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Der Dow enthält die Aktien von 30 großen Unternehmen, die die US-amerikanische Wirtschaft repräsentieren sollen. Dazu gehören z.B. die auch in Deutschland bekannten Aktien von McDonalds, Coca-Cola oder Microsoft. Zusammensetzung und Berechnung des altehrwürdigen Aktienbarometers sind allerdings etwas antiquiert. Die Aufnahme von Unternehmen in den Index und Indexausschlüsse folgen keinen festen Regeln, sondern unterliegen dem Ermessen der Herausgeber des Wall Street Journal. Zudem wird der Dow im Prinzip durch eine einfache Durchschnittsbildung der Kurse der enthaltenen Aktien ermittelt. Bei modernen Indexkonzepten, wie z.B. beim Deutschen Aktienindex DAX, wird hingegen üblicherweise eine Gewichtung nach der frei handelbaren Marktkapitalisierung (sog. free float) oder nach dem Handelsvolumen vorgenommen, um sowohl Kurshöhe als auch Zahl der ausgegebenen Aktien angemessen zu berücksichtigen.
Da der Dow als Kursindex konzipiert ist, werden Dividendenzahlungen bei der Berechnung des Dow nicht so berücksichtigt, wie es heute vielfach geschieht. Bei einem Performanceindex wie dem DAX wird z.B. angenommen, dass Dividenden wiederangelegt werden. Dieser technische Unterschied ist z.B. für die Käufer von Zertifikaten auf Indizes relevant, die bei Kursindizes nicht an der Dividendenrendite partizipieren.
Trotzdem hat der Dow als Gradmesser der US-Wirtschaft und Taktgeber der Weltfinanzmärkte kaum an Bedeutung verloren. An keinen anderen Index lässt sich das langfristige Auf und Ab an der Börse so gut ablesen, wie am Dow. Wer die Wertentwicklung von US-Aktien etwas objektiver vergleichen will, sollte jedoch auch Alternativen zu Rate ziehen. Die gängigste davon ist der S&P 500, der die 500 wichtigsten US-Unternehmen zusammenfasst und nach moderneren Kriterien berechnet wird – allerdings ebenfalls ohne die Dividende zu berücksichtigen.
Abb.: Der Dow Jones Industrial Average von 1896 bis 2006 (Monatsendstände, log. skaliert)
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