Staatlich geförderte Altersvorsorge

Riester-Sparen für zukünftige Eigenheimbesitzer

Das sollten Sie wissen

  • Wenn Sie planen, in einigen Jahren eine Immobilie zu erwerben, sind ein Riester-Bausparvertrag und ein Riester-Banksparplan grundsätzlich geeignet.
  • Im Rahmen der Riester-Förderung beträgt Ihre persönliche Zulage 154 Euro im Jahr. Für jedes Kind erhalten Sie jährlich bis zu 300 Euro Extraprämien vom Staat.
  • Sie können bis zu 2.100 Euro an Sparraten oder Tilgungszahlungen im Jahr als Sonderausgaben von der Steuer absetzen. Im Gegenzug müssen Sie einen Teil der Förderung im Alter versteuern.

Ihr Weg zum besten Riester-Vertrag

  • Wir empfehlen Ihnen Riester-Bausparen, wenn Ihnen Planungssicherheit wichtig ist, da die Zinsen über die gesamte Laufzeit feststehen.
  • Der Banksparplan ist flexibler und lohnt sich auch, wenn Sie das Darlehen doch nicht benötigen.
  • Für einen geförderten Bausparvertrag empfehlen wir zurzeit, die Angebote mehrerer Bausparkassen zu vergleichen.
  • Tipp: Sollen wir Sie zum Thema Wohn-Riester sowie zu weiteren Themen auf dem Laufenden halten? Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter!

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Dieser Ratgeber ist für Sie, wenn Sie in einigen Jahren eine Immobilie kaufen oder bauen wollen und dabei die staatliche Riester-Förderung in Anspruch nehmen möchten. Wenn Sie sofort ein Darlehen mit Riester-Unterstützung benötigen, lesen Sie unseren Ratgeber Wohn-Riester.

Einer der beliebtesten Wege der privaten Altersvorsorge ist der Erwerb einer Immobilie. Wenn Sie planen, in einigen Jahren ins eigene Heim zu ziehen, können Sie bereits jetzt staatliche Förderung in Anspruch nehmen. Das geht entweder mit Riester-Bausparen oder mit einem Riester-Banksparplan.

Bei einem Bausparvertrag sparen Sie zunächst Guthaben an und können dann nach einigen Jahren ein zinsgünstiges Darlehen in Anspruch nehmen. Wenn Sie einen Banksparplan abschließen, zahlen Sie einige Jahre in den Vertrag ein. Den angesparten Betrag können Sie dann als Eigenkapital für den Erwerb Ihres Eigenheims verwenden. Ein zusätzliches Immobiliendarlehen müssen Sie zu den dann angebotenen Konditionen aufnehmen.

Wir haben uns die verschiedenen Möglichkeiten angesehen und nachgerechnet, wann sich welcher Riester-Vertrag für Sie lohnt. Die Unterstützung vom Staat können Sie in beiden Fällen nutzen.

Die Förderung im Detail

Die staatliche Förderung richtet sich an alle, die in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen. Dazu gehören auch Selbstständige, sofern sie freiwillig Mitglied in der gesetzlichen Rentenversicherung sind. Auch Beamte und Berufssoldaten können Riester-Verträge abschließen. Wer sonst noch riestern darf, lesen Sie hier.

Wenn Sie nicht zu diesem Kreis der direkt förderberechtigten Personen gehören, können Sie eventuell über Ihren Ehepartner die Riester-Förderung indirekt nutzen. Dazu müssen Sie zusätzlich zu den Leistungen Ihres Ehepartners mindestens den Sockelbetrag von 60 Euro im Jahr in einen eigenen Vertrag einzahlen, um die staatlichen Zulagen zu erhalten.

Der Staat fördert die private Altersvorsorge auf mit Zulagen und mit Steuererleichterungen. Die nachfolgende Tabelle zeigt, wie hoch die Förderung im Einzelfall ist:

Überblick Riester-Förderung

Zulagen  
Pro förderberechtigter Person 154 € im Jahr
Pro Kind (vor 2008 geboren) 185 € im Jahr
Pro Kind (ab 2008 geboren) 300 € im Jahr
Steuervorteil  
Maximal geförderter Sparbetrag oder Tilgung (als Sonderausgabe in der Steuererklärung) 2.100 € im Jahr
Höhe Steuervorteil (näherungsweise) Differenz aus Grenzsteuersatz im Berufsleben und im Rentenalter, Zulagen werden mit Steuervorteil verrechnet

Beispielrechnung

Sie sind Single, verdienen 40.000 Euro im Jahr und entscheiden sich für Riester-Bausparen.

