Wer kann ein Testament anfechten?

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Damit ein Testament erfolgreich angefochten werden kann, muss zunächst ein Anfechtungsgrund im Sinne des § 2078 BGB bzw. § 2079 BGB vorliegen und die Anfechtung muss formgerecht innerhalb der Anfechtungsfrist erklärt werden. Der Ratgeber "Testament anfechten" beschreibt diese Voraussetzungen und weitere Sonderfälle der Anfechtung eingehend. Folgen Sie daher bei Bedarf diesem Link, denn der nachstehende Text erklärt lediglich grob die Möglichkeit der Anfechtung von Testamenten.

Mit der Anfechtung eines Testaments wird erreicht, dass das Testament rechtlich nie existiert hat. Normalerweise ist nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch diejenige Person anfechtungsberechtigt, die eine bestimmte Wiilenserklärung selbst abgegeben hat. Im Erbrecht ist jedoch nicht der Erblasser anfechtungsberechtigt, sondern diejenige Person, der die Anfechtung des Testaments unmittelbar zugute kommt.

Der Testator kann zu seinen Lebzeiten jederzeit das Testament grundlos widerrufen. Anfechtungsberechtigt sind z.B. die gesetzlichen Erben, der Ersatzerbe, Vorerben gegen die Nacherbeinsetzung oder aber der Beschwerte, der die Anordnung eines Vermächtnisses oder einer Auflage gegen ihn zu Fall bringen möchte. Erben können sich über die Anfechtung auch gegen eine Testamentsvollstreckung wenden.

Die Anfechtung ist gegenüber dem Nachlassgericht zu erklären. Die Anfechtungsfrist beträgt ein Jahr und beginnt in dem Zeitpunkt, in dem der Anfechtungsberechtigte vom Anfechtungsgrund Kenntnis erlangt. Die Anfechtung ist 30 Jahre nach dem Erbfall ausgeschlossen. Die Anfechtung bewirkt dann, dass das Testament als von Anfang an nichtig gewertet wird. Allerdings erfasst die Nichtigkeit nur diejenigen Verfügungen im Testament, zu denen der Erblasser durch den Willensmangel bestimmt wurde. Im Zweifel ist das nicht das gesamte Testament.

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