Strom sparen

Mit diesen Tipps senken Sie Ihre Stromrechnung um 150 Euro

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit unseren Stromspartipps können Sie Ihre laufenden Stromkosten um rund 150 Euro im Jahr senken.
  • Weitere Ersparnisse sind möglich, wenn Sie einen günstigeren Stromtarif abschließen. Wir empfehlen dafür unseren Strom-Tarifrechner.
  • Wollen Sie einen neuen Kühlschrank oder Herd anschaffen, orientieren Sie sich an den Energielabeln, die alle großen Geräte tragen müssen.

So gehen Sie vor

  • Identifizieren Sie die Stromfresser in Ihrem Haushalt. Unsere Tabelle hilft Ihnen dabei. Besser noch: Messen Sie mit einem Strommessgerät selbst nach.
  • Unsere Stromspar-Tipps: ältere Fernseher komplett abschalten, Föhn auf niedrige Stufe einstellen, Wäscheleine nutzen statt Trockner, Kühltruhe oder Gefrierfach abtauen, alte Glühbirnen austauschen, nicht mit Strom heizen, kleine Boiler abschalten und den Backofen nicht vorheizen.
  • Wenn Sie noch nie den Stromanbieter gewechselt haben, sollten Sie das so schnell wie möglich tun.
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Rund 1.500 Euro stehen auf der Stromrechnung einer vierköpfigen Familie, wenn der Verbrauch 5.000 Kilowattstunden im Jahr beträgt. Pro Kilowattstunde zahlt ein Haushalt in Deutschland im Schnitt rund 30 Cent.

Die Summe macht deutlich: Wer auf seinen Stromkonsum achtet, kann leicht sparen. Ein Haushalt kann seinen Stromverbrauch ohne großen Aufwand um 10 Prozent und mehr senken. Im eingangs genannten Beispiel beträgt die Ersparnis damit mindestens 150 Euro.

Stromverbrauch einzelner Geräte gemessen

Wichtig beim Stromsparen ist zu wissen, welches Gerät besonders viel elektrische Energie benötigt. Dazu haben wir in einem Münchner Haushalt selbst nachgemessen. Alle Angaben hat unser Tester in Watt festgehalten.

Auch wenn das Momentaufnahmen sind, können Sie erkennen, wie viel Strom ein Gerät verbraucht. Ein Beispiel: Ein Staubsauger mit 1.000 Watt benötigt in einer Stunde 1.000 Wattstunden, also eine Kilowattstunde. Bei einem Strompreis von 30 Cent je Kilowattstunde kostet eine Stunde staubsaugen demnach 30 Cent.

Durch die Tabelle erhalten Sie einen ersten Eindruck davon, welche Stromfresser es in Ihrem Haushalt geben könnte und welche Geräte harmlos sind, was den Energiehunger angeht.

Stromverbrauch verschiedener Geräte bei einer Stunde Betrieb

Raum   Gerät   Betriebsmodus   Verbrauch (in Wattstunden)¹
Wohnzimmer   neuer Flachbild-Fernseher, 127 cm (50 Zoll)   Stand-by   < 1
        eingeschaltet, volle Helligkeit   85
        mittlere Helligkeit   50
        1/4 Helligkeit   35
    älterer Flachbild-Fernseher, 81 cm (32 Zoll)   Stand-by   15
        eingeschaltet, mittlere Helligkeit   100
    Blu-ray-Player   Stand-by   < 1
        Wiedergabe   14
    Spielkonsole   Stand-by   < 1
        in Betrieb   31
    Stehlampe   an   28
    Internetradio   Stand-by   2
        Zimmerlautstärke   3
    Aquarium, 60 Liter   Licht und Filter an   14
        Licht und Filter an sowie Heizphase   68
Badezimmer   Föhn   heiß   1.800
        warm   1.260
        leicht warm   478
    elektrische Zahnbürste   lädt auf   < 1
Küche   Kaffeepadmaschine   heizt auf   1.400
    Kühlschrank   Aggregat läuft   77
Flur   W-Lan-Router   in Betrieb   7
    Handyladegerät   kein Gerät angeschlossen   < 1
        Handy lädt auf   4

¹ Die Angabe gilt für den Fall, dass das Gerät eine Stunde lang betrieben wird.
Quelle: Finanztip-Messungen im Juni 2014

Die größten Stromfresser in unserem Test-Haushalt sind der Fön und die Kaffeepadmaschine. Erwärmen Geräte Wasser oder Luft, ist dies stets sehr energieintensiv. Soll sich der Stromverbrauch in Grenzen halten, sollten die Maschinen nur kurze Zeit und nur wenige Male pro Woche laufen. Der hohe Stand-by-Verbrauch des alten Fernsehers lässt den Stromzähler dagegen stetig rotieren.

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Energie sparen bei Haushaltsgeräten

In vielen Haushalten erleichtern zahlreiche Elektrogeräte den Alltag. Das hat allerdings seinen Preis. Wir haben daher eine Reihe an Tipps zusammengestellt, mit denen Sie Ihren Verbrauch ganz leicht senken können. Allein mit den ersten drei Tipps können Sie bis zu 150 Euro im Jahr sparen.

