Test Riester-Fondssparplan

Kosten und Anlagemodell müssen zusammenpassen

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit Riester-Fondssparplänen haben Sparer die Chance auf hohe Renditen. Die Anbieter legen einerseits in sichere Anleihen an und andererseits in möglicherweise lukrative Aktienfonds.
  • Finanztip hat acht Riester-Fondssparpläne untersucht.
  • Die Angebote haben wir überprüft auf Kosten, enthaltene Fonds, Beitragsgarantie und Anlagemodell.
  • Am besten schneiden die Angebote von Fairr und DWS Toprente (rabattiert) ab. Gute Alternativen sind die Uniprofirente 4P und die Deka-Bonusrente.
  • Unser Tipp: Bleiben Sie zum Thema Riester-Fondssparplan immer auf dem Laufenden - mit unserem kostenlosen Newsletter!

    Bitte bestätigen Sie jetzt Ihre Anmeldung!

    Wir haben Ihnen eine E-Mail an Ihre Adresse gesendet.

    Schauen Sie gleich in Ihr E-Mail-Programm.

    Sie haben keine E-Mail erhalten? Kann es sein, dass die Nachricht im SPAM-Ordner Ihres E-Mail-Anbieters gelandet ist?
    Bitte schauen Sie auch dort einmal nach und fügen die Mail-Adresse von Finanztip.de Ihrem Adressbuch hinzu.

Seit Einführung der staatlich geförderten Altersvorsorge ist das Riestern mit Fonds beliebt. Weil Teile der Beiträge in Aktien angelegt werden, versprach das Produkt höhere Renditechancen als beispielsweise eine Riester-Rentenversicherung oder ein Banksparplan. Doch momentan müssen die Anbieter ihre Aktienquoten zurückfahren und investieren mehr in sichere, aber wenig profitable Rentenfonds.

Grund ist die Beitragsgarantie. Anbieter müssen zu Rentenbeginn ein Guthaben nachweisen, das allen geleisteten Zahlungen und Zulagen entspricht. Kosten und mögliche Einbrüche am Aktienmarkt müssen also über Rentenfonds abgedeckt werden. Das Problem: Je weniger die Rentenfonds einbringen, desto mehr Beiträge müssen in die derzeit unattraktive Anlageklasse fließen.

Wichtig für den Kunden ist daher vor allem, dass die Kosten des Produkts im Rahmen bleiben und er trotzdem die Chance hat, mit Aktienfonds hohe Renditen zu erzielen.

Große Unterschiede bei den Fondssparplänen

Unsere Analyse zeigt, dass bereits bei den Kostenstrukturen zwischen den einzelnen Fondssparplänen große Unterschiede bestehen. Einige Anbieter verlangen Ausgabeaufschläge bei Fonds – und das monatlich, wenn Sparer die Fondsanteile in den Sparplan kaufen. Andere berechnen Abschlusskosten, die Sparer in den ersten fünf Jahren abbezahlen. Daneben fallen häufig noch Depotgebühren und Verwaltungskosten an.

Neben den Kosten unterscheiden sich die Fondssparpläne auch stark im Anlagemodell. Manche Anbieter schichten über die Laufzeit systematisch in sichere Anlagen um und folgen damit dem sogenannten Lebenszyklusmodell. Andere Anbieter folgen einem dynamischen Anlagemodell und schichten je nach Marktlage in sichere Anlagen um.

Die Tabelle zeigt exemplarisch, wie einzelne Fondssparpläne gestaltet sind. Im Abschnitt So haben wir getestet finden Sie die gesamte Übersicht.

So unterscheiden sich ausgewählte Riester-Fondssparpläne¹

Produkt   Anlage-modell   Abschluss-provision   Ausgabe-aufschlag   Fondskosten Aktienfonds pro Jahr   Fondskosten Rentenfonds pro Jahr   Kontogebühr pro Jahr
Deka-Bonusrente   Lebenszyklus   --   3,5 %   1,2 %   0,9 %   10 €
Deka Zukunftsplan Select   dynamisch   --   5,3 %   2,5 %   1,2 %   10 €
DWS Premium Standard   dynamisch   3,3 %   --   1,8 %   0,5 %   18 €
Fairriester²   Lebenszyklus   --   --   0,5 %   0,1 %   27 €
Uniprofirente 4P   dynamisch   --   5 %   1,3 %   0,7 %   13,50 €

