Rundfunkbeitrag

Etwas weniger Gebühren für Radio und Fernsehen

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Der Rundfunkbeitrag ist am 1. April 2015 von 17,98 Euro auf 17,50 Euro im Monat gesunken. Somit entrichten die Beitragszahler 210 Euro im Jahr an die ehemalige GEZ. Das sind 5,76 Euro weniger als zuvor. Auf diese Weise soll ein Teil der Mehreinnahmen des Jahres 2013 an die Beitragszahler zurückfließen. Zu den Mehreinnahmen kam es durch die Umstellung von der geräteabhängigen GEZ-Gebühr auf eine Haushaltsabgabe zu Beginn des Jahres 2013.

Tipp

Dauerauftrag ändern

Falls Sie die Rundfunkgebühr per Dauerauftrag überweisen, passen Sie den Betrag zum 1. April 2015 an. Sonst müssen Sie das Geld später aufwendig zurückfordern.

Denn seit Januar 2013 zahlen Sie keine GEZ-Gebühr mehr. Seither wird eine andere Abgabe erhoben – der Rundfunkbeitrag. Der Hauptunterschied: Die bisherige GEZ-Gebühr musste nur bezahlen, wer ein Runkfunkgerät besaß. Den neuen Rundfunkbeitrag muss jeder Haushalt entrichten, unabhängig davon, ob tatsächlich ein Fernseher, Radio oder PC vorhanden ist.

Das zählt als Wohnung

Die Wohnung als Anknüpfungspunkt für den Rundfunkbeitrag ist laut Auskunft des Beitragsservices so definiert:

Eine Wohnung ist eine ortsfeste baulich abgeschlossene Einheit, die

  • zum Wohnen oder Schlafen geeignet ist oder genutzt wird,
  • einen eigenen Eingang hat und
  • nicht ausschließlich über eine andere Wohnung begehbar ist.

Beitragspflichtig sind auch Zweit- und Nebenwohnungen sowie privat genutzte Ferienwohnungen. Beitragsfrei sind hingegen Zimmer oder Wohnungen in Gemeinschaftsunterkünften wie Internaten oder Kasernen.

Die Erhebung der Gebühr übernimmt übrigens dieselbe Behörde wie zuvor, nur dass sie einen neuen Namen trägt. Die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) heißt nun „ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice“. Die GEZ-Ermittler, die an der Wohnungstür klingelten, gibt es nicht mehr.

Tipp

Ein Beitrag pro Haushalt

Achten Sie darauf, dass der Rundfunkbeitrag für eine Wohnung nicht doppelt bezahlt wird. Im Haushalt lebende Kinder mit Einkommen, Großeltern sowie WG-Mitbewohner sollten sich gegebenenfalls abmelden. Das entsprechende Formular finden Sie auf der Website des Beitragsservice.

Fernseher, Radio und PC

Wer einen Fernseher besitzt, für den hat sich durch die Gebührenumstellung Anfang 2013 nichts geändert. Er zahlte vorher wie nachher 17,98 Euro im Monat (heute: 17,50 Euro) oder 215,76 Euro im Jahr 2013 und 2014 (heute: 210 Euro). Befand sich nur ein PC oder Radio im Haushalt, dann ist der Beitrag von jährlich 69,12 Euro um mehr als 200 Prozent gestiegen: auf ebenfalls 215,76 Euro in den Jahren 2013 und 2014.

Behinderte zahlen mehr – einige Befreiungen bleiben

Verschlechtert hat sich ebenfalls die Situation für Menschen, die einen Schwerbehindertenausweis mit dem Kennzeichen RF besitzen. Das sind Personen, die aufgrund ihrer Behinderung nicht an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen können, außerdem gehören Sehbehinderte und Hörgeschädigte dazu. Diese Gruppe war bis Ende 2012 von der Rundfunkgebühr befreit. Seither wird für sie ein Drittel des regulären Beitragssatzes fällig: 5,99 Euro im Monat oder jährlich 71,88 Euro in den Jahren 2013 und 2014; ab April 2015 sind es 5,83 Euro im Monat oder 70 Euro im Jahr.

Taubblinde und Empfänger von Blindenhilfe hingegen können sich nach wie vor vollständig von der Abgabe befreien lassen. Ebenfalls befreit sind vollstationäre Bewohner von Pflegeheimen, Bezieher von Grundsicherung im Alter sowie Bafög-, Sozialhilfe- und Hartz-IV-Empfänger.

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Wohngemeinschaften profitieren

Wohngemeinschaften, in denen mehrere Bewohner ein Rundfunkgerät besitzen, profitieren vom Gebührenmodell, das seit 2013 gilt. Musste bislang jeder WG-Bewohner seine Geräte anmelden, so reicht jetzt eine einzige Anmeldung für die ganze Wohnung. Alle anderen Bewohner sollten sich abmelden.