Wäscheleine statt Trockner
Vor allem im Sommer können Sie sich den Trockner sparen und Ihre Wäsche stattdessen auf der Leine aufhängen – im Garten, auf dem Balkon oder einfach in der Wohnung. Damit reduzieren Sie Ihre Kosten je nach Trockner um bis zu einem Euro pro Wäsche. Falls Sie zweimal pro Woche waschen, können Sie damit Ihre Stromrechnung möglicherweise um 100 Euro und mehr senken.

Wenn Sie nicht auf den Trockner verzichten wollen, achten Sie darauf, die Waschmaschine auf eine hohe Drehzahl beim Schleudern einzustellen. Dadurch verbraucht sie zwar etwas mehr Strom. Aber der Trockner muss danach weniger leisten und benötigt erheblich weniger Energie.

Alten Fernseher komplett abschalten
Ein neuer Fernseher verbraucht deutlich weniger Strom als ein altes TV-Gerät. Das heißt nicht, dass Sie Ihren funktionierenden Fernseher einfach wegwerfen und gegen ein neues Modell austauschen sollen. Prüfen Sie aber in jedem Fall die Helligkeitseinstellung und schrauben Sie sie gegebenenfalls herunter.

Wegen des Stand-by-Verbrauchs kann es sich außerdem lohnen, einen älteren Fernseher über die Taste am Gerät oder mit einer schaltbaren Steckdosenleiste komplett auszuschalten. Andernfalls entstünden jährliche Kosten von bis zu 30 Euro – nur für den Bereitschaftsmodus!

Beim von uns getesteten brandneuen TV bringt es hingegen kaum etwas, ihn jedesmal vom Netz zu nehmen. Hier brauchen Sie auf den Komfort des Stand-by-Modus nicht zu verzichten und können das Gerät ruhig über die Fernbedienung ausschalten.

Föhn auf niedrige Stufe einstellen
Stellen Sie Ihren Föhn auf eine niedrige oder mittlere Wärmeeinstellung. Angenommen, Sie föhnen sich täglich zehn Minuten, dann sparen Sie mit dem Tipp rund 20 Euro im Jahr. Angenehmer Nebeneffekt: Sie schonen Ihr Haar, das sonst durch heiße Luft angegriffen würde.

Kühltruhe oder Gefrierfach abtauen
Einfacher kann man kaum Geld sparen: Tauen Sie Ihre Kühltruhe oder das Gefrierfach ab, wenn sich eine Frostschicht gebildet hat. Danach kühlt das Gerät wieder effizienter – und spart so Strom.

Wasser- und Eierkocher nutzen
Wenn Sie eine ältere Herdplatte besitzen: Erhitzen Sie Nudelwasser und Co. im Wasserkocher und gießen Sie es danach in den Topf. Um Frühstückseier zuzubereiten, nehmen Sie am besten einen Eierkocher. Er benötigt weniger Strom als ein Herd.

Energiespar-Tipps für Haus und Wohnung

Vor allem, wenn Ihre Wohnung oder Ihr Haus älteren Baujahrs ist, bietet es wahrscheinlich viel Sparpotenzial. Aber auch in einem neueren Gebäude lässt sich der Stromverbrauch senken. Die folgende Liste zeigt vier einfache und effektive Möglichkeiten.

Glühbirnen austauschen
Falls Sie noch alte Glühbirnen besitzen, ersetzen Sie sie durch Energiesparlampen (Fachbegriff: Kompaktleuchtstoffröhren) oder LED-Beleuchtung. Vergessen Sie das Märchen vom gefährlichen Quecksilber in den sparsamen Leuchten: Die enthaltene Menge ist so gering, dass Ihre Gesundheit nicht ernsthaft in Gefahr ist, falls mal eine Birne zu Bruch geht. Wir raten jedoch, vorsichtshalber die Wohnung anschließend zu lüften.

Was allerdings stimmt: Energiesparlampen brauchen nach dem Einschalten eine Weile, bis sie ihre volle Leuchtkraft erreichen. LEDs hingegen leuchten sofort hell. Außerdem sind sie sehr langlebig.

Sowohl Energiesparlampen als auch LED-Leuchtmittel sind übrigens in verschiedenen Lichtfarben und Strahlungsstärken erhältlich. Wenn Sie gemütliches warmes Licht wünschen, achten Sie darauf, dass auf der Packung ein Wert von unter 3.300 Kelvin steht. Für weißes Licht, das dem Tageslicht der Sonne entspricht, sollte der Wert deutlich darüber liegen. Die Stärke der Strahlung – also wie hell die Lampe leuchtet – drückt die Einheit Lumen aus. Je höher der Wert, desto stärker können Sie einen Raum erhellen.

