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Aktienanlage: Aktienverwaltung / Ratgeber / Grundlagen     bei Finanztip.de

Streuen – Streuen – Streuen

"Nicht alle Eier in einen Korb legen“ lautet eine bewährte Börsenweisheit: Wer sein Depot breit streut, senkt seine Risiken drastisch. Nicht mehr das Risiko einer einzigen Aktie bestimmt dann den Wertverlauf des Depots. Vielmehr gleichen sich gute und weniger gute Kursentwicklungen aus, und die Wertentwicklung eines Aktienkorbes ist viel gleichmäßiger als die der in ihm enthaltenen einzelnen Aktien.

Acht bis zehn verschiedene Aktien empfiehlt das Deutsche Aktieninstitut für ein gut gestreutes Depot. Viele Aktionäre in Deutschland sollten ihre Depotzusammensetzung in diesem Lichte noch einmal kritisch überprüfen, wie eine von der Deutschen Post AG unterstützte Umfrage der Ruhr-Universität Bochum bei mehr als 800.000 Aktionären mit über 80.000 beantworteten Fragebögen ergab. Sie ermöglicht erstmals wissenschaftlich abgesicherte Aussagen über das Anlageverhalten der privaten Investoren.

Danach besitzen die deutschen Anleger im Durchschnitt 7,4 Aktien. Der Median beträgt allerdings nur 5 – was bedeutet, dass jeweils 50 Prozent der Aktionäre weniger und 50 Prozent mehr als fünf Aktien besitzen.

43 Prozent der deutschen Aktionäre besitzen höchstens vier Aktien. Das ist, so das Deutsche Aktieninstitut, für eine breite Streuung viel zu wenig. Das Risiko einer einzelnen Aktie würde stark durchschlagen, wenn das Unternehmen in Schwierigkeiten geriete. 29 Prozent der Aktionäre besitzen immerhin zwischen 5 und 9 Aktien. Das bedeutet bereits eine bessere Risikostreuung.

21 Prozent der Aktienbesitzer halten zwischen 10 und 19 verschiedene Aktien. Damit ist ihr Depot sehr gutaufgestellt. Sieben Prozent der Aktionäre laufen allerdings Gefahr, es mit der Streuung zu übertreiben, denn sie besitzen 20 oder mehr Aktien. Hier besteht die Gefahr, dass sie den Überblick verlieren und nicht mehr die Entwicklung aller Unternehmen verfolgen können, bei denen sie investiert sind.

Wer weniger als acht bis zehn verschiedene Aktien in sein Depot aufnehmen kann oder will, sollte prüfen, ob er mit Anteilen an Aktienfonds nicht besser fahren würde. Damit erreicht der Anleger ab der ersten Einzahlung eine breite Streuung – denn er kauft nicht einzelne Eier, sondern gleich einen bereits gut gefüllten Korb.


Börsenratgeber 02/2005
Deutsches Aktieninstitut Rubrik "Pressedienst"  bei  Finanztip.de  Keine Haftung
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