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Unseriöse Anbieter am Grauen Kapitalmarkt nutzen immer wieder Bankgarantien zum Betrug. Das Tückische: Bankgarantien gibt es tatsächlich. Sie sind bedingte oder unbedingte Zahlungszusagen einer Bank, die gegen Entgelt gegeben werden. Eingesetzt werden die Garantien z.B. statt einer Kaution als Sicherheitsleistung oder im Außenhandel. Bankgarantien stellen also keine Geldanlage dar, sondern dienen der Erleichterung des Geschäftslebens.
Betrüger behaupten jedoch immer wieder, dass es einen Markt für solche Garantien von Banken gebe. Um Seriosität vorzutäuschen, werden namhafte Banken oder internationale Institutionen ins Spiel gebracht und eindrucksvolle Fachbegriffe aus der Bankenwelt wie z.B. "AAA-Zerobonds“ oder "Blocked Funds Letters“ angeführt. Ein solcher Markt existiert jedoch gar nicht, da Bankgarantien nicht handelbar sind. Sie stellen Sicherheiten dar, die nur zusammen mit der durch sie abgesicherten Forderung übertragen werden können, und sind kein eigenständiges Wertpapier.
In anderen Fällen setzen unseriöse Anlagevermittler fiktive Bankgarantien zur angeblichen Absicherung von Anlagen ein. Sollen diese Sicherheiten in Anspruch genommen werden, hat die ohne ihr Wissen benannte Bank noch nie etwas von ihnen gehört.
Erstes Warnzeichen für Anleger sollten die verwendeten Pseudobegriffe sein. Außerdem werden hier exorbitante Renditen versprochen. Gerade dann sollte man die Existenz der Garantie genau überprüfen – und von einem Handel ganz die Finger lassen, denn sonst verschwinden die Anbieter und mit ihnen das Geld der Anleger auf Nimmerwiedersehen.
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