Nicht mit Strom heizen
Benutzen Sie keinen Heizlüfter, um die Wohnung schnell ein paar Grad zu erwärmen. „Richtige“ Stromheizungen sind erst recht Energieverschwender. So können sich die Stromkosten in einem Haus mit Nachtspeicherheizung auf mehrere Hundert Euro im Monat summieren. Sofern es keine andere Möglichkeit gibt als mit Strom zu heizen, wählen Sie einen günstigen Nachtstrom-Tarif.

Kleine Boiler abschalten
Haben Sie einen kleinen Warmwasserspeicher unter Ihrem Waschbecken im Badezimmer? Dann überlegen Sie, ob es okay für Sie wäre, sich mit kaltem Wasser die Hände zu waschen und die Zähne zu putzen. Kleine Boiler und Durchlauferhitzer sind Stromfresser, da ihre Dämmung oft schlecht ist.

Backofen nicht vorheizen
Auf der Packung von fast jedem Fertiggericht steht, man solle den Backofen vorheizen, bevor man die Mahlzeit hineinschiebt. Das empfehlen die Kühlwarenhersteller jedoch meist nur, um eine genaue Zubereitungszeit angeben zu können. Sie brauchen den Ofen in der Regel nicht vorzuheizen. Das kostet nur unnötig Strom und macht das Essen nicht leckerer.

Bei Neukauf auf Energielabel achten

Mit einem Schlag lässt sich der Stromverbrauch stark reduzieren, wenn Sie einen älteren Kühlschrank, eine ältere Gefriertruhe oder eine ältere Waschmaschine ersetzen. Neue Geräte weisen einen geringeren Verbrauch auf als Geräte von vor wenigen Jahren. Wie hoch der Verbrauch von Weißware und Fernsehern sein soll, muss auf einem Etikett stehen. Am sparsamsten arbeiten dabei die Geräte mit dem Effizienzlabel A+++. Dahinter kommen A++ und A+. Die Einteilung erstreckt sich bei den meisten Geräten weiter bis D.

Bei Kühl- und Gefrierschränken reicht die Skala aber heute praktisch nur noch von A+ bis A+++. Schlechtere Geräte sind kaum mehr im Handel zu finden. Aber auch innerhalb dieser A-Klassen gibt es Unterschiede. Wie groß sie sein können, steht in Übersichten vom Öko-Institut auf der Seite ecotopten.de. Bei Kühlschränken reichen die Verbräuche in der Klasse A+++ von 63 bis 128 Kilowattstunden pro Jahr. Die sparsamsten Waschmaschinen benötigen bei 220 Waschgängen pro Jahr weniger als 100 Kilowattstunden im Jahr und die gefräßigsten der gleichen Effizienzklasse fast 200 Kilowattstunden. 

Um den Labeln wieder mehr Signalkraft zu verleihen, hat das Europäische Parlament 2017 eine Beschränkung der Skala beschlossen. Die Plus-Klassen werden ab Ende 2019 wegfallen und nur noch Label von A bis G verfügbar sein. 

Kritik an Energie-Labeln
Vier Umweltverbände haben im Juni 2017 eine Studie veröffentlicht und Kritik an den Effizienzlabeln geübt: Die Tests zur Ermittlung des Stromverbrauchs entsprächen teilweise nicht dem realen Nutzungsverhalten in einem Haushalt. So messen die Hersteller den Strombedarf eines Kühlschranks, ohne diesen auch nur einmal zu öffnen und Lebensmittel hineinzustellen. Geschirrspüler liefen nur in sehr effizienten Programmen, die die Kunden aber eher selten nutzten. Darüber hinaus könne sich der Stromverbrauch beispielsweise von Fernsehern nach einem Software-Update erhöhen.

Der Ablauf der Tests ist in Normen festgeschrieben, die sich die Elektrobranche selbst gibt. Die Umweltverbände haben eigene Tests durchgeführt, die das Nutzungsverhalten im Haushalt besser nachbilden sollen.

Mehr dazu im Ratgeber Stromanbieterwechsel

Finanztip-Redaktion

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Daniel Pöhler

Finanztip-Experte für Mobilität & Digitales

Daniel Pöhler ist bei Finanztip für Mobilität und digitale Themen verantwortlich. Wie die Telekommunikations-Branche tickt, hat er durch seine Arbeit bei der Fachzeitung Telecom Handel gelernt. Davor sammelte er Erfahrungen bei der Software-Schmiede SAP und beim TV-Hersteller Loewe. Daniel Pöhler hat ein Diplom in Betriebswirtschaft von der Universität Bayreuth.

Ines Rutschmann

Finanztip-Expertin für Energie

Als Expertin für Energie widmet sich Ines Rutschmann allen Fragen, die sich Verbrauchern rund um Strom und Heizen stellen. Über den Strommarkt berichtete sie erstmals 2005 für die Leipziger Volkszeitung, wo sie auch ihre journalistische Grundausbildung absolvierte. Danach war sie unter anderem für den Deutschlandfunk und das Solarstrom-Magazin Photon tätig. Ines Rutschmann ist Diplom-Ingenieurin (FH) und hat einen Abschluss als Master of Science in Energiemanagement.