  • Sie zahlen 1.946 Euro im Jahr – beziehungsweise etwa 162 Euro im Monat – ein. Mit der staatlichen Zulage von 154 Euro im Jahr schöpfen Sie den maximalen Förderbetrag von jährlich 2.100 Euro voll aus.
  • Sie erhalten einen Steuervorteil von ungefähr 756 Euro im Jahr, da Ihr Grenzsteuersatz etwa 36 Prozent beträgt. Von den 756 Euro werden 154 Euro, die Sie bereits an Zulagen erhalten haben, wieder abgezogen.
  • Insgesamt erhalten Sie also Förderungen in Höhe von 756 Euro. Davon bekommen Sie 154 Euro an Zulagen und 602 Euro als Steuerrückerstattung.

Wenn Sie einen Riester-Bausparvertrag abschließen, erhalten Sie die staatliche Förderung sowohl in der Ansparphase als auch in der Darlehensphase. Während Sie die Zulagen direkt für den Bausparvertrag verwenden müssen, können Sie über die Steuerrückerstattung frei verfügen. Wir empfehlen Ihnen jedoch, den über die Steuererklärung erhaltenen Betrag als Sonderzahlung in den Bausparvertrag bringen beziehungsweise für eine Sondertilgung des aufgenommenen Darlehens zu verwenden.

Im Alter werden Steuern fällig

Wie bei allen Riester-Verträgen gilt auch beim Riester-Bausparen das Prinzip der nachgelagerten Besteuerung. Das bedeutet, dass Sie im Berufsleben Steuern sparen und im Rentenalter auf die erhaltenen Förderungen Steuern zahlen müssen. Das lohnt sich, weil Ihr persönlicher Steuersatz im Alter meist geringer ist als während des Berufslebens. Sie müssen daher weniger Steuern zahlen, als Sie eingespart haben.

Wenn Sie Riester-Bausparen für den Erwerb einer Immobilie verwenden, erhalten Sie im Rentenalter keine direkten Leistungen, die Sie versteuern könnten. Ihr Vorteil ist das mietfreie Wohnen in den eigenen vier Wänden, das durch das Darlehen des Bausparvertrags gefördert wurde. Um eine ähnliche Besteuerung wie bei anderen Riester-Verträgen zu ermöglichen, hat sich der Gesetzgeber das Wohnförderkonto ausgedacht.

Das Wohnförderkonto ist ein fiktives Konto, auf dem alle im Rahmen des Bausparvertrags getätigten Spar- und Tilgungsleistungen für das Eigenheim vermerkt werden. Bei Renteneintritt müssen Sie den angesammelten Betrag inklusive einer Verzinsung von zwei Prozent im Jahr versteuern. Dabei haben Sie zwei Möglichkeiten:

  • Sie zahlen die Steuern auf einmal und erhalten einen Nachlass von 30 Prozent.
  • Bis zu Ihrem 85. Lebensjahr versteuern Sie jedes Jahr einen Teil des gesamten Betrages.

Wir empfehlen Ihnen grundsätzlich, die jährliche Besteuerung zu wählen.

Die Einmalzahlung lohnt sich nur, wenn Sie auch im Rentenalter noch über ein Einkommen von etwa 2.700 Euro oder mehr im Monat verfügen – wie Sie in unserem Artikel Wohnförderkonto anhand von Zahlenbeispielen nachlesen können.

So entscheiden Sie sich für den richtigen Riester-Vertrag

Der Staat unterstützt zukünftige Eigenheimbesitzer durch die Riester-Förderung. Beachten Sie aber, dass die hier vorgestellten Möglichkeiten meist nur einen Teil der Baufinanzierung abdecken und Sie möglicherweise noch ein zusätzliches Darlehen benötigen. Diese Riester-Verträge gibt es für zukünftige Immobilienbesitzer:

Tipp

Wenn Sie einen Riester-Bausparvertrag abgeschlossen haben und das Darlehen doch nicht benötigen, sollten Sie zu einem Riester-Banksparplan wechseln. Dieser wird meist besser verzinst.

