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"Was der Anleger nicht kennt, das kauft er nicht“ – so findet ein altes Sprichwort seine Entsprechung am Aktienmarkt. Rund drei Viertel der Aktien, die sich in den Wertpapierdepots deutscher Anleger befinden, stammen von inländischen Unternehmen, erläutert das Deutsche Aktieninstitut. Dabei beträgt der deutsche Anteil am Welt-Aktienmarkt gerade fünf Prozent. Auch der Euro, der Anlagen in elf Ländern ohne Währungsrisiko ermöglicht, hat das Engagement der Deutschen im Ausland nicht erhöht.
Die besondere Präferenz für heimische Anlagen – auch Home Bias genannt – ist übrigens keine deutsche Spezialität, sondern weltweit zu beobachten. Dafür gibt es gute Gründe: Bei einem Investment ist das Vertrauen in die Solidität des Unternehmens von hoher Bedeutung. Handelt es sich um ein inländisches Unternehmen, sind Informationen schon aufgrund der Sprache leichter zu beschaffen und zu verstehen. Die intensivere Medienberichterstattung vor Ort tut ein Übriges. Außerdem unterliegen inländische Anlagen keinem Währungsrisiko.
Aus der Portfolio-Theorie sind jedoch auch die Nachteile einer freiwilligen Selbstbeschränkung auf den Heimatmarkt bekannt: Wer auf die breitere Streuung seines Aktiendepots durch Einbeziehung ausländischer Anlagen verzichtet, muss mit einem höheren Anlagerisiko leben und lässt sich zusätzliche Renditechancen entgehen. Nach einer neuen Studie verzichtet der rein national ausgerichtete Anleger auf rund ein Prozent Rendite pro Jahr.
Eine breitere internationale Streuung ist dem deutschen Anleger also anzuraten. Außerhalb des Euroraumes ist dabei die Absicherung gegen Währungsrisiken wichtig.
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