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Investieren in Rohstoffe?

Seit einigen Jahren dauert nun bereits die Rohstoff-Hausse an den Kapitalmärkten an. Viele Privatanleger werden aber erst jetzt auf diese Anlageklasse aufmerksam. Für sie stellt sich die Frage, ob sie noch Rohstoffwerte in ihr Depot aufnehmen sollten oder ob es nicht doch schon zu spät dafür ist.

Zu den Rohstoffen zählen nicht nur Erdöl und Edelmetalle, sondern auch Agrarrohstoffe wie Kaffee, Mais oder Orangensaft. Es ist nun recht schwierig, z.B. Orangensaft in der Hoffnung auf steigende Preise zu Hause zu lagern. Deshalb gibt es Rohstoff-Fonds oder Rohstoff-Derivate, die an die Preisentwicklung von Rohstoffen gekoppelt sind. Auch kann der Anleger Aktien von Unternehmen, die sich mit Rohstoffgewinnung, -verarbeitung und -handel beschäftigen, erwerben.

Ein Engagement in Rohstoffen ist stets mit Risiken behaftet, die der private Anleger nur schwer beurteilen kann. Hohen Risiken stehen aber auch hohