Stromvergleich

Mit dem Finanztip-Stromrechner einen günstigen Stromtarif finden

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Wechsel des Stromanbieters lohnt sich für fast jeden Haushalt.
  • Mit Tarifrechnern im Internet finden Verbraucher den günstigsten Stromanbieter – wenn sie die Portale richtig einstellen.
  • Finanztip hat einen eigenen, verbraucherfreundlichen Stromrechner entwickelt. Er basiert auf Daten von Verivox und Check24. Angezeigt werden sowohl Tarife für konventionellen als auch ökologischen Strom.
  • Was Sie als Kunde im Schnitt für Strom zahlen und was Sie darüber hinaus bei Abschluss eines neuen Vertrags beachten sollten, erfahren Sie in unserem Ratgeber Wechsel des Stromanbieters.

So gehen Sie vor

  • Für die Auflistung von günstigen Stromlieferverträgen ist nur die Eingabe Ihrer Postleitzahl und Ihres Stromverbrauchs nötig. Kennen Sie Ihren Stromverbrauch nicht, können Sie alternativ die Zahl der Haushaltsmitglieder angeben.
  • Wollen Sie auch wissen, wie viel Geld Sie durch einen Wechsel sparen, zeigt der Rechner das an. Dazu brauchen Sie lediglich anzugeben, was Sie jeden Monat oder im Jahr für Strom zahlen.
  • Unser Stromrechner ist so voreingestellt, dass Tarife angezeigt werden, die tendenziell dauerhaft günstig sind. Neukundenboni berücksichtigen wir dabei nicht.
  • Auf Wunsch zeigt unser Rechner auch Angebote mit hohen Boni. Dann sollten Sie aber jedes Jahr den Tarif wechseln. Denn die Ersparnis ist zwar im ersten Jahr größer, aber dafür zahlen Sie in den Folgejahren drauf.

Im Schnitt zahlt ein Haushalt 30 Cent für eine Kilowattstunde Strom. Von Kunde zu Kunde allerdings gehen die Strompreise weit auseinander – je nach Verbrauch, Vertrag und Anbieter. Rund 24 Cent pro Kilowattstunde zahlten Verbraucher 2016 mit den günstigsten Lieferverträgen, bis zu 35 Cent dagegen in teuren Tarifen. Durch den Wechsel des Anbieters lässt sich also erheblich sparen.

Für einen Stromvergleich empfehlen wir den folgenden Finanztip-Stromrechner:

Wie oft wollen Sie den Tarif wechseln?
Ihre Postleitzahl
Anzahl Personen im Haushalt
oder kWh/Jahr:
Hinweis: Bei Auswahl der Option „Jedes Jahr“ empfehlen wir Ihnen auch Tarife mit Neukundenbonus, die im zweiten Vertragsjahr deutlich teurer werden können. Wechseln Sie rechtzeitig erneut den Anbieter, sonst ist Ihre Ersparnis wahrscheinlich dahin.

Wenn Sie Ihre Postleitzahl und Ihren Stromverbrauch eingeben, erhalten wir von den Vergleichsportalen Verivox und Check24 die günstigsten Tarife an Ihrem Wohnort. Aus der Ergebnisliste entfernen wir Tarife, die nicht unseren strengen Finanztip-Kriterien entsprechen, damit Sie nur verbraucherfreundliche Angebote sehen. So zeigen wir keine Tarife, die dauerhaft teuer sind und nur durch eine Bonuszahlung im ersten Jahr günstig wirken. Wollen Sie dennoch von einmaligen Boni profitieren, klicken Sie auf die Einstellung „jedes Jahr“ bei der Frage, wie oft Sie den Tarif wechseln wollen. Dann sollten Sie aber auch bereit sein, jedes Jahr einen neuen Vertrag abzuschließen.

Verbraucherfreundlichen Stromrechner entwickelt

In Deutschland gibt es mehr als 1.100 Stromversorger mit rund 13.000 Stromtarifen. Den Überblick behalten Sie mit Vergleichsportalen im Internet, die die Tarife der Stromanbieter in Sekundenschnelle vergleichen und das beste Angebot finden. Doch mittlerweile ist selbst die Auswahl eines geeigneten Stromrechners nicht mehr einfach: Sie haben die Wahl zwischen mehr als einem Dutzend Vergleichsseiten.

Die Vergleichsrechner bieten an sich einen guten Überblick über die Stromtarife. Das Problem für den Verbraucher ist, diese so einzustellen, dass er einen verbraucherfreundlichen Tarif erhält. Wenn Sie eines der Portale so nutzen, wie es voreingestellt ist, entspricht das nicht den strengen Finanztip-Kriterien. Das ergaben unsere Untersuchungen in den Jahren 2014 und 2015.

