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Eine wichtige Kennziffer zur Bewertung von Aktien ist der "Cash Flow“. Er dient dazu, die Entwicklung des Jahresüberschusses, d.h. des Unternehmensgewinnes besser beurteilen zu können. Der Cash Flow umfasst neben dem Jahresüberschuss die Abschreibungen auf Sach- und Finanzanlagen sowie die Erhöhung der langfristigen Rückstellungen und misst, welcher Liquiditätsüberschuss nach Steuern aus der laufenden Geschäftstätigkeit entstanden ist. Er drückt damit neben der Ertragslage auch die Fähigkeit eines Unternehmens aus, die laufende Geschäftstätigkeit und Investitionen aus eigener Kraft zu finanzieren sowie seine Aktionäre zu bedienen.
Der Cash Flow hilft vor allem, Fehlinterpretationen der Ertragsentwicklung zu vermeiden: Sinkt der Gewinn bei steigendem Cash Flow, ist dies oft die Folge größerer Investitionen mit entsprechend hohem Abschreibungsbedarf. Wegen des höheren Cash Flow weist der gesunkene Gewinn dann nicht auf eine geschwächte Ertragskraft hin. Vielmehr wird die künftige Ertragskraft des Unternehmens gesteigert, wenn die Investitionen erfolgreich sind.
Umgekehrt kann ein steigender Jahresüberschuss bei gleichzeitig sinkendem Cash Flow einen Rückgang der Investitionen anzeigen, der niedrigere Abschreibungen nach sich gezogen hat. Sollte dies kein einmaliges Phänomen sein, ist Vorsicht geboten: Die Gewinnzunahme kann die Unternehmenszukunft belasten, wenn zuwenig investiert wird. Das Deutsche Aktieninstitut empfiehlt, in diesem Fall auch einen kritischen Blick auf die Investitionen der letzten Jahre und die Investitionspläne zu werfen.
Und natürlich gilt wie für alle Kennzahlen: Die Bewertung eines Unternehmens sollte nicht allein auf den Cash Flow gestützt werden!
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