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Unternehmensfusionen - Abspaltung von Unternehmen

"Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“ Dieser Weisheit des griechischen Philosophen Aristoteles folgt häufig auch die Börse. So können sich Zusammenschlüsse von zwei Unternehmen positiv auf das Vermögen der Alt-Aktionäre auswirken, wenn dadurch Investitionsanstrengungen gebündelt und Kosten reduziert werden.

Solchen Größenvorteilen können jedoch auch Nachteile gegenüberstehen. Vereinigt ein Unternehmen sehr unterschiedliche Aktivitäten unter einem Dach, so kann es sich als schwierig erweisen, in allen Geschäftsbereichen gleich wettbewerbsfähig zu sein und Gewinne zu erzielen. Überwiegen die Nachteile einer komplexen Struktur, ist das Gesamtunternehmen nicht mehr, sondern sogar weniger wert als die Summe seiner Geschäftsbereiche. Manchmal äußert sich dies in einem Bewertungsabschlag auf besonders komplexe Unternehmen – dem so genannten Konglomeratsabschlag.

Die Aktionäre können dann durchaus davon profitieren, dass Teilgesellschaften ausgegliedert und gesondert an die Börse gebracht werden, denn dadurch entfällt der Konglomeratsabschlag. Nach der Abspaltung der Lanxess AG von der Bayer AG war dies zum Beispiel zu beobachten. Am Ende des ersten Handelstags nach der Lanxess-Abspaltung überstieg die Summe der Börsenwerte beider Unternehmen den der Wert der "alten“ Bayer AG um immerhin 3,5 Prozent.

Jedoch lassen sich keine allgemeingültigen Schlüsse aus der Größe oder Komplexität eines Unternehmens ziehen. Das Deutsche Aktieninstitut rät daher, bei einer Anlageentscheidung mögliche Größenvorteile und -nachteile stets sorgsam zu prüfen.


Börsenratgeber 02/2005
Deutsches Aktieninstitut Rubrik "Pressedienst"  bei  Finanztip.de  Keine Haftung
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