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Die Anlagepalette der deutschen Haushalte hat sich in den letzten Jahren um ein wichtiges Instrument erweitert. Neben dem "guten alten“ Sparbuch, festverzinslichen Wertpapieren, Aktien und verschiedenen Arten von Investmentfonds erfreuen sich Zertifikate wachsender Beliebtheit. Nach einer Umfrage des Deutschen Derivate Instituts, der Deutschen Börse AG und des Deutschen Aktieninstituts besitzen derzeit 4,2 Mio. bzw. 6 Prozent der Anleger in Deutschland Zertifikate.
Allen Zertifikaten ist gemein, dass es sich juristisch um Anleihen mit einer begrenzten Laufzeit handelt: Der Anleger erwirbt diese von dem Emittenten, im Regelfall einer Bank. Statt eines festen Zinssatzes erhält er jedoch eine Rendite, die vom Verlauf eines bestimmten Aktienkurses oder eines bestimmten Index abhängig ist. Auch das Erreichen bestimmter Kursschwellen kann Einfluss auf die Rendite eines Zertifikates haben.
Je nachdem, wie der Zusammenhang zwischen dem Kursverlauf dieses "Basiswertes“ und der Rendite des Anlegers ausgestaltet ist, unterscheidet man zwischen Indexzertifikaten, Themen-, Strategie- und Basketzertifikaten, Discountzertifikaten, Bonus- oder Teilschutzzertifikaten, Sprint- und Outperformancezertifikaten sowie Garantiezertifikaten.
Jede dieser Formen bietet dem Anleger spezifische Vorteile, erläutert das Deutsche Aktieninstitut. Ob sich der Kauf eines bestimmten Zertifikates lohnt, hängt von den Erwartungen des Anlegers über den zukünftigen Kursverlauf des Basiswertes ab. Manche Zertifikate sind recht kompliziert aufgebaut – ein Grund mehr für den Anleger, sich genau mit seiner Anlage zu befassen.
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