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Fondskauf über Börse oder Bank? Rechnen lohnt sich!

Investmentfonds gehören zu den beliebtesten Anlageformen der Deutschen. Über 460 Mrd. Euro haben die privaten Haushalte laut Bundesbank mittlerweile in Aktien-, Renten- oder Immobilienfonds angelegt. Die Fondsanlage ist attraktiv, weil dem Anleger bei einem aktiven Fondsmanagement die Auswahl der Anlageobjekte abgenommen wird und schon mit geringen Anlagebeträgen risikomindernde Streuungseffekte ausgenutzt werden können, erklärt das Deutsche Aktieninstitut. Trotzdem sind auch bei der Fondsanlage stets die Kosten zu beachten.

Fondsanteile werden zumeist über die Hausbank direkt bei der Fondsgesellschaft erworben. Seit einiger Zeit gibt es aber auch die Möglichkeit zum Kauf und Verkauf bestimmter Fonds – der "Exchange Traded Funds“ oder ETFs – an der Börse. Diese Aufträge werden ebenfalls über die Banken erteilt.

Welche Form des Fondserwerbs für den Anleger preisgünstiger ist, kann nicht pauschal beantwortet werden. Die Transaktionskosten hängen vom Typ des Fonds und der Höhe der Anlagebeträge ab. Der Ausgabeaufschlag, der beim Kauf über die Bank anfällt, muss im Einzelfall mit den Kosten des Fondskaufs über die Börse verglichen werden.

Grundsätzlich gilt: Je höher der Anlagebetrag ist, desto eher lohnt sich der Fondskauf über die Börse. Wer regelmäßig, z.B. monatlich gleichbleibende kleinere Beträge sparen möchte, für den ist der herkömmliche Vertriebsweg meist günstiger, zumal an der Börse nur ganze Fondsanteile erworben werden können. Die an der Börse gekauften Fondsanteile können übrigens direkt an die Fondsgesellschaft zurückgegeben werden, so dass die Verkaufskosten beim Vergleich nicht berücksichtigt werden müssen.


Börsenratgeber 10/2005
Deutsches Aktieninstitut Rubrik "Pressedienst"  bei  Finanztip.de  Keine Haftung
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