Anlage SO zur Steuererklärung 2012

  • Zuletzt aktualisiert: 13. Dezember 2012
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Steuerformular Anlage SO - Sonstige Einkünfte zum Download / Ausfüllen für die Steuererklärung 2012 an das Finanzamt (Veranlagung):

Anlage SO oder alternativ Download der Anlage SO. Die Anlage SO ist zur Steuererklärung beim Finanzamt einzureichen, wenn so genannte sonstige Einkünfte (z.B. Unterhaltsleistungen, Abgeordnetenbezüge und vor allem Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften) vorliegen.

Die Anlage (Erklärungsvordruck) ist auch über die Startseite der Blättern im Steuerformular wird hier nicht eingegangen. Stattdessen werden nachstehend Informationen und kurze Hinweise zum Ausfüllen des Formulars zur Steuererklärung gegeben.

Wiederkehrende Bezüge

Der Steuervordruck erwartet die Angabe von wiederkehrenden Bezüge, die nicht in der Anlage R zu berücksichtigen sind (z. B. Zeitrenten). Dazu gehören auch wiederkehrende Bezüge im Zusammenhang mit Vermögensübertragungen oder Leistungen aufgrund eines schuldrechtlichen Versorgungsausgleichs. Weiteres Beispiel: Schadensersatzrente für den Verlust von Unterhaltsansprüchen.

Unterhaltsleistungen an geschiedenen Ehegatten

Beispiel: Der geschiedene Ehepartner erhält Unterhaltszahlungen vom Ex-Partner. Diese Unterhaltszahlungen sind zu versteuern, wenn der Zahlungsempfänger zugestimmt hat, dass der Ex-Partner die Unterhaltsleistungen nach § 10 Abs. 1 Nr. 1 EStG im Rahmen des Realsplittings als Sonderausgaben abziehen kann. Unterhaltsleistungen vom geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehegatten sind als sonstige Einkünfte zu versteuern, soweit dieser die Unterhaltsleistungen mit der Zustimmung des Unterhaltsempfängers als Sonderausgaben in seiner Steuererklärung absetzen kann. Siehe hierzu Anlage U und die Erläuterungen.

Grund: Insoweit entstehen nach dem Korrespondenzprinzip steuerpflichtige Einkünfte in gleicher Höhe (Realsplitting - Unterhalt an Ex-Partner>.

Einnahmen aus sonstigen Leistungen

Zu den Einkünften aus sonstigen Leistungen gehören zum Beispiel Einkünfte aus gelegentlichen Vermittlungen und Einkünfte aus der Vermietung beweglicher Gegenstände. Beispiel: Der eigene Motorsegler wird im Sommer ab und zu "verchartert". Hingegen ist andererseits ein Lottogewinn kein Fall für die Einkommensteuer, weil keine Leistung um des Entgeltes wegen erbracht wurde. Dafür sind beim Lottospielen andere Aspekte zu beachten.

Der Steuervordruck SO ist auch auszufüllen, wenn ein so genannter Spekulationsgewinn im Sinne des § 23 EStG vorliegt. Es handelt sich dabei um Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften. Berücksichtigen Sie die Gesetzesänderungen bei der Einkommensteuer. Beispiel: "Private Verluste bei einer Veräußerung von Gegenständen des täglichen Gebrauchs" im Artikel Autoverkauf mit Verlust und der Artikel zur Einkommensteuer bei Goldgeschäften. Private Veräußerungsgeschäfte sind

  • Veräußerungsgeschäfte bei Grundstücken, Gebäuden und und grundstücksgleichen Rechten, bei denen der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als zehn Jahre beträgt
  • Veräußerungsgeschäfte bei anderen Wirtschaftsgütern, bei denen der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als ein Jahr beträgt (Zeilen 41 bis 50). Dies gilt bei Wertpapieren nur für Anschaffungen vor dem 01. 01.2009, denn seit diesem Zeitpunkt gilt die Abgeltungsteuer auf Wertpapiere.
  • Die Veräußerung von Gegenständen des täglichen Gebrauchs (Kleidung, Haushaltsgegenstände (Besteck), Auto) unterliegt nicht der Einkommensteuer. Mit dieser Regelung kann zum Beispiel ein Verlust von Jahreswagen nicht angesetzt werden. Aber auch ein Gewinn bei Jahreswagen bleibt unbesteuert.


Es bleibt daher - trotz Abgeltungsteuer - bei folgender Regelung:

  • Beim Verkauf einer Immobilie im Privatvermögen bleibt ein Veräußerungsgewinn wie bisher steuerfrei, wenn die Immobilie im Zeitraum zwischen Anschaffung (oder Fertigstellung) und Verkauf ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken oder im Jahr der Veräußerung und in den beiden vorangegangenen Jahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurde.
  • Wurde die Immobilie nicht - in den letzten Jahren vor dem Verkauf - zu eigenen Wohnzwecken genutzt, so ist ein Veräußerungsgewinn nur dann als "sonstige Einkünfte" normal zu besteuern, wenn der Zeitraum zwischen Anschaffung und Verkauf geringer als zehn Jahre ist ("Spekulationsgewinn" = Gewinn aus privatem Veräußerungsgeschäft i.S. des § 23 EStG).
  • Goldmünzen und Goldbarren: Die Kapitalanlage in Goldmünzen und Goldbarren führt nicht zu Kapitalerträgen. Folglich kann auch beim Verkauf keine Abgeltungsteuer anfallen. Der Verkauf von Geldmünzen und Edelmetallbarren ist ein privates Veräußerungsgeschäft. Daher kann der Gewinn aus diesem privatem Veräußerungsgeschäft i.S. des § 23 EStG als sonstige Einkünfte zu besteuern sein, wenn die "Spekulationsfrist" von einem Jahr unterschritten ist.
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Hermann-Josef Tenhagen

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