ESt 1A - Mantelbogen zur Steuererklärung 2012

  • Zuletzt aktualisiert: 13. Dezember 2012

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Steuerformular Mantelbogen - Hauptvordruck Einkommensteuererklärung:

Download / Ausfüllen für Steuererklärung an Finanzamt (Veranlagung):

Einkommensteuer-Mantelbogen ESt 1A oder alternativ Hauptvordruck / Mantelbogen oder zur Startseite der Steuerformulare Einkommensteuer, wo Sie auch Steuervordrucke der Vorjahre finden. Klicken Sie im interaktiven Steuerformular für weitere (amtliche) Informationen und Hinweise auf den Button "Anleitung". Download der Anleitung zum korrekten Ausfüllen des Steuerformulars.

Ausfüllen und Anleitung zum Mantelbogen

Der Mantelbogen ist das Herz der Einkommen-Steuererklärung. Unbeschränkt Steuerpflichtige, die zur Einkommensteuer veranlagt werden, müssen dieses Formular zur Einkommensteuererklärung beim Finanzamt einreichen. Im Mantelbogen ist anzukreuzen, welche Anlagen der Steuererklärung beigefügt wurden. So kann das Finanzamt die Vollständigkeit besser prüfen. Die Abgabe der Steuererklärung kann auch elektronisch über Elsteronline.de bzw. aus einem hierfür vorgesehenen Steuererklärungsprogramm mit Elster-Schnittstelle erfolgen.

Die zu machenden Angaben sind sehr umfassend. Hilfreich bei der Erstellung der persönlichen Steuererklärung sind Steuererklärungsprogramme, Bücher zur Steuererklärung, die vielen Finanztipp-Artikel und natürlich der Download der Anleitung zur Einkommensteuererklärung über den Formularkatalog Steuerformulare von der Finanzbehörde. Sehr viele Finanztipp-Artikel erläutern im Detail die Besonderheiten und damit auch typische Fragen zur Steuererklärung.

Der Mantelbogen ist im wesentlichen wie folgt strukturiert. Zunächst werden die persönlichen Angaben des Steuerpflichtigen erfragt. Nicht unwichtig ist auch die richtige Bankverbindung, wie das Urteil vom 15.11.2011 - 11 K 2203/10 AO - des Finanzgerichtes Münster zeigt. Danach stellt die Angabe der Kontonummer in der Steuererklärung eine wirksame Zahlungsanweisung dar und die geschiedene Ehefrau muss nach dem Urteil eine auf ihr Bankkonto überwiesene Steuererstattung des Ex-Ehemanns nicht zurückzahlen. Anschließend sind die beigefügten Anlagen zur ESt-Erklärung "anzukreuzen".

Für Altersvorsorgeaufwendungen ist die entsprechende Anlage Vorsorgeaufwand bzw. Anlage AV auszufüllen. Im Mantelbogen sind dann die übrigen Sonderausgaben einzutragen

. Hinweise zur Absetzbarkeit der einzelnen Sonderausgaben finden Sie in der amtlichen Anleitung zum Mantelbogen, über die Finanztipp-Textsuche oder auf ausgewählten Websites. Hier als Beispiele zu Sonderausgaben: Kosten der Ausbildung oder in der Checkliste zu Sonderausgaben, Informationen zu Spenden als Sonderausgaben oder zu Unterhaltszahlungen steueroptimal geltend machen. Bei Spenden verlangt das Finanzamt regelmäßig einen Zahlungsnachweis bzw. eine Spendenbescheinigung. Manchmal reicht bei Kleinspenden bis ca. 100 bis 200 Euro auch eine Aufstellung über die Spendenempfänger.

Es folgt dann der umfangreiche Teil zu außergewöhnlichen Belastungen in der Steuererklärung. Für bestimmte Ausgaben (Behinderung, persönliche Pflegeleistungen) sind zum Teil Pauschalbeträge vorgesehen. Die anderen außergewöhnlichen Belastungen (z.B. Krankheitskosten) sind steuerlich nur wirksam, soweit sie die so genannte zumutbare Eigenbelastung übersteigen. In vielen Fällen macht daher die ggf. mühsame Zusammenstellung der Kosten keinen Sinn.

Interessanter sind für die meisten Steuerzahler die Steuerermäßigungen. Hierzu zählen insbesondere Haushaltsnahe Dienstleistungen und Arbeitslohn von Handwerkerleistungen. Die Steuerermäßigungen wegen Belastung mit Erbschaftsteuer wird hingegen nur für wenige Steuerzahler relevant sein.

