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Private Equity für private Anleger?
Höhere Renditen sind immer auch mit
einem höheren Risiko verbunden. Daher sollte der
renditeorientierte Anleger bei
seinen Entscheidungen das Risiko beachten und möglichst
einschränken, vor allem
durch eine breite Streuung.
Dies gilt
besonders für Anlagen im
Private-Equity-Bereich, die vermögenden
Privatanlegern seit einiger Zeit über
Fonds zugänglich sind.
Bei Private Equity handelt es sich um
Beteiligungen an
meist kleineren Unternehmen, die jedoch nicht an der Börse
gehandelt werden.
Auch Fondsanlagen in Private Equity sind deshalb relativ
illiquide, und der
Anleger kann sich, anders als bei börsennotierten Aktien,
nicht so schnell von
seiner Anlage trennen. Da die Unternehmen oft mehrere Jahre brauchen,
um einen
Gewinn zu erzielen, und ein Verkauf über die Börse
zunächst nicht möglich ist,
braucht der Anleger einen langen Atem.
Zudem sind
Private-Equity-Projekte
relativ riskant, so dass nur ein kleiner Teil des
Gesamtvermögens in Private
Equity investiert werden sollte. Der Anleger geht mit Private Equity
ein
höheres unternehmerisches Risiko als mit Standardaktien ein.
Im Erfolgsfall
ermöglicht dies eine noch bessere Rendite, kann bei einem
Misserfolg aber auch
eher einen Totalverlust zur Folge haben.
Als Untergrenze
für eine Beteiligung
an einem Private-Equity-Fonds sieht das Deutsche Aktieninstitut ein
Geldvermögen von mindestens 200.000 Euro an. Hiervon
könnte ein risikobewusster Anleger fünf, maximal zehn Prozent langfristig in Private Equity investieren.
Noch mehr als bei Aktien oder anderen Wertpapieren gilt bei Private
Equity,dass der Anleger seine Investition auf keinen Fall durch einen Kredit
finanzieren
sollte.
Börsenratgeber 01/2006