  • Bausparvertrag mit Riester-Förderung: Mit einem Bausparvertrag können Sie sich die derzeit niedrigen Zinsen für den Bau Ihres zukünftigen Eigenheims sichern. Wenn Sie jetzt einen Bausparvertrag abschließen, steht Ihre Zinsbelastung über die gesamte Laufzeit des Vertrags fest, auch wenn Sie das Darlehen erst in sieben oder zehn Jahren in Anspruch nehmen. Falls die Bauzinsen jedoch dauerhaft niedrig bleiben, sparen Sie mit dem Bausparvertrag nicht. Auch wenn Sie das Darlehen doch nicht benötigen, lohnt sich der Bausparvertrag wegen der generell niedrigen Guthabenverzinsung nicht.
  • Riester-Banksparplan: Sie schließen einen Banksparplan ab, in den Sie monatlich einzahlen. Wenn Sie eine Immobilie kaufen oder bauen möchten, können Sie das angesparte Guthaben als Eigenkapital für die Baufinanzierung der selbst genutzten Immobilie verwenden. Die Darlehensart können Sie frei wählen – es muss sich nicht um ein Riester-Darlehen handeln. Falls Sie doch keine Immobilie erwerben, können Sie den Sparplan weiter nutzen und sich im Alter die angesparte Summe als Rente auszahlen lassen. Der Banksparplan bietet Ihnen also eine gewisse Flexibilität. Der Nachteil ist, dass Sie zum Zeitpunkt des Immobilienerwerbs ein Darlehen mit den dann gültigen Zinssätzen aufnehmen müssen und somit keine Planungssicherheit haben.

Die Entscheidung für den richtigen Vertrag hängt davon ab, wie viel Planungssicherheit Sie wünschen und wie sich die Bau- und Guthabenzinsen zukünftig entwickeln werden. Für beide Sparformen erhalten Sie die gleichen staatlichen Zulagen und Steuererleichterungen.

Höhe der Sparrate festlegen

In den meisten Fällen gilt, dass Sie die Förderung am besten nutzen, wenn Sie den maximal geförderten Betrag von 2.100 Euro im Jahr beziehungsweise 175 Euro im Monat inklusive Zulagen in den Sparvertrag einzahlen. Das gilt jedoch nicht für Familien mit mindestens zwei Kindern, die ab 2008 geboren sind. In diesem Fall sind die Zulagen nämlich meist höher als der zu erwartende Steuervorteil. Dann schöpfen Sie die maximale Förderung bereits aus, wenn Sie nur den Mindestbetrag von vier Prozent Ihres Bruttoeinkommens einzahlen.

Beispiel 1: Sie sind alleinstehend und verdienen 50.000 Euro brutto im Jahr. Sie zahlen im Jahr 2.100 Euro in den Sparvertrag ein, 1.946 Euro davon aus eigener Tasche und 154 an staatlichen Zulagen. Zusätzlich erhalten Sie einen Steuervorteil von etwa 700 Euro im Jahr, den Sie ebenfalls in den Bausparvertrag einzahlen können. Der Staat fördert Sie also mit 854 Euro oder 48 Prozent Ihrer Einzahlungen.

Beispiel 2: In einer Familie mit zwei Kindern, die 2008 und 2009 geboren sind, ist er Alleinverdiener und hat ein Einkommen von 40.000 Euro brutto im Jahr. Er erhält seine persönliche Zulage in Höhe von 154 Euro plus 600 Euro im Jahr für die beiden Kinder. Er zahlt nur den Mindestbetrag von vier Prozent des Bruttoeinkommens abzüglich der Zulagen ein. Das sind 1.600 Euro minus 754 Euro, also 846 Euro im Jahr. Der Staat fördert die Familie also mit 89 Prozent der selbst bezahlten Beiträge.  Noch höher werden die Zulagen, wenn die Ehefrau den Mindestbetrag von 60 Euro im Jahr zusätzlich einzahlt. Dann fließt auch für die Ehefrau als „mittelbar förderberechtigte“ Person die Zulage in Höhe von 154 Euro im Jahr.