Die Vereinfachte Einkommensteuererklärung für Arbeitnehmer kommt in Betracht, wenn Sie nur Arbeitslohn (einschließlich Versorgungsbezüge) und ggf. bestimmte Lohnersatzleistungen / Entgeltersatzleistungen (z. B. Arbeitslosengeld, Elterngeld, Mutterschaftsgeld, etc.) im Inland bezogen haben und Sie nur die im Vordruck bezeichneten Werbungskosten, Sonderausgaben, außergewöhnlichen Belastungen und Steuermäßigungen geltend machen. Ehegatten können die vereinfachte Steuererklärung nur dann verwenden, wenn sie die Zusammenveranlagung wählen. 

Arbeitnehmer und Einkommensteuerveranlagung

Arbeitnehmer sind nur in bestimmten Fällen zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet. Beispiel: Die positive Summe der Einkünfte, von denen keine Lohnsteuer einbehalten worden ist, beträgt mehr als 410 Euro oder wenn ein Arbeitnehmer von mehreren Arbeitgebern gleichzeitig Arbeitslohn bezogen hat. Weitere Details zur Erklärungspflicht sind in der Anleitung zur Einkommensteuererklärung aufgelistet.

Wann eine Veranlagung gewählt werden sollte:
Auch wenn keine Pflicht zur Einkommensteuerveranlagung bestehen sollte, kann sich ein Antrag auf Einkommensteuerveranlagung in vielen Fällen lohnen. Solche Fälle liegen vor,

  • wenn Sie nicht ununterbrochen in einem Dienstverhältnis gestanden haben;
  • wenn die Höhe Ihres Arbeitslohns im Laufe des Jahres geschwankt und Ihr Arbeitgeber keinen Lohnsteuer-Jahresausgleich durchgeführt hat;
  • wenn sich Ihre Steuerklasse oder die Zahl der Kinderfreibeträge im Laufe des Jahres zu Ihren Gunsten geändert hat und dies noch nicht bei einem Lohnsteuer-Jahresausgleich durch Ihren Arbeitgeber berücksichtigt worden ist;
  • wenn Ihnen Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen entstanden sind, für die kein Freibetrag auf Ihrer Lohnsteuerkarte eingetragen worden ist;
  • wenn Sie oder Ihr Ehegatte im Ausland wohnen, Ihre Einkünfte nahezu ausschließlich der deutschen Einkommensteuer unterliegen und Sie bisher keine familienbezogenen Steuervergünstigungen in Anspruch genommen haben;
  • wenn negative Einkünfte aus anderen Einkunftsarten berücksichtigt werden sollen;
  • wenn Verlustabzüge aus anderen Jahren berücksichtigt werden sollen;
  • wenn beide Ehegatten für das Jahr der Eheschließung die besondere Veranlagung (letztmalig für das Jahr 2012) beantragen;
  • wenn einbehaltene Kapitalertragsteuer (einschließlich Zinsabschlag) angerechnet und ggf. erstattet werden soll (Anlage KAP).


Änderungen in der Steuererklärung für Ehegatten
Ehepaare können in der Regel zwischen verschiedenen Veranlagungsarten wählen. Ab dem Jahr 2013 werden die bisherigen 7 Veranlagungsmöglichkeiten auf nunmehr nur noch 4 Veranlagungs-Varianten reduziert. Ab dem Jahr 2013 gibt es nur noch 4 Veranlagungsarten (Einzelveranlagung mit Grund-Tarif, Witwen-Splitting, Sonder-Splitting im Trennungsjahr, Zusammenveranlagung mit Ehegatten-Splitting). Unter anderem ist daher die getrennte Veranlagung entfallen. Eine besondere Veranlagung oder getrennte Veranlagung von Ehepartnern ist mit Wirkung für den Veranlagungszeitraum 2013 nicht mehr möglich. Es kann bei Ehegatten nur noch zwischen einer Einzel- und einer Zusammenveranlagung gewählt werden.

Tipp: Nutzen Sie in der Anleitung zur Einkommensteuererklärung über den Formularkatalog Steuerformulare auf der letzten Seite bei Bedarf auch das Stichwortverzeichnis. So finden Sie sich im Zweifel etwas besser zurecht und Sie können das Stichwort auch für die Suche nach Steuerinformationen gezielt einsetzen. Beispiel: Suche im Web nach Ausbildungskosten in der Suchmaschine "Steuern".

Zitate: "Erst beim Abfassen der Steuererklärung kommt man dahinter, wieviel Geld man sparen würde, wenn man gar keines hätte". <Zitat des frz. Schauspielers Fernandel> oder "Die Einkommensteuer ist ein funktionales Äquivalent zur sozialistischen Enteignung, mit dem bemerkenswerten Vorzug, dass sich die Prozedur Jahr für Jahr wiederholen lässt". <Peter Sloterdijk>

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Hermann-Josef Tenhagen

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