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Aktien der "zweiten und dritten
Reihe“ ziehen wegen ihres insgesamt
geringeren Anteils am Gesamtmarkt häufig weniger
Aufmerksamkeit der Investoren
und der Medien auf sich. Gerade in der jüngeren Vergangenheit
waren die
Wertsteigerungen bei Nebenwerten ("Small Caps“)
jedoch nicht unbedingt
schlechter als z.B. bei den großen DAX-Unternehmen.
So legte der Index der 50 bedeutendsten Nebenwerte
SDAX seit
Jahresbeginn um elf Prozent zu, während die DAX-Werte ein
Minus von 1,6 Prozent
aufzuweisen hatten. Umgekehrt sind die Renditeaussichten von
Nebenwerten aber
auch nicht generell besser als die großer Gesellschaften. Der
längerfristige
Vergleich zwischen DAX und SDAX belegt dies.
Wer in Nebenwerte investiert, sollte deren
Besonderheiten kennen und
sich entsprechend informieren. So kann die Rentabilität
kleinerer Unternehmen
manchmal sehr stark von einzelnen Produkten oder wenigen Abnehmern
abhängen.
Die Kurse von Nebenwerten können zudem stärker
schwanken, weil sie in geringerem
Umfang gehandelt werden. Deshalb sollte der Anleger sich mit
Nebenwerten
intensiver befassen als mit Standardaktien, empfiehlt das Deutsche
Aktieninstitut.
Die Anlage in Small Caps ist jedoch trotz dieser Risiken grundsätzlich sinnvoll, denn hier sind viele Gesellschaften mit gutem Entwicklungspotential zu finden. Nebenwerte eignen sich zudem sehr gut zur Beimischung. Ihre Kurse bewegen sich nämlich vergleichsweise wenig im Gleichlauf zu großen Aktiengesellschaften. Hierdurch können Streuungseffekte ausgenutzt werden, die das Rendite-Risikoprofil des Gesamtdepots verbessern.
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