¹ Bei einigen Angaben handelt sich um Schätzwerte oder Näherungsangaben.
² Bei Fairr fallen je nach Depotwert zusätzlich zwischen 1,5 % und 0,5 % pro Jahr an Kosten an.Quelle: Finanztip-Recherche (Stand: 27. April 2016)

Mit sechs Kriterien zum besten Fondssparplan

Kaum ein Fondssparplan ist wie der andere. Wir haben daher sechs Kriterien definiert, die in ihrer Gesamtheit einen guten Fondssparplan ausmachen. Im Detail sind das die Höhe der Kosten (gewichtet zu 35 Prozent), Verteilung der Kosten (5 Prozent), Wahl zwischen aktiv und passiv verwalteten Fonds (5 Prozent), Güte der Garantie (10 Prozent), Anlagemodell (15 Prozent) und Renditechancen (30 Prozent).

Nach diesen Kriterien schneidet der Fondssparplan Fairriester des jungen Unternehmens Fairr am besten ab, gefolgt von der rabattierten Version der DWS Toprente. Rabatte auf die Ausgabeaufschläge erhalten Sparer, die das Produkt bei Vermittlern im Internet kaufen, beispielsweise bei AVL, fondsvermittlung.de, fonds-for-less.de oder Trigonus.

Fairriester und die rabattierte DWS Toprente sind vergleichsweise günstig bei mittleren Renditechancen. Als Alternative für Sparer, denen die Renditechancen am wichtigsten sind, kommt die Uniprofirente 4P von Union Investment infrage. Wer nach dem Lebenszyklusmodell riestern will, aber eine Bank mit nachgewiesen guter Bonität dahinter wissen will, kann statt bei Fairr auch bei der Deka mit der Bonusrente riestern. Die genaue Beschreibung der einzelnen Fondssparpläne und ihr Abschneiden in den einzelnen Kategorien finden Sie weiter im Abschnitt So haben wir getestet.

Folgende Tabelle zeigt, wie die vier empfehlenswerten Fondssparpläne im Vergleich zu den übrigen Anbietern im Gesamtranking abschneiden:

So schneiden die besten vier Riester-Fondssparpläne ab

Produkt   Punktzahl Kosten   Punktzahl Renditechancen¹   Gesamtpunktzahl (alle Kriterien)
Gewichtung   35 %   30 %   100 %
Fairriester   4   3   3,4
DWS Toprente (rabattiert)   4   3   3,3
Uniprofirente 4P   2   4   2,95
Deka-Bonusrente   2   3   2,95

Annahmen: Verteilung Aktienquote wie bei Fairr, Rendite vor Kosten gerundet 3 %, Einzahlung von 2.100 € p.a., Laufzeit 30 Jahre, Förderung nicht berücksichtigt. Alle Ergebnisse sind auf die erste Nachkommastelle gerundet.
Quelle: Finanztip-Berechnung (Stand: 27. April 2016)

Förderung steigert die Rendite

Durch staatliche Zulagen und Steuervorteile erhöht sich die jährliche Rendite der Sparpläne in der Ansparphase. Je nach angenommener Renditeentwicklung kann die Förderung bei einem Single, der im Jahr 50.000 Euro verdient, einen Renditeanstieg von um die 3 Prozent pro Jahr bewirken, wie folgende Tabelle zeigt. Die Größenordnung des Effekts ist für alle Fondssparpläne gleich.

Modellrechnung: Sparplan über 30 Jahre mit Fairriester¹

angenommene jährliche Rendite²   Endstand     Minderung Rendite pro Jahr (durch Kosten) zusätzliche jährliche Rendite durch Förderung³ Gesamtrendite pro Jahr¹¹
0 %   61.742 €     0 %²² 3,3 % 3,3%
4 %   100.556 €     0,9 % 3 % 6,1 %
8 %   197.111 €     1 % 2,8 % 9,8 %

¹ Grundlage: Single, keine Kinder, 50.000 € Jahreseinkommen, Eigenbeitrag von 162 € pro Monat.
² Rendite vor Kosten und Steuern.
³ Bis zum Renteneintritt, keine Betrachtung der Rentenphase.
¹¹ Durch Zinseszinseffekte ändert sich diese Rendite.
²² Es entstehen keine Kosten, da sämtliche Beiträge und Zuzahlungen garantiert werden.
Quelle: Fairr, Finanztip-Berechnungen (Stand: 3. Mai 2016)

Bei der Berechnung ist nicht berücksichtigt, dass die Rentenzahlungen im Alter versteuert werden müssen. Da Verbraucher im Rentenalter aber meist einen niedrigeren Grenzsteuersatz als im Berufsleben haben, sparen sie mit dem Riester-Modell insgesamt Steuern.

