Die finanzielle Unterstützung pflegebedürftiger Eltern

  • Zuletzt aktualisiert: 13. Dezember 2012

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Die finanzielle Unterstützung pflegebedürftiger Eltern ist eine moralische Verpflichtung, die für viele Familien eine erhebliche Belastung darstellt. Da liegt es natürlich nahe, diese Kosten als außergewöhnliche Belastung bei der Einkommensteuer abzusetzen. Leider wird viel zu oft der Steuerabzug für diese Unterstützungszahlungen mit der falschen Begründung beantragt, so dass die Finanzämter die Steuervergünstigung von vorne herein ablehnen.

Für Unterstützungszahlungen an Angehörige sieht das EStG die Steuervergünstigung nach § 33a EStG bis zu einem Höchstbetrag vor (so genannte Unterstützung bedürftiger Angehöriger). Doch dabei ergibt sich folgendes Problem: Sobald der Angehörige, der unterstützt wird, eigene Einkünfte und Bezüge von mehr als 624 Euro pro Jahr hat, ermäßigt sich der Höchstbetrag entsprechend - und entfällt schließlich vollständig.

Gleichzeitig ist der Begriff der "eigenen Einkünfte und Bezüge" sehr weitgehend: Darunter fallen auch Einkommensteile, die ansonsten steuerfrei bleiben würden, z.B. der Kapitalanteil von Renten (auch aus der gesetzlichen Rentenversicherung), Unterhaltsbeiträge des Sozialamtes oder der steuerfreie Anteil der Versorgungsbezüge. In den meisten Fällen bleibt daher diese steuerliche Abzugsmöglichkeit wirkungslos.

Sobald Angehörige jedoch einen finanziellen Zuschuss zu Pflegeaufwendungen leisten, sieht die Sache anders aus. Grund: Solche Pflegeleistungen sind nach § 33 EStG begünstigt, für die es nicht auf die eigenen Einkünfte und Bezüge des Pflegebedürftigen ankommt. Wichtig ist also, dass Sie für solche Unterstützungszahlungen für Pflegekosten von Angehörigen nicht die Steuervergünstigung nach § 33a EStG, sondern die nach § 33 Abs.1 EStG beantragen.

Allerdings ist der Steuerabzug auch nicht völlig unbegrenzt: Abzugsfähig bleibt nur der unbedingt notwendige Zuschussbetrag, der nach Einsatz der eigenen Mittel des Pflegebedürftigen noch bei den Angehörigen verbleibt. Andererseits wird dem Pflegebedürftigen aber auch ein bestimmter Betrag für den "zusätzlichen persönlichen Bedarf" - also eine Art Taschengeld - zugebilligt. Dieses Taschengeld ist für steuerliche Zwecke allerdings begrenzt.

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Hermann-Josef Tenhagen

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