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Indexzertifikate: Auf die Dividende kommt es an

Indizes sind unverzichtbare Gradmesser der Aktienmärkte. Sie bündeln die Wertentwicklungen einzelner Aktien und stellen die Renditeentwicklung des Gesamtmarktes oder eines Teilausschnitts dar. Hierdurch bieten sie dem Anleger eine wichtige Orientierung für die eigene Anlageentscheidung, erklärt das Deutsche Aktieninstitut. Zudem orientieren sich viele Anlageangebote, z.B. die immer beliebteren Indexzertifikate, in ihrer Rendite an der Entwicklung eines Index.

Bei der Nutzung eines Zertifikats sollte sich der Anleger deshalb über die Konstruktion des zugrundeliegenden Index im Klaren sein. Diese entscheidet mit darüber, ob die mit Aktien verbundenen Renditemöglichkeiten vollständig erfasst werden. Besonders wichtig ist, ob Dividendenzahlungen im Index berücksichtigt werden. Während ein Kursindex lediglich die Kursentwicklung widerspiegelt, bildet ein Performanceindex zusätzlich auch den Teil der Aktienrendite ab, der sich aus den jährlichen Dividendenzahlungen ergibt.

Der üblicherweise verwendete Deutsche Aktienindex (DAX) ist ein solcher Performanceindex, der amerikanische Dow Jones hingegen nicht. Es gibt aber auch den DAX-Kursindex, der Dividenden nicht berücksichtigt.

Wer Indexzertifikate kauft, sollte daher genau darauf achten, dass sie sich auf einen Performanceindex beziehen. Wer hingegen ein Indexzertifikat auf einen Kursindex erwirbt, erzielt eine um die Dividenden geringere Rendite als der Aktienmarkt. Dies ist nicht unerheblich, denn die jährlichen Dividendenzahlungen machen rund zwei bis drei Prozentpunkte des Kurswertes aus – und das ist ein erheblicher Anteil der Gesamtrendite des Aktienmarktes.


Börsenratgeber 05/2005
Deutsches Aktieninstitut Rubrik "Pressedienst"  bei  Finanztip.de  Keine Haftung
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