Unser Tipp: Bleiben Sie zum Thema Riester-Fondssparplan immer auf dem Laufenden - mit unserem kostenlosen Newsletter!

Bitte bestätigen Sie jetzt Ihre Anmeldung!

Wir haben Ihnen eine E-Mail an Ihre Adresse gesendet.

Schauen Sie gleich in Ihr E-Mail-Programm.

Sie haben keine E-Mail erhalten? Kann es sein, dass die Nachricht im SPAM-Ordner Ihres E-Mail-Anbieters gelandet ist?
Bitte schauen Sie auch dort einmal nach und fügen die Mail-Adresse von Finanztip.de Ihrem Adressbuch hinzu.

So haben wir getestet

Für den Test haben wir die wichtigsten Sparpläne berücksichtigt. Dabei haben wir uns an der Auswahl der Stiftung Warentest vom Oktober 2015 orientiert.

Riester-Fondssparpläne lohnen sich nur, wenn zumindest die Möglichkeit besteht, dass möglichst viel an eingezahlten Beiträgen in Aktien angelegt wird. Das gilt insbesondere in Zeiten niedriger Zinsen, in denen mit Rentenfonds kaum Rendite zu erwarten ist. Ausgeschlossen haben wir daher Verträge, bei denen die Aktienquote von Beginn an beschränkt ist, namentlich die Uniprofirente Select mit Mischfonds, die DWS Toprente Balance und die DWS Riesterrente Premium Balance.

Der Sparplan Sutor-Riester-Depot der Sutor Bank wird derzeit komplett überarbeitet und voraussichtlich Ende 2016 in neuer Form angeboten. Wir haben ihn deshalb nicht getestet.

Es verbleiben acht Sparpläne von vier verschiedenen Banken. Die zwei Angebote der Deutschen Bank (DWS) werden über Fondsvermittler im Internet mit deutlich reduzierten Kosten angeboten – teilweise entfallen die Abschlusskosten ganz. Deshalb haben wir von der DWS Toprente und der DWS Riesterrente Premium jeweils zwei Varianten untersucht, was die Anzahl der Testkandidaten auf zehn erhöht. Nachstehende Tabelle zeigt die Anbieter und die anfallenden Kosten:

So unterscheiden sich Riester-Fondssparpläne

Produkt     Anlage-modell   Abschluss-provision   Ausgabe-aufschlag   Fondskosten Aktienfonds pro Jahr   Fondskosten Rentenfonds pro Jahr   Kontogebühr pro Jahr
Deka-Bonusrente       Lebenszyklus   --   3,5 %   1,2 %   0,88 %   10 Euro
Deka Zukunftsplan Classic       dynamisch   --   3 %   2,5 %   1,2 %   10 Euro
Deka Zukunftsplan Select       dynamisch   --   5,3 %   2,5 %   1,2 %   10 Euro
DWS Premium Standard       dynamisch   3,3 %   --   1,8 %   0,46 %   18 Euro
DWS Premium Standard (rabattiert)       dynamisch   --   --   1,8 %   0,46 %   18 Euro
DWS Toprente       dynamisch   --   4,5 %   1,4 %   0,46 %   18 Euro
DWS Toprente (rabattiert)       dynamisch   --   --   1,4 %   0,46 %   18 Euro
Fairriester²       Lebenszyklus   --   --   0,47 %   0,14 %   27 Euro
Uniprofirente 4P       dynamisch   --   5 %   1,3 %   0,71 %   13,50 Euro
Uniprofirente Select       dynamisch   --   5 %   1,6 %   0,5 %   13,50 Euro