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Entscheidung zwischen Bausparvertrag und Banksparplan

Um Ihnen die Entscheidung zwischen dem Bausparvertrag und dem Banksparplan zu erleichtern, haben wir drei Beispielfälle durchgerechnet: ein Szenario mit gleichbleibend niedrigen Zinsen, eines mit leicht steigenden Zinsen und eines mit einem größeren Anstieg des Zinsniveaus. Diese Veränderungen wirken sich nur auf den Banksparplan und das anschließend aufgenommene Darlehen aus, da die Konditionen des Bausparvertrags bereits zu Beginn feststehen. Für die Berechnungen haben wir folgende Annahmen gemacht:

  • Monatliche Einzahlung von 175 Euro für sieben Jahre in den Bausparvertrag oder Banksparplan
  • Höhe des Finanzierungsbedarfs: 50.000 Euro
  • Nach sieben Jahren Aufnahme des Bauspardarlehens beziehungsweise Aufnahme eines Baukredits zu den dann gültigen Zinsen
  • Volltilgung des Darlehens innerhalb von zehn Jahren

Wie Sie in unserer Tabelle sehen, ist bei niedrig bleibenden Bauzinsen der Banksparplan im Vorteil, bei steigenden Bauzinsen der Bausparvertrag. Wenn Sie das Darlehen des Bausparvertrags jedoch nicht in Anspruch nehmen, ist der Banksparplan wegen der höheren Guthabenzinsen immer im Vorteil.

Vergleich zwischen Bausparvertrag und Banksparplan plus Darlehen bei Finanzierungsbedarf von 50.000 Euro

  Niedrige Zinsen Leicht steigende Zinsen Steigende Zinsen
Bausparvertrag      
Rendite Sparphase 0,25 % 0,25 % 0,25 %
Guthaben nach 7 Jahren (nach Abzug von 1 % Abschlussgebühr) 14.303 € 14.303 € 14.303 €
Summe Bauspardarlehen 35.697 € 35.697 € 35.697 €
Effektiver Jahreszins Darlehen 2,5 % 2,5 % 2,5 %
Monatliche Rate für Tilgung in 10 Jahren 340 € 340 € 340 €
       
Banksparplan plus Darlehen      
Rendite Sparplan 1,5 % 1,75 % 2 %
Guthaben nach 7 Jahren 15.378 € 15.495 € 15.612 €
Aufgenommene Darlehenssumme 34.622 € 34.505 € 34.388 €
Effektiver Jahreszins Darlehen 3 % 4 % 5 %
Monatliche Rate für Tilgung in 10 Jahren 338 € 355 € 371 €
       
Vorteil Bausparvertrag über komplette Laufzeit -171 € 1.536 € 3.279 €

Richtig Riester-Bausparen

Wenn Sie sich dazu entscheiden, einen Bausparvertrag abzuschließen, empfehlen wir Ihnen, die Angebote mehrerer Bausparkassen zu vergleichen.

Beachten Sie die folgenden Hinweise, um im Gespräch mit dem Berater den für Sie passenden Vertrag zu finden:

