Zuschuss zur Altersvorsorge

Wer darf riestern?

Das Wichtigste in Kürze

  • Riestern darf, wer verpflichtend in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt.
  • Zu dieser Gruppe zählen alle Arbeitnehmer, die in Voll- oder Teilzeit angestellt sind.
  • Selbstständige, die in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind, sind auch förderberechtigt.
  • Eheleute können beide riestern, sofern einer von beiden Anspruch auf Förderung hat.
  • Auszubildende, Erziehende und Bezieher von Arbeitslosengeld I und II dürfen ebenfalls riestern.
  • Beamte, Richter oder Berufs- und Zeitsoldaten können riestern, auch wenn sie nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen.

Der Staat unterstützt Sie bei der private Altersvorsorge mit der Riester-Förderung. Die Bundesregierung will so Anreize für eine stärkere private Vorsorge schaffen, weil 2002 das Niveau der gesetzlichen Rente gesenkt wurde. Nach § 10a EStG sind grundsätzlich alle zulagenberechtigt, die Pflichtbeträge in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen. Sie können die folgenden Riester-Verträge abschließen: Riester-Darlehen, Riester-BausparvertragRiester-Banksparplan, Riester-Rente und Riester-Fondssparplan.

Als Angestellter in einem Betrieb sind Sie der Prototyp des Förderberechtigten und unmittelbar zulagenberechtigt. Daneben gibt es auch die mittelbare Förderung über den Ehepartner und zahlreiche Ausnahmen, die wir für Sie zusammengestellt haben.

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Wer unmittelbar förderberechtigt ist

Sind Sie Arbeitnehmer, werden Sie automatisch in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert. Als abhängig Beschäftigter haben Sie Anspruch auf die Riester-Förderung. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie Voll- oder Teilzeit arbeiten.

Riestern als Beamter – das geht auch

Das Riestern soll die Kürzungen der gesetzlichen Rente ausgleichen. Weil auch Beamte, Berufssoldaten, Richter oder Pfarrer künftig niedrigere Pensionen erhalten, sind auch sie förderberechtigt – obwohl sie nicht gesetzlich rentenversichert sind. Auch Selbstständige, die in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, sind zulagenberechtigt. Das sind etwa Künstler, Autoren oder Journalisten, die zum Beispiel Beiträge an die Künstlersozialkasse überweisen.

Als unmittelbar förderberechtigt gelten Sie, sobald Sie gesetzlich rentenversichert sind – auch wenn Sie nicht das ganze Jahr über eingezahlt haben. Wir haben die wichtigsten Berufsgruppen und Sonderfälle für Sie aufgelistet:

  • Arbeitnehmer in versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen bei einem privaten, öffentlichen oder kirchlichen Arbeitgeber
  • Auszubildende
  • Selbstständige mit Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung
  • Beamte sowie Richter oder Berufs- und Zeitsoldaten, die Beamten weitgehend gleichgestellt und nicht verpflichtet sind, in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen
  • Personen, die Rente wegen Erwerbsminderung, Erwerbsunfähigkeit oder Versorgung wegen Dienstunfähigkeit erhalten
  • Beschäftigte in Midijobs mit einem Verdienst zwischen 450 Euro und 850 Euro im Monat
  • Bezieher von Arbeitslosengeld I und II, die als arbeitssuchend gemeldet sind
  • Kindererziehende in den ersten 36 Kalendermonaten nach Geburt
  • Bundesfreiwilligendienstleistende

Über den Ehepartner zum Riester-Vertrag

Auch wenn Sie nicht unmittelbar Anspruch auf Förderung haben, können Sie Zulagen erhalten – wenn Ihr Ehepartner unmittelbar förderberechtigt ist. Das betrifft vor allem Hausfrauen oder -männer und Selbstständige, die nicht gesetzlich rentenversichert sind.

Voraussetzung dafür ist, dass Ihr Partner selbst riestert und dass Sie den Mindestbetrag von 60 Euro jährlich in einen eigenen Vertrag einzahlen. Damit sind Sie mittelbar förderberechtigt und erhalten die Zulage von 154 Euro pro Jahr.

Sie bekommen die Zulage aber nur dann, wenn Ihr Partner den Mindestbetrag von vier Prozent seines rentenversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens einzahlt. Zahlt Ihr Ehepartner nur die Hälfte oder ein Drittel, erhalten auch Sie nur die Hälfte beziehungsweise ein Drittel der Zulage – selbst wenn Sie mehr als den Sockelbetrag von 60 Euro einzahlen.

Nicht unmittelbar, aber eventuell über den Ehepartner mittelbar zulagenberechtigt, sind:

  • Hausfrauen/-männer, die nicht in der Elternzeit sind
  • Selbstständige, die nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung sind
  • Sozialhilfeempfänger und Bezieher von Sozialgeld
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Wollen Sie genau nachsehen, welche Sparer begünstigt oder welche Sonderfälle förderberechtigt sind, finden Sie alle Informationen in einem Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 31. März 2010 (Az. IV C 3).

Diese Riester-Rente passt zu Ihnen

Sara Zinnecker
von Finanztip,
Expertin für Geldanlage

Altersvorsorge mit staatlicher Förderung

  • Speziell für Arbeitnehmer und Beamte.
  • Förderung durch Zulagen und Steuervorteile.
  • Versteuerung erfolgt im Rentenalter.

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Dr. Manuel Kayl

ehemaliger Finanztip-Redakteur (bis August 2016)

Manuel Kayl war bei Finanztip für Geldanlagethemen zuständig. Der promovierte Physiker arbeitete als Anlagestratege und Risikomanager bei der niederländischen Versicherung a.s.r., nachdem er am Genfer Forschungszentrum Cern sowie am Nikhef und der Universität Amsterdam forschte. Er hat am 31. August 2016 Finanztip verlassen.

Sara Zinnecker

Finanztip-Expertin für Bankprodukte

Sara Zinnecker ist Redakteurin im Team Bank & Geldanlage. Nach ihrem Volontariat an der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten schrieb sie beim Handelsblatt über Geldanlage und Altersvorsorge. Zuvor studierte Sara Zinnecker in Nürnberg, Italien und Portugal internationale Volkswirtschaftslehre mit Diplom-Abschluss, arbeitete bei Lokalzeitungen sowie der Süddeutschen Zeitung.