¹ Bei einigen Angaben handelt sich um Schätzwerte oder Näherungsangaben.
² Bei Fairr fallen je nach Depotwert zusätzlich zwischen 1,5 % und 0,5 % pro Jahr an Kosten an.
Quelle: Finanztip-Recherche (Stand: 27. April 2016) 

Ein guter Sparplan muss die Balance zwischen Kosten und Renditechancen halten. Während die Renditeaussichten unsicher sind, mindern Kosten unmittelbar die Rendite. Um einen Eindruck der Kostenbelastung einzelner Produkte über die Laufzeit von 30 Jahren zu erhalten, haben wir beispielhaft ein identisches Anlagemodell für alle Fondssparpläne unterstellt. Folgende Tabelle zeigt, um wie viel die Kosten einzelner Fondssparpläne die Rendite mindern.

So viel kosten die Fondssparpläne bei kontinuierlichem Umschichten

Produkt   Effektivkosten pro Jahr   Rendite nach Kosten pro Jahr
Deka Zukunftsplan Select   2 %   1 %
Deka Zukunftsplan Classic   1,9 %   1 %
Deka-Bonusrente   1,3 %   1,7 %
Uniprofirente 4P   1,3 %   1,7 %
Uniprofirente Select   1,3 %   1,7 %
DWS Premium Standard   1,3 %   1,7 %
DWS Toprente   1,2 %   1,8 %
DWS Premium Standard (rabattiert)   1 %   2 %
Fairriester   0,9 %   2,1 %
DWS Toprente (rabattiert)   0,9 %   2,1 %

Annahmen: Verteilung Aktienquote wie bei Fairr, Rendite vor Kosten gerundet 3 %, Einzahlung von 2.100 € p.a., Laufzeit 30 Jahre, Förderung nicht berücksichtigt. Alle Ergebnisse sind auf die erste Nachkommastelle gerundet.
Quelle: Finanztip-Berechnung (Stand: 27. April 2016)

Um zu einer Gesamtnote zu gelangen, haben wir sechs Test-Kategorien bestimmt und diese unterschiedlich gewichtet. In den Kategorien erhalten die Angebote eine Bewertung zwischen einem und fünf Punkten. Die Testkategorien lauten:

Höhe der Kosten (Gewichtung: 35 Prozent) - Je höher die Kosten, desto niedriger die Rendite. Das gilt prinzipiell auch für Riester-Fondssparpläne. Allerdings ist eine Anlage in chancenreiche Aktienfonds teurer als in sichere Rentenfonds. Deshalb haben wir alle Sparpläne mit der Aktienquote des Angebots von Fairr verglichen.

Verteilung der Kosten (Gewichtung: 5 Prozent) - Je höher die Kosten zu Beginn, desto schlechter für den Kunden. Das gilt insbesondere, wenn Kunden den Vertrag nicht über die gesamte Laufzeit durchhalten. Die hohen Kosten zu Beginn mussten sie dann auf jeden Fall tragen.

Fonds (Gewichtung: 5 Prozent) - Wir vergeben vier Punkte, falls in Indexfonds angelegt wird und zwei Punkte, falls der Sparplan in aktiv gemanagte Fonds anlegt. Aktive Fonds haben den Nachteil, dass sie nicht der Entwicklung des Marktes folgen und Anleger schlecht dastehen können, obwohl die allgemeine Stimmung an den Kapitalmärkten gut ist. Aktive Fonds sind deshalb weniger transparent. Finanztip bevorzugt die Anlage in Indexfonds.

Garantie (Gewichtung: 10 Prozent) - Die Fondsgesellschaften müssen laut Gesetz garantieren, dass zum Eintritt in die Rentenphase mindestens die eingezahlten Beiträge und Zulagen zur Verfügung stehen. Glaubhaft versichern können das vor allem Geldhäuser, deren Bonität von Ratingagenturen als hoch bewertet wird. Sollte die Bonität nicht beurteilt werden oder als gering eingeschätzt werden, gibt es Abzüge. Zusätzlich kann es sein, dass manche Kosten wie die Depotgebühr nicht in der Garantie enthalten sind. Auch dann gibt es Abzüge.

