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Geduld zahlt sich aus: Der Cost-Average-Effekt

Vielen Anlegern ist die Entwicklung der Aktienkurse seit ihrem Höchststand im Jahr 2000 noch in lebhafter Erinnerung: Auf den Boom folgte der Absturz. Zwar hat sich der Deutsche Aktienindex seit seinem Tief mehr als verdoppelt, doch seinen alten Gipfel hat er noch nicht wieder erreicht. Vielen Anlegern steht angesichts dieser Entwicklung das Bild eines zu Höchstkursen gekauften Depots vor Augen, das sich immer noch nicht erholt hat.

Realistischer als die einmalige Anlage eines großen Betrages in Aktien ist jedoch für die meisten Anleger eine regelmäßige, meist monatliche Einzahlung kleinerer Beträge, z.B. in einen Aktienfonds. Wer im Januar 2000 damit begann und bis heute jeden Monat eingezahlt hat, kann sich trotz der zwischenzeitlichen erheblichen Kursrückgänge per saldo über einen Wertzuwachs freuen.

Bei einer monatlichen Anlagesumme von 100 Euro hat der Anleger von Januar 2000 bis November 2005 insgesamt 7.100 Euro aufgewendet. Wird ein Ausgabeaufschlag von fünf Prozent abgezogen, so beträgt die effektive monatliche Anlagesumme 95 Euro. Bis zum November 2005 erreichte der Wert dieses Fonds – die Rendite des DAX unterstellt – nahezu 8.000 Euro.

Der Grund für diese positive Wertentwicklung liegt im Cost-Average-Effekt bei einer regelmäßigen Anlage, wie sie z.B. für einen Fondssparplan typisch ist: Bei hohen Kursen werden vergleichsweise wenig Fondsanteile gekauft, bei niedrigen Kursen dafür mehr. Hier bewahrheitet sich die alte Börsenweisheit, dass niedrige Kurse Kaufkurse sind.

Für den langfristig orientierten Anleger, der z.B. zur Ergänzung seiner Altersvorsorge regelmäßig gleichbleibende Beträge spart, bedeuten vorübergehende Rückgänge der Aktienkurse also keine Bedrohung, sondern eher die Chance zum kostengünstigen Aufbau eines Depots, erläutert das Deutsche Aktieninstitut.


Börsenratgeber 12/2005
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