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Indizes sind unverzichtbare Gradmesser der
Aktienmärkte. Sie bündeln die
Wertentwicklungen einzelner Aktien und stellen die Renditeentwicklung
des Gesamtmarktes
oder eines Teilausschnitts dar. Hierdurch bieten sie dem Anleger eine
wichtige
Orientierung für die eigene Anlageentscheidung,
erklärt das Deutsche
Aktieninstitut. Zudem orientieren sich viele Anlageangebote, z.B. die
immer beliebteren
Indexzertifikate, in ihrer Rendite an der Entwicklung eines Index.
Bei der Nutzung eines Zertifikats sollte sich der
Anleger deshalb über
die Konstruktion des zugrundeliegenden Index im Klaren sein. Diese
entscheidet
mit darüber, ob die mit Aktien verbundenen
Renditemöglichkeiten vollständig
erfasst werden. Besonders wichtig ist, ob Dividendenzahlungen im Index
berücksichtigt werden. Während ein Kursindex
lediglich die Kursentwicklung
widerspiegelt, bildet ein Performanceindex zusätzlich auch den
Teil der
Aktienrendite ab, der sich aus den jährlichen
Dividendenzahlungen ergibt.
Der üblicherweise verwendete Deutsche
Aktienindex (DAX) ist ein solcher
Performanceindex, der amerikanische Dow Jones hingegen nicht. Es gibt
aber auch
den DAX-Kursindex, der Dividenden nicht berücksichtigt.
Wer Indexzertifikate kauft, sollte daher genau darauf achten, dass sie sich auf einen Performanceindex beziehen. Wer hingegen ein Indexzertifikat auf einen Kursindex erwirbt, erzielt eine um die Dividenden geringere Rendite als der Aktienmarkt. Dies ist nicht unerheblich, denn die jährlichen Dividendenzahlungen machen rund zwei bis drei Prozentpunkte des Kurswertes aus – und das ist ein erheblicher Anteil der Gesamtrendite des Aktienmarktes.
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