Anlagemodell (Gewichtung: 15 Prozent) - Wir vergeben vier Punkte für Lebenszyklusmodelle und zwei Punkte für dynamische Modelle. Lebenszyklusmodelle orientieren sich an den Bedürfnissen der Kunden und sind transparenter. So investieren sie zu Beginn viel in Aktien und gegen Ende mehr in sichere Anleihen. Die Verteilungen sind dabei vorgegeben und deshalb für den Kunden transparent. Aufgrund der derzeitigen Niedrigzinsphase besteht zudem die Hoffnung, dass Anleihen wieder mehr Rendite abwerfen, sobald sie nach einigen Jahren verstärkt zum Einsatz kommen. Im Gegensatz dazu schichten die dynamischen Modelle je nach Marktlage zwischen Aktien und Anleihen um. Die Wertentwicklung seines Vertrags ist für den Kunden nur schwer nachzuvollziehen. Finanztip bevorzugt die transparenten Lebenszyklusmodelle.

Renditechancen (Gewichtung: 30 Prozent) - Kunden schließen Fondssparpläne ab, um möglichst hohe Renditen durch Aktienanlagen zu erzielen. Angebote, die versuchen, die Aktienquote möglichst hoch zu halten, bewerten wir gut, auch wenn das dazu führen kann, dass in schlechten Börsenzeiten die Renditen niedrig ausfallen können. Schließlich eignet sich ein Fondssparplan nicht für vorsichtige Anleger.

So ranken die Fondssparpläne

Die folgende Tabelle zeigt, wie die Riester-Fondssparpläne in den einzelnen Kategorien abgeschnitten haben und die sich daraus ergebende Gesamtnote. Deutlich wird, dass sich das Feld in zwei Lager teilt. Mit drei oder mehr von fünf Punkten liegen Fairriester, die rabattierte DWS Toprente, Die Uniprofirente 4P von Union Investment und die Deka-Bonusrente vorn. Die anderen Angebote schaffen keine drei Punkte.

So haben die Anbieter abgeschnitten

    Kosten       Fonds   Garantie   Anlagemodell            
Produkt   Höhe   Verteilung   aktiv oder passiv   Umfang und Bonität   Lebenszyklus oder dynamisch   Rendite-chancen   Gesamtpunkte   Platz
Fairriester   4   2   4   2   4   3   3,4   1
DWS Toprente (rabattiert)   4   4   2   4   2   3   3,3   2
Uniprofirente 4P   2   3   2   5   2   4   3,0   3
Deka-Bonusrente   2   3   2   5   4   3   3,0   3
Uniprofirente Select   2   3   2   5   2   2   2,4   5
Deka Zukunftsplan Select   1   3   2   5   2   3   2,3   6
DWS Toprente   2   3   2   4   2   2   2,3   6
DWS Riesterrente Premium (rabattiert)   3   1   2   4   2   1   2,2   8
Deka Zukunftsplan Classic   1   4   2   5   2   2   2,1   9
DWS Riesterrente Premium   2   1   2   4   2   1   1,9   10
Gewichtung   35 %   5 %   5 %   10 %   15 %   30 %        

Quelle: Finanztip (Stand: 3. Mai 2016)

Wir begründen die einzelnen Punktzahlen der Angebote wie folgt:

Fairriester - Die Kosten sind niedrig, die Verteilung wegen der hohen Verwaltungskosten zu Beginn aber ungünstig für den Kunden. Bei der Garantie gibt es Abzüge, da die Sutor Bank nicht von den Ratingagenturen bewertet wird. Zudem fällt die Depotgebühr nicht unter die Garantie. Die Höhe der Garantie ist daher leicht unter derjenigen der anderen Anbieter. Die Renditechancen sind durchschnittlich, da es sich um ein Lebenszyklusmodell handelt. Finden Sie weitere Informationen im Fairriester-Detailartikel.

DWS Toprente (rabattiert) - Da die Ausgabeaufschläge entfallen, sind die Kosten niedrig, es fallen nur Verwaltungskosten für die Fonds und die Depotgebühr an. Die Toprente verwendet aktive Fonds und schichtet diese je nach Marktlage um. Da es keine Abschlusskosten gibt, die erst zurückverdient werden müssen, sind die Renditechancen immerhin durchschnittlich und die Beiträge fließen gleich zu Beginn zu einem großen Teil in Aktien.