Dabei sind gute Voreinstellungen beim Stromvergleich sehr wichtig, weil jede Anpassung aufwendig sein kann. Es passiert leicht, dass Nutzer Häkchen, Punkte und Aufklappmenüs übersehen. Wenn diese nicht von vornherein vorteilhaft eingestellt sind, könnten Wechselwillige aus Versehen Tarife abschließen, die auf längere Sicht unvorteilhaft sind.

Deshalb hat Finanztip Ende 2016 einen eigenen Stromrechner entwickelt. Er zeichnet sich durch strenge Vorgaben, eine einfache Bedienung und ein breites Angebot an verfügbaren und günstigen Tarifen aus.

So funktioniert der Finanztip-Stromvergleich: 1. Voreinstellung

Den Finanztip-Stromrechner zu bedienen, ist kinderleicht. Zwei Angaben sind notwendig: die Postleitzahl und der Stromverbrauch. Eine dritte Einstellung können Sie vornehmen, wenn Sie wollen: Sie können sich Tarife anzeigen lassen, die einen Neukundenbonus berücksichtigen oder eben nicht. Treffen Sie keine Wahl, gilt die Voreinstellung des Rechners – er zeigt dann kein Angebot mit Bonuszahlung im ersten Vertragsjahr.

Viele Stromanbieter nutzen Bonuszahlungen für Neukunden als Köder. Die meisten Vergleichsportale berücksichtigten solche Bonuszahlungen standardmäßig für die Reihenfolge der Ergebnisse. Ändert der Nutzer die Voreinstellung nicht, erscheinen Angebote oben in der Ergebnisliste, die wegen des Bonus‘ im ersten Jahr günstig sind. Wer es versäumt, zu kündigen, zahlt ab dem zweiten Jahr deutlich mehr. Oft erhöhen die Versorger im zweiten Jahr sogar noch die Tarife kräftig, so dass der Kunde in der Regel einen überzogenen Strompreis entrichtet.

Aus diesem Grund fragt der Finanztip-Stromrechner ab, ob Sie jedes Jahr den Stromanbieter wechseln möchten oder möglichst nur einmal. Wenn Sie einmal wechseln und dann erstmal Ihre Ruhe haben wollen, ist es sinnvoll, die Stromtarife ohne Neukundenbonus zu vergleichen. Genau das macht unser Stromrechner bei der entsprechenden Angabe und empfiehlt dann Stromtarife, die wahrscheinlich dauerhaft günstig sind.

Geben Sie hingegen an, jedes Jahr den Anbieter wechseln zu wollen, berücksichtigt unser Rechner auch den Neukundenbonus. Dann sind deutlich höhere Ersparnisse möglich. Allerdings sollten Sie Jahr für Jahr rechtzeitig daran denken, erneut den Anbieter zu wechseln.

2. Postleitzahl und Stromverbrauch eingeben

Wenn Sie Ihre Postleitzahl und Ihren Stromverbrauch in den Rechner eingeben, übermittelt dieser die Daten an die Vergleichsportale Verivox und Check24. Die Portale schicken dann die jeweils 50 günstigsten Stromtarife an Ihrem Wohnort an unseren Rechner zurück.

Aus dieser Liste entfernt der Rechner automatisch Tarife mit folgenden Merkmalen:

  • Tarife mit Vorkasse oder Kaution
  • Pakettarife

Bei Tarifen mit diesen Kennzeichen setzen sich Verbraucher dem Risiko von erheblich höheren Kosten aus. Wer in Vorkasse geht oder eine Kaution zahlt, hat das Nachsehen, wenn der Anbieter Bankrott anmeldet. So verloren beispielsweise Tausende Kunden der Stromdiscounter Teldafax und Flexstrom ihre Vorauszahlungen nach den spektakulären Pleiten der Firmen in den Jahren 2011 und 2013. In den letzten Untersuchungen von Finanztip haben alle getesteten Vergleichsportale Vorkasse-Tarife standardmäßig ausgeschaltet. Auch der Finanztip-Stromvergleich berücksichtigt ausschließlich Stromtarife mit monatlichen Abschlagszahlungen, bei denen das finanzielle Risiko gering ist.

Bei Pakettarifen zahlt ein Kunde mehr als nötig, wenn der Stromverbrauch von der vereinbarten Menge abweicht. Der Stromverbrauch hängt nun einmal von vielen Faktoren ab und lässt sich nicht exakt prognostizieren. Ruft der Verbraucher die Liefermenge nicht ab, zahlt er umsonst für die nicht genutzte Energie. Benötigt er dagegen mehr Strom als vereinbart, lässt sich dies der Versorger gewöhnlich zu hohen Tarifen bezahlen.