  • Ein Bausparvertrag lohnt sich nur, wenn Sie das Darlehen auch tatsächlich in Anspruch nehmen. Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie wirklich für eine eigene Immobilie sparen wollen, empfehlen wir einen Banksparplan.
  • Die wichtigste Vergleichsgröße für einzelne Angebote ist der effektive Jahreszins. Er enthält neben den Kosten für den Baukredit auch zusätzlich anfallende Aufwendungen wie die Abschlussgebühr.
  • Je höher die Bausparsumme, desto höher ist das zinsgünstige Darlehen, das Sie über den Bausparvertrag in Anspruch nehmen können. In unserem Rechenbeispiel beträgt die Bausparsumme 50.000 Euro, wovon nach sieben Jahren etwa 35.700 Euro als Darlehen aufgenommen werden.
  • Die monatliche Annuität setzt sich aus einem Tilgungsanteil und einem Zinsanteil zusammen und ist die Rate, die Sie für Ihren Kredit jeden Monat an die Bausparkasse überweisen müssen. Rechnen Sie nach, ob die monatliche Annuität aus dem Bauspardarlehen zusammen mit den Raten anderer Kredite nicht Ihr Budget übersteigt.
  • Achten Sie auf die Bonität der Bausparkasse. Schließen Sie einen Bausparvertrag nur bei einem Anbieter ab, bei dem Ihre Einlagen sicher sind. Einen guten Anhaltspunkt für die Finanzkraft eines Unternehmens bieten Ratings von den großen Agenturen Moody’s, Standard & Poor‘s und Fitch. Der Anbieter sollte eine Bewertung von mindestens „BBB“ bei Standard & Poor‘s und Fitch beziehungsweise „Baa“ bei Moody’s haben. Derzeit erfüllen alle Bausparkassen oder deren Konzernmütter diese Voraussetzung bei zumindest einer der Agenturen. Lediglich die Aachener Bausparkasse besitzt kein Rating der hier genannten Agenturen, was eine Bewertung ihrer Finanzkraft nicht zulässt.

Diese Riester-Regeln müssen Sie einhalten

Wenn Sie mithilfe der Riester-Förderung zu einem Eigenheim kommen wollen, müssen Sie sich an gewisse Spielregeln halten. Die wichtigsten sind:

  • Selbstnutzung: Sie müssen die geförderte Immobilie selbst nutzen. Ein Verkauf Ihres Wohneigentums ist möglich, sie müssen allerdings vom Erlös innerhalb von zwei Jahren vor oder fünf Jahren nach Verkauf in eine neue selbstbewohnte Immobilie erwerben oder einen anderen Riester-Vertrag abschließen.
  • Tilgung bis Renteneintritt: Das Immobiliendarlehen muss bis zu Ihrem Renteneintritt vollständig getilgt sein. Schließlich fördert der Staat Ihre Altersvorsorge, in diesem Fall das mietfreie Wohnen im Rentenalter.
  • Mindestrate für Sparen und Tilgung: Sie müssen mindestens vier Prozent Ihres Bruttoeinkommens in den Riester-Vertrag einzahlen, um die Zulagen in voller Höhe zu erhalten. Die Zulagen dürfen Sie von dieser Summe wiederum abziehen. Bei einem Gehalt von 35.000 Euro im Jahr müssen Sie also mindestens 1.400 Euro im Jahr minus 154 Euro an Zulage aufwenden. Das sind 1.246 Euro.
  • Wenn Sie das Darlehen des Bausparvertrags doch nicht benötigen, können Sie weiter in den Bausparvertrag einzahlen und sich ab Renteneintritt eine monatliche Rente auszahlen lassen. Da Sie für einen Bausparvertrag meist jedoch deutlich niedrigere Zinsen als für einen Banksparplan erhalten, empfehlen wir Ihnen, den Bausparvertrag aufzulösen und das angesparte Guthaben in einen Riester-Banksparplan einzuzahlen. Das lohnt sich langfristig auch dann, wenn Sie eine Wechselgebühr von üblicherweise 50 bis 100 Euro zahlen müssen.

In unseren Berechnungen gehen wir von gleichbleibenden Einkommensverhältnissen, Familiengrößen und Steuersätzen aus. Die Berechnungen sollen vor allem als Anhaltspunkt für die zu erwartenden Entwicklungen dienen und sind als vereinfachte Musterfälle berechnet. Da sie sich auf einen sehr langen Zeitraum beziehen, können auch Gesetzesänderung zu anderen Ergebnissen führen.

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9. Dezember 2014 zum Beitrag
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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Dr. Manuel Kayl

ehemaliger Finanztip-Redakteur (bis August 2016)

Manuel Kayl war bei Finanztip für Geldanlagethemen zuständig. Der promovierte Physiker arbeitete als Anlagestratege und Risikomanager bei der niederländischen Versicherung a.s.r., nachdem er am Genfer Forschungszentrum Cern sowie am Nikhef und der Universität Amsterdam forschte. Er hat am 31. August 2016 Finanztip verlassen.