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Nach einer Faustregel sollte man als "Notgroschen" (Liquiditätsreserve) mindestens 3 Netto-Monatsgehälter so angelegt haben, dass man jederzeit sehr kurzfristig auf dieses Geld zugreifen kann. Es kann immer mal ein Umstand eintreten, wo sehr kurzfristig Geld benötigt wird. Was ist nun der geeignete "Aufbewahrungsort" für das "Reservegeld"?
Es stellt sich daher die Frage, wo der Notgroschen angelegt werden soll? Leicht auffindbar im Schreibtisch oder in der Wäsche im Kleiderschrank ist sicherlich die schlechteste Alternative, wenn man mal davon absieht, dass hiermit Einbrecher was finden sollen, damit Vandalismus vermieden wird. Eine Mehrheit der Bürger nutzt immer noch das gute alte Sparbuch oder lässt das Geld einfach auf einem zinslosen Girokonto liegen.
Geld im Schreibtisch, im Kleiderschrank oder auf dem zinslosen Girokonto bringt keine Zinsen. Hinzu kommt bei der Aufbewahrung im Haus das nicht unerhebliche Sicherheitsrisiko. Zu Recht weigern sich die Hausratversicherungen, nach einem Einbruch größere Bargeldbeträge zu ersetzen, die im Kleiderschrank oder unter der Bettmatraze versteckt waren. [Mehr hierzu im Artikel Wertgegenstände in der Hausratversicherung].
Sicherheit und Verfügbarkeit sind wichtig
Im Vordergrund der Notgroschenplanung stehen Sicherheit und Verfügbarkeit des Ersparten. Damit scheiden schon mal Vermögensanlagen aus, die ein Kursrisiko tragen. Aktien, Investmentfonds, Zertifikate und ähnliche Kapitalanlagen sind Vermögensanlagen bzw. Produkte um einem Vermögensmix oder eine Vermögensabsicherung zu erreichen. Als Notgroschen sind sie gänzlich ungeeignet. Überhaupt ist Vermögen eine Sache und frei verfügbare Liquidität eine völlig andere. Oder würden Sie Schmuck und andere Vermögensgegenstände als freie Liquidität ansehen?
Trotzdem passiert es immer wieder, dass bei einem Notfall - Autoschaden, Zahnimplantation usw. - Vermögenswerte wie Wertpapiere, Eigenheim oder eine Lebensversicherung beliehen werden, um kurzfristig an das erforderliche Geld zu kommen. Ganz wichtig ist daher die Unterscheidung zwischen einer Vermögensanlage und einer kurzfristigen Geldanlage, die den Anforderungen an einen "Notgroschen" (Liquiditätsreserve) auch wirklich genügt.
Das Tagesgeldkonto ist die Allzweckwaffe
Der ideale Notgroschen ist in nahezu allen Fällen das Tagesgeldkonto. Das Tagesgeldkonto hat im Rahmen des Internetbanking deutlich an Attraktivität gewonnen. Das angelegte Geld ist kurzfristig in voller Höhe verfügbar und trägt Zinsen. Viele beliebte und ebenfalls risikolose Geldanlageformen wie Sparbuch oder Festgeld sind wegen der eingeschränkten Verfügbarkeit als Liquiditätsreserve schlecht geeignet. Sparer müssen häufig mehrmonatige Kündigungsfristen beachten oder Vorschusszinsen bei einer vorzeitigen Verfügung zahlen.
Zwei Punkte gilt es zu beachten: Sparer, die Tagesgeld als Liquiditätsreserve wählen, sollten sich vergewissern, dass keine Restriktionen zu Zinsssatz und Verfügung bestehen. So kann es in Einzelfällen bei ähnlich klingenden Sparer-Angeboten durchaus möglich sein, dass der monatliche Abhebebetrag ähnlich wie bei einem Sparbuch, auf einen Maximalbetrag von zum Beispiel 2.000 Euro begrenzt ist. Und wer als Liquiditätsreserve einen hohen Betrag vorhalten möchte, sollte sich darüber im klaren sein, dass die Einlagensicherung bei einzelnen Anbietern - insbesondere bei ausländischen Banken ohne Filialgeschäft in Deutschland - ggf. begrenzt ist. Zwar ist das Risiko, sein Geld bei in Europa zugelassenen Banken zu verlieren, sehr gering ist. Aber es besteht eben auch keine 100%ige Sicherheit für den Betrag jenseits der Einlagensicherung.
Fazit:
Den großen Vorteil beim Tagesgeldkonto deutet schon der Name an. Der Sparer kommt jeden Tag an sein Geld. Zudem kosten Tagesgeldkonten im Vergleich zu Girokonten in der Regel keine Gebühren und bieten eine attraktive Verzinsung ab dem ersten eingezahlten Euro. Außerdem bieten Tagesgeldrechner im Internet eine kostenfreie Übersicht über die aktuellen Tagesgeldzinsen der wichtigsten Banken. Der Tagesgeldzinsvergleich ist sowohl für Verbraucher ohne bestehendes Tagesgeldkonto als Notgroschen-Maßnahme als auch für erfahrenen Tagesgeldanleger als aktueller Zinsvergleich zu empfehlen.
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