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Altersvorsorge und Zinseszinseffekt

Die Notwendigkeit, privat für das Alter vorsorgen zu müssen, ist den meisten Deutschen mittlerweile bewusst. Viele sind sich jedoch unsicher, wie dies am sinnvollsten geschehen soll.

Bei der Wahl der Anlageformen für die private Altersvorsorge gilt: Je höher die Rendite und je länger der Anlagezeitraum, desto höher ist bei gegebenem Sparvolumen das Endvermögen. Die Aktie hat hier eindeutige Vorteile, denn im Schnitt erzielt sie etwa zwei Prozentpunkte im Jahr mehr als festverzinsliche Wertpapiere.

Zwei Prozentpunkte Renditevorsprung – z.B. neun statt sieben Prozent pro Jahr – klingt nicht nach einem großen Unterschied. Der Zinseszinseffekt bewirkt aber, dass im Laufe vieler Jahre das mit neun Prozent verzinste Vermögen viel stärker steigt als das zu sieben Prozent angelegte. Die Rendite bezieht sich nämlich auch auf wiederangelegte Erträge. Dadurch wächst bei etwas höherer Rendite die Basis der Verzinsung erst langsam und dann immer stärker als bei niedriger Rendite.

Aus einem ursprünglichen Anlagebetrag von 10.000 Euro werden bei 7 Prozent Rendite nach 25 Jahren 54.274 Euro, bei 9 Prozent hingegen 86.231. Das bedeutet ein um 60 Prozent höheres Endvermögen.

Der Weg zu einem ansehnlichen Altersvermögen führt also über renditestarke Anlageformen wie z.B. Aktien oder Aktienfonds, in die über einen möglichst langen Zeitraum investiert wird. Je früher der Anleger mit der Altersvorsorge beginnt, desto länger kann er den Zinseszinseffekt nutzen. Das Risiko der Aktie wird durch die Langfristigkeit und eine breite Streuung der Anlage ausgeglichen. Eine allmähliche Verringerung des Aktienanteils bei fortschreitendem Alter ist sinnvoll, um günstige Zeitpunkte für den Abbau des Aktienvermögens ausnutzen zu können.


Börsenratgeber 07/2005
Deutsches Aktieninstitut Rubrik "Pressedienst"  bei  Finanztip.de  Keine Haftung
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