Bonitätsbewertung

Das verraten die Einschätzungen durch Ratingagenturen

Das sollten Sie wissen

  • Ratings bewerten die Kreditwürdigkeit von Unternehmen und Staaten.
  • Ratings werden meist in Buchstaben angegeben. Die Ratingskala reicht von „AAA“ (sehr hohe Finanzstärke) bis „D“ (zahlungsunfähig).
  • Ratings können sich ständig ändern.
  • Achten Sie auf das Rating der Bank, der Sie Ihr Geld anvertrauen. Das gilt für Tagesgeld-, Festgeld- und auch Girokonten.
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Ratings bewerten die Finanzstärke eines Unternehmens oder eines Staates. Achten Sie auf das Rating Ihrer Bank bei der Auswahl von Tagesgeld-, Festgeld- und Girokonten.

Wenn Sie Entscheidungen über Geldanlagen treffen, spielt die Sicherheit Ihrer Einlagen eine sehr wichtige Rolle. Deshalb sollten Sie vor allem bei Anlageformen wie Tagesgeld oder Festgeld die Bonität der Banken im Blick haben. Auch auf Ihrem Girokonto befinden sich Einlagen, die Sie einem Kreditinstitut anvertrauen. Zwar sind praktisch alle Banken Mitglied in einem Einlagensicherungsfonds. Aber niemand kann mit Sicherheit sagen, dass diese im Ernstfall auch tatsächlich die gesetzlich garantierten Summen ausbezahlen. Während der Bankenkrisen 2008 in Island und 2013 Zypern mussten Sparer beispielsweise lange um ihre Einlagen zittern. Unsere Empfehlung ist daher, Ihr Geld nur bei Banken mit guter Kreditwürdigkeit anzulegen. So halten Sie das Risiko unliebsamer Überraschungen so klein wie möglich.

Ein wichtiger Anhaltspunkt für die Finanzkraft einer Bank sind Ratings. Ein Rating ist eine Einschätzung der Kreditwürdigkeit oder Bonität eines Schuldners. Sie werden von mehreren Agenturen vergeben, von denen Standard & Poor‘s (S&P), Moody’s und Fitch die bekanntesten sind. Zusammen haben die großen drei Ratingagenturen einen Marktanteil von ungefähr 95 Prozent. In unseren Ratgebern empfehlen wir Banken nur dann, wenn die Bonitätseinschätzung aller drei Ratingagenturen unseren Anforderungen entspricht. Eine Ausnahme machen wir , wenn das Rating „A“ oder besser ist. Dann genügt die Note einer Agentur.

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Ratingagenturen legen aus Haftungsgründen Wert darauf, dass Ratings nur ihre Meinung über die Bonität des Schuldners darstellen und keine Fakten widerspiegeln oder gar Anlageempfehlungen sind. Eine weitere Eigenschaft von Ratings ist, dass sie sich meist erst ändern, nachdem sich die Lage verändert hat. So hatte beispielsweise die US-Investment Bank Lehman Brothers noch drei Tage vor ihrer Pleite im September 2008 mit der Note „A“ ein solides Rating.

Wir benutzen Ratings deshalb lediglich als Ausschlusskriterium: Erfüllt ein Anbieter unsere Ratinganforderungen, rechtfertig das allein noch keine Empfehlung. Erfüllt die Bank unsere Anforderungen allerdings nicht, geben wir keine Empfehlung für den Anbieter ab.

Jede Ratingagentur hat ihre eigene Vorgehensweise bei der Erstellung ihrer Bewertungen. Generell liegen den Ratings sowohl weiche als harte Kriterien zugrunde. Einerseits müssen die Institute ausführlich Auskunft über ihre wirtschaftliche Situation geben, die anschließend in komplizierten Rechenmodellen von den Ratingagenturen analysiert werden. Andererseits werden in Gesprächen mit dem Management wichtige Merkmale wie die Unternehmensstrategie oder die Organisation entscheidender Prozesse erörtert, was ebenfalls in die Bewertung einfließt. Zusätzlich können Ratings auch von externen Faktoren abhängen. Beispielsweise können Banken meist kein besseres Rating als ihr Heimatstaat haben. Das liegt an der engen Verflechtung zwischen Bankwesen und Staatshaushalt.

Diese Ratings gibt es

Ratingagenturen bewerten sowohl Firmen als auch Staaten. Sie unterscheiden dabei zwischen Langzeit- und Kurzzeitratings. Wir beschränken uns in unseren Analysen auf die geläufigeren Langzeitratings. Diese Bewertungen werden in Form von Codes gegeben, wobei die Note „AAA“ beziehungsweise „Aaa“ (Moody’s) die beste und „D“ die schlechteste Bewertung ist.

Allgemein werden Ratings in zwei Kategorien unterteilt: Als investitionswürdig (auf Englisch: „investment grade“) gelten alle Ratings bis „BBB“ beziehungsweise „Baa“ (Moody’s). Bei niedrigeren Bewertungen spricht man von spekulativen Anlagen. Wir empfehlen Ihnen nur Banken, die bei allen drei großen Ratingagenturen als investitionswürdig gelten. In der nachfolgenden Tabelle finden Sie eine Übersicht über die Bewertungen der drei großen Agenturen:

Als zusätzliche Abstufung kann jede Note noch mit einem „+“ oder einem „-“ versehen werden (S&P, Fitch) beziehungsweise mit den Zusätzen „1“, „2“ oder „3“ (Moody’s). Beispielsweise wäre eine Bewertung von „BBB-„ (bei Moody’s „Baa3“) gerade noch investitionswürdig, die darunter liegende Note „BB+“ (bei Moody’s „Ba1“) jedoch nicht mehr.

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Upgrades und Downgrades - so ändern sich Ratings

Ratings können sich ändern, wenn sich Veränderungen in den Bausteinen des zugrunde liegenden Bewertungsmodells ergeben. Herabstufungen werden auch als „Downgrade“ bezeichnet, Heraufstufungen als „Upgrade“.

Eine Änderung des Ratings kann viele Gründe haben. Die Ursachen können entweder spezifisch mit dem Institut zu tun haben oder allgemeine Veränderungen der wirtschaftlichen Lage widerspiegeln. Seit Ausbruch der Eurokrise 2011 haben die großen Ratingagenturen beispielsweise in mehreren Wellen die Bewertungen von Banken kollektiv herabgestuft. Ein weiteres Beispiel lieferte die Agentur Moody’s, die im Mai 2013 eine Reihe türkische Banken heraufgestuft hat, nachdem sie das vorher auch mit dem Rating der Türkei getan hatte.

Mehr dazu im Ratgeber Tagesgeld

Dirk Eilinghoff
von Finanztip,
Experte für Geldanlage

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Artikel verfasst von

Dr. Manuel Kayl

ehemaliger Finanztip-Redakteur (bis August 2016)

Manuel Kayl war bei Finanztip für Geldanlagethemen zuständig. Der promovierte Physiker arbeitete als Anlagestratege und Risikomanager bei der niederländischen Versicherung a.s.r., nachdem er am Genfer Forschungszentrum Cern sowie am Nikhef und der Universität Amsterdam forschte. Er hat am 31. August 2016 Finanztip verlassen.