriffe "Spitzensteuersatz" und "Höchststeuersatz" als Synonyme verwendet. Zum besseren Verständnis kann der Artikel Steuerprogression - Grenzsteuersatz - Durchschnittssteuersatz herangezogen werden.

Reichensteuer für soziale Gerechtigkeit

Es scheint so, dass gesetzgeberische Maßnahmen als soziale Komponenten "aus Vereinfachungsgründen" sich an den Spitzensteuersatz bei der Reichensteuer "anlehnen". Beispiel: Wegfall des Elterngeldes ab dem 1. Januar 2011 für diesen Personenkreis.

Zur Geschichte der Reichensteuer: Bis zum 31.12.2007 waren Gewinneinkünfte davon ausgenommen. Der Höchststeuersatz für Unternehmer, Freiberufler und Land- und Forstwirte blieb für Veranlagungszeiträume bis zu diesem Zeitpunkt bei 42 Prozent . Die Begrenzung auf nichtgewerbliche Einkünfte ist im Zuge der Unternehmensteuerreform 2008 gestrichen worden. Seitdem ist auch auf hohe Einkünfte aus Gewerbebetrieb und aus selbständiger Tätigkeit die so genannte Reichensteuer in der Steuerveranlagung zu zahlen. Am Beispiel "Elterngeld ab 2011" wird deutlich, dass diese Grenzen im Einkommensteuertarif sich auch gut für andere sozial gerechtfertigte Maßnahmen eignen.

Der zusätzliche Steuersatz von 3 Prozent wird übrigens nicht auf das gesamte zu versteuernde Einkommen, sondern nur auf den 250.000 Euro bzw. 500.000 Euro übersteigenden Teil des zu versteuernden Einkommens erhoben (vgl. § 32a EStG). So heißt es in dieser Vorschrift zur Einkommensteuer "von ... ab".

Ein Progressionstarif wie der deutsche Einkommensteuertarif muss daher keinesfalls in linearen Stufen strukturiert sein. Der Einkommensteuertarif setzt sich zusammen aus den Teilen: Grundfreibetrag, Progressionszone und Spitzensteuersatz. Mit dem ESt-Rechner ermitteln Sie schnell die Einkommensteuerschuld im Progressionstarif.

Von der FDP wird immer wieder ein Stufentarif ins Gespräch gebracht. Jeder Einkommensteuertarif wird aber - und nicht nur als soziale Komponente - nach der Leistungsfähigkeit strukturiert sein. Das heißt: Je höher das "steuerliche" Einkommen ist, desto höher ist auch der Einkommensteuersatz. Am Ende der (linearen oder progressiven) Steuerleiter steht der Höchststeuersatz. Ob er nun Spitzensteuersatz oder als Reichensteuer im Volksmund bezeichnet wird, ist ohne Belang.

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

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