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Zehn der insgesamt 15 Gänge an die Börse deutscher Unternehmen bis Ende Juli dieses Jahres entfielen auf den Freiverkehr. Parallel zum gestiegenen Interesse der Unternehmen steigt auch das Interesse der Investoren an diesem weniger stark regulierten Segment, in dem neben deutschen vor allem zahlreiche ausländische Unternehmen gehandelt werden.
Da Freiverkehrswerte grundsätzlich nicht schlechter oder besser geführt werden als andere Unternehmen, können sie einem ausgewogenen Depot in einem gewissen Umfang beigemischt werden. Allerdings sollten die Besonderheiten des Marktsegments beachtet werden, erklärt das Deutsche Aktieninstitut.
So kann die Anlage im Freiverkehr mit zusätzlichen Risiken verbunden sein. Viele Unternehmen des Freiverkehrs sind vergleichsweise klein, unbekannt oder werden wenig gehandelt. Ihre Kurse schwanken damit tendenziell stärker, und auch Analysen Dritter sind selten. Zudem beschränkt sich die staatliche Aufsicht über den Freiverkehr auf die Überwachung des Handels. Weitergehende Vorschriften des Anlegerschutzes wie im amtlichen oder geregelten Markt bestehen im Freiverkehr hingegen nicht. Hier ist z.B. eine bloße Notierungsaufnahme ohne einen Wertpapierprospekt möglich. Weiterhin gibt es keine Pflicht zur Ad-hoc-Publizität, zu Halbjahresberichten oder zur Meldung bei Erreichen wichtiger Beteiligungsschwellen.
Deshalb muss sich der Anleger um die Beschaffung und Überprüfung wichtiger Unternehmensinformationen stärker selbst kümmern. Im Freiverkehr gilt noch mehr als bei anderen Investments an der Börse: Erst informieren, dann investieren! Im Erfolgsfall winken erhebliche Chancen.
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