3. Weitere Einstellungen gegen problematische Angebote

Die verbleibenden Tarife filtert der Finanztip-Rechner nach weiteren Kriterien. Denn unsere Untersuchungen in der Vergangenheit haben gezeigt, dass bestimmte Einstellungen beim Stromvergleich problematische Tarife im Normalfall ausschließen. Unsere Kriterien sind:

  • Preisgarantie auf alle Preiskomponenten oder zumindest auf die Kosten für Erzeugung und Netznutzung (also ohne Steuern, Umlagen und Abgaben) von mindestens zwölf Monaten,
  • Vertragsbindung/Erstlaufzeit höchstens zwölf Monate,
  • Vertragsverlängerung/Anschlusslaufzeit maximal einen Monat, wer „einmalig“ wechseln will, und maximal zwölf Monate, wer „jedes Jahr“ wechseln will,
  • Kündigungsfrist von maximal sechs Wochen.

Tarife, die unseren Kriterien entsprechen, erscheinen in der Empfehlungsliste. Wer sich alle Tarife anzeigen lassen möchte, klicke auf den Reiter „Alle Stromtarife“. In beiden Listen finden sich sowohl Tarife für konventionellen Strom als auch für Ökostrom. Der jeweils günstigste Tarif steht ganz oben und ist als Finanztip-Empfehlung markiert.

Der Finanztip-Stromrechner verzichtet dabei auf Werbung und zeigt ausschließlich die für Sie geeigneten Stromtarife an. Es werden auch Tarife angezeigt, die Sie nicht direkt über den Rechner und Check24 oder Verivox abschließen können. In diesen Fällen müssen Sie sich direkt an den Anbieter wenden.

4. Ersparnis berechnen lassen

Bei den empfohlenen Angeboten sehen Sie zunächst den Preis für eine einjährige Stromlieferung. Wollen Sie diesen Preis mit dem aus Ihrem aktuellen Vertrag vergleichen und eine mögliche Ersparnis ermitteln, benötigt der Finanztip-Rechner eine weitere Angabe: die Höhe Ihres monatlichen Abschlags oder die Gebühr aus der jüngsten Jahresrechnung.

Wichtig ist dabei auch, die Verbrauchsmenge möglichst genau anzugeben. Wer seinen Stromverbrauch nicht kennt und daher die Anzahl der Haushaltsmitglieder angibt, sollte sich bewusst sein, dass er den Stromverbrauch nur näherungsweise erfasst. Liegt Ihr tatsächlicher Verbrauch über oder unter der im Rechner angegebenen Zahl, ermittelt der Rechner einen zu hohen oder niedrigen Rechnungsbetrag beim neuen Versorger und vergleicht dann diese Kosten mit Ihren aktuellen.

Je genauer alle Daten sind, desto exakter ist natürlich die Berechnung. Wer scharf rechnet, suche am besten seine letzte Jahresabrechnung heraus und entnehme dieser sowohl den genauen Stromverbrauch als auch die Rechnungssumme.

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Ihre Aussgae ist so nicht ganz korrekt. Denn der jeweilige Versorger vor-Ort ist für die Verfügbarkeit zuständig und verpflichtet, die Versorgung sicher zu stellen. Ich muß mich bei Problemen ...
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Ich bin schon vor einigen Jahren zu den Dortmunder Stadtwerken gewechselt. Dabei wohne ich in Frankfurt am Main. Ich bezahle für 2.100 KW im Jahr 47€ monatlich. Und das mit der Möglichkeit einer ...
22. Mai 2017 zum Beitrag
[quote='Sabrina','http://www.finanztip.de/community/thema/434-stromanbieter-wechseln?postID=35916#post35916'][quote='kysper','http://www.finanztip.de/community/thema/434-stromanbieter-wechseln?postID=28735#post28735']Hi,

ich ...
13. Februar 2017 zum Beitrag
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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Ines Rutschmann

Finanztip-Expertin für Energie

Als Expertin für Energie widmet sich Ines Rutschmann allen Fragen, die sich Verbrauchern rund um Strom und Heizen stellen. Über den Strommarkt berichtete sie erstmals 2005 für die Leipziger Volkszeitung, wo sie auch ihre journalistische Grundausbildung absolvierte. Danach war sie unter anderem für den Deutschlandfunk und das Solarstrom-Magazin Photon tätig. Ines Rutschmann ist Diplom-Ingenieurin (FH) und hat einen Abschluss als Master of Science in Energiemanagement.

Daniel Pöhler

Finanztip-Experte für Mobilität & Digitales

Daniel Pöhler ist bei Finanztip für Mobilität und digitale Themen verantwortlich. Wie die Telekommunikations-Branche tickt, hat er durch seine Arbeit bei der Fachzeitung Telecom Handel gelernt. Davor sammelte er Erfahrungen bei der Software-Schmiede SAP und beim TV-Hersteller Loewe. Daniel Pöhler hat ein Diplom in Betriebswirtschaft von der Universität Bayreuth.