Uniprofirente 4P - Die Kosten des Sparplans liegen im unteren Mittelfeld. Punkten kann die Uniprofirente beim Anlagemodell, das versucht, so lange wie möglich in Aktien zu investieren und nur im Notfall umzuschichten. Diese Umschichtung ist dann aber dauerhaft. Allerdings ist der Aktienfonds der Uniprofirente, die Uniglobal-Vorsorge, kein reiner Aktienfonds mehr. Vielmehr steuert die Fondsgesellschaft die Aktienquote zwischen 50 und 120 Prozent, was zu leichten Abzügen führt. Eine Aktienquote von mehr als 100 Prozent ist möglich, wenn der Fondsanbieter über spezielle Finanzinstrumente zusätzliche Aktien "auf Kredit" kauft.

Deka-Bonusrente - Die Kosten sind etwas höher als bei den besten Anbietern, ansonsten ist das Angebot dem anderen Lebenszyklusmodell von Fairr sehr ähnlich. Bei der Garantie schneidet die Deka, die zur Sparkassen-Gruppe gehört, sehr gut ab.

Uniprofirente Select - Die Kosten des Sparplans liegen im unteren Mittelfeld. Die Renditechancen sind im Vergleich niedrig, da von Beginn an ein substanzieller Teil in die sicheren Rentenfonds fließt.

Deka Zukunftsplan Select - Dieser Sparplan ist sehr teuer und hat unterdurchschnittliche Renditeaussichten, da die hohen Gebühren erst zurückverdient werden müssen. Folglich startet der Sparplan mit einer niedrigen Aktienquote.

DWS Toprente - Die nicht rabattierte Version des Sparplans ist deutlich teurer. Da durch die Ausgabeaufschläge der Vertrag im Minus beginnt, muss zu Beginn ein größerer Teil in sichere Anlagen fließen, um die Garantie nicht zu gefährden. Die Renditechancen sind deshalb auch schlechter als beim rabattierten Pendant.

DWS Riesterrente Premium (rabattiert) - Der Nachteil hier ist, dass die Abschlusskosten trotz Rabatt anfallen und erst anschließend durch den Vermittler zurückerstattet werden. In der Regel muss der Kunde diese Rückerstattung versteuern. Die Abschlusskosten fallen gebündelt über die ersten fünf Jahre an. Der Vertrag startet deshalb mit erheblichen Verlusten und kann deshalb kaum in Aktien investieren, da erst die Garantie zurückverdient werden muss.

Deka Zukunftsplan Classic - Dieser Sparplan ist noch teurer als sein Pendant Zunftsplan Select. Die Renditeaussichten sind deshalb mau.

DWS Riesterrente Premium - Die Abschlusskosten fallen in den ersten fünf Jahren an. Der Vertrag startet deutlich im Minus und kann kaum in Aktien investieren. Die Kosten sind höher als bei der rabattierten Version.

Sollen wir Sie
zum Thema Riester-Fondssparplan
sowie zu weiteren Themen auf dem Laufenden halten?

Einmal pro Woche die wichtigsten Verbraucher-Tipps - kostenlos und werbefrei direkt in Ihr Postfach.

  • Wertvolle Spartipps für Ihr Geld
  • Urteile, die Sie kennen sollten
  • Updates zu unseren beliebten Rechnern und Musterschreiben
  • Unverbindlich und jederzeit kündbar


Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

Vielen Dank für Ihre Anmeldung

Bitte bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse

  1. Schauen Sie gleich in Ihrem Postfach nach.
  2. Öffnen Sie die Mail von Finanztip Newsletter.
  3. Klicken Sie auf den Bestätigungslink.

Schauen Sie bitte auch im Spam-Ordner nach.

Finanztip Newsletter

  • Jede Woche die besten Tipps
  • Absolut kostenlos
  • 100% werbefrei

Artikel verfasst von

Dr. Manuel Kayl

ehemaliger Finanztip-Redakteur (bis August 2016)

Manuel Kayl war bei Finanztip für Geldanlagethemen zuständig. Der promovierte Physiker arbeitete als Anlagestratege und Risikomanager bei der niederländischen Versicherung a.s.r., nachdem er am Genfer Forschungszentrum Cern sowie am Nikhef und der Universität Amsterdam forschte. Er hat am 31. August 2016 Finanztip verlassen.