Wenn einer der WG-Bewohner von der Gebühr befreit ist, zum Beispiel weil er Bafög bezieht, dann muss den Rundfunkbeitrag allerdings ein anderer, nicht befreiter Mitbewohner übernehmen. Für Ehepaare und eingetragene Lebensgemeinschaften gilt etwas anderes: Wenn einer der Partner von der Rundfunkgebühr befreit ist, muss auch der andere nicht zahlen.

Ferienhausbesitzer zahlen doppelt

Wer eine Zweitwohnung oder ein Ferienhaus besitzt, zahlt jetzt auch dafür, selbst wenn dort gar kein Fernseher vorhanden ist. Keine Gebühr wird hingegen fällig für Lauben in Schrebergärten, in denen nicht übernachtet werden darf.

Rundfunkgebühren pro Jahr

    GEZ-Gebühr (bis 2012)   Rundfunkbeitrag (2013 bis März 2015)   Rundfunkbeitrag (ab April 2015)
Fernseher   215,76 €   215,76 €   210 €
Radio   69,12 €   215,76 €   210 €
PC   69,12 €   215,76 €   210 €
Kein Rundfunkgerät   0 €   215,76 €   210 €
Zweitwohnung   0 €   215,76 €   210 €
WG mit mehreren Rundfunkgeräten   ab 431,52 €   215,76 €   210 €
Volljähriges Kind, das in der Wohnung der Eltern lebt, einen Fernseher besitzt und Einkommen erzielt   215,76 €   0 €   0 €
Schwerbehinderte mit Kennzeichen RF   0 €   71,88 €   70 €
Taubblinde und Empfänger von Blindenhilfe   0 €   0 €   0 €
Pflegeheimbewohner, Bezieher von Grundsicherung im Alter   0 €   0 €   0 €
Bafög-, Sozialhilfe- und Hartz-IV-Empfänger   0 €   0 €   0 €

Quelle: eigene Berechnung, Beitragsservice (Stand: 1. April 2015)

Wer sich anmelden muss

Achtung

Neue Wohnung anmelden

Im emotionalen Trubel beim Auszug aus der elterlichen Wohnung oder bei einer Trennung mit anschließendem Umzug in eine neue Bleibe sollten Sie nicht vergessen, Ihre neue Wohnung innerhalb eines Monats anzumelden. Andernfalls droht eine Strafzahlung.

Nach der Umstellung auf den Rundfunkbeitrag nicht neu anmelden musste sich, wer vorher schon GEZ-Gebühren gezahlt hatte; die Umstellung geschah automatisch. Ferien- und andere Zweitwohnungen hingegen mussten und müssen separat angemeldet werden.

Wer zuvor keine GEZ-Gebühren bezahlt hatte, obwohl er es hätte tun müssen oder weil er keine Rundfunkgeräte besitzt, musste seine Wohnung anmelden. Andernfalls könnten später Nachforderungen kommen. Mit Nachforderungen für die Zeit vor 2013 ist hingegen nicht zu rechnen.

Wir sich nicht selbst angemeldet hat, wurde angeschrieben, um die Beitragspflicht zu klären. Die Daten dafür kamen von den Einwohnermeldeämtern.

Wer nicht zahlt, obwohl er müsste

Wer die Zahlung verweigert, erhält einen Beitragsbescheid mit einem Säumniszuschlag. Der Säumniszuschlag beträgt ein Prozent der Beitragsschuld, aber mindestens 8 Euro (§ 9 Abs. 2 Satz 1 Nr. 5 Rundfunkbeitragsstaatsvertrag in Verbindung mit § 11 der jeweiligen Satzung der Landesrundfunkanstalten über das Verfahren zur Leistung der Rundfunkbeiträge).

Wie Sie Fälschungen erkennen

Betrüger verschickten Anfang 2013 in Sachsen und Brandenburg gefälschte Zahlungsaufforderungen als Postwurfsendung an Bürger. Die Schreiben waren den tatsächlichen Briefen des Beitragsservice täuschend echt nachempfunden. Erkennbar waren die Fälschungen nur daran:

  • Statt der genauen Anschrift stand im Adressfeld nur: „An alle privaten Haushalte im Beitragsgebiet Deutschland“.
  • In allen Schreiben wurde dieselbe Beitragsnummer verwendet.
  • Die Kriminellen hatten ein anderes Bankkonto angegeben.

Wenn Sie eine Zahlungsaufforderung vom „ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice“ erhalten, prüfen Sie, ob Ihre korrekte Adresse und Beitragsnummer angegeben ist. Im Zweifelsfall rufen Sie beim Beitragsservice an und lassen sich die Echtheit bestätigen (0185 99 95 02 00 für 6,5 Cent aus dem Festnetz, vom Handy teurer). 

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Daniel Pöhler

Finanztip-Experte für Mobilität & Digitales

Daniel Pöhler ist bei Finanztip für Mobilität und digitale Themen verantwortlich. Wie die Telekommunikations-Branche tickt, hat er durch seine Arbeit bei der Fachzeitung Telecom Handel gelernt. Davor sammelte er Erfahrungen bei der Software-Schmiede SAP und beim TV-Hersteller Loewe. Daniel Pöhler hat ein Diplom in Betriebswirtschaft von der Universität Bayreuth.