Faustregel: Eine frühzeitige Buchung setzt zunächst voraus, dass Reiseziel und Reisezeit definitv feststehen und die Urlaubskasse auch nicht plötzlich klamm werden kann. Denn eine Stornierung kostet häufig viel Geld. Die Reiseveranstalter gewähren bei ausgewählten Angeboten einen Frühbucher-Rabatt bei einer Buchung für die Sommersaison bis Ende März und in einigen Fällen auch bis zum 15. April oder sogar bis Ende April.
Die Reiseveranstalter haben die Zügel angezogen. Es werden jetzt die Frühbucher besonders belohnt. Die Reisedatenbanken enthalten in der Regel die Frühbucherrabatte. Eine spezielle Abfrage von Frühbuchervorteilen spricht die Urlauber an, die Frühbuchervorteile mit anderen Reisepreis-Abfragen vergleichen möchten. So bieten die Reiseveranstalter zum Teil kräftige Frühbucherrabatte. So setzt TUI zum Beispiel insbesondere auf Familien und offeriert teilweise einen günstigen Kinderfestpreis bei Buchung bis zu bestimmten Terminen.
Die Frühbucherrabatte haben unterschiedliche Namen: Progressiv-Frühbucher-Rabatt, XXL-Frühbucher-Bonus oder Doppelsparsystem um nur einige zu nennen. Selbst beim Skiurlaub findet man immer häufiger Hinweise auf Frühbucherbonus.
Der Frühbucherrabatt ist zumeist ein Nachlass oder die Vergünstigung, den Vorsaisonpreis in einer teueren Saison in Anspruch nehmen zu können. Die Rabatte liegen bei den durchschnittlichen Reisen im allgemeinen bei ca. 50 bis 100 Euro pro Person und Woche. Insbesondere bei Schiffsreisen können die Frühbucherrabatte aber auch schon 10 Prozent und mehr betragen. Hinzu kommen ggf. Sonderpreise für mitreisende Kinder. Unter den Resieveranstaltern gibt es auch einen Wettbewerb um die Frühbucher. So hatte sich der Veranstalter FTI etwas besonderes einfallen lassen. Frühbucher erhielten neben der Frühbucher-Ermäßigung eine Reiserücktritts-Kostenversicherung. Außerdem sollte der Kunde Anspruch auf den günstigeren FTI-Preis haben, wenn FTI die gebuchte Reise bis zum Abreisedatum billiger anbieten würde. Fraglich ist nur, wie der Kunde den Anspruch umsetzen soll.
Die Strategen der Reiseveranstalter propagieren ein dynamisches Preismodell. Vergleichbar dem Aktienmarkt, sollen sich Reisepreise an Angebot und Nachfrage orientieren. Ziel ist natürlich in erster Linie die Erhöhung des Deckungsbeitrages. Die strategischen Planer sind der Ansicht, dass Frühbucher-Rabatte bisher keinen ausreichenden Erfolg brachten, weil die Kunden beim Buchen "auf den letzten Drücker" zumeist immer noch weniger bezahlen müssen. Unbemerkt hinter den Kulissen wurde daher bereits schon länger an variablen Urlaubspreisen gearbeitet. Der Artikel zu den flexiblen Reisepreisen beschreibt, dass tagesaktuelle Preise letztlich auch dem Urlauber zugute kommen.
In Verbindung mit Frühbucher-Angeboten bieten einige Veranstalter auch eine kostenlose Umbuchungsmöglichkeit. Vorteil für Frühbucher: Sie können bei politischen Unruhen ohne Mehrkosten ihre Urlaubspläne ändern. Denn: Zu kostenlosen Stornierungen sind die Reiseveranstalter nur bei einer ausdrücklichen Reisewarnung des Auswärtigen Amtes verpflichtet.
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Hinweise für Frühbucher
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Hinweise für Last-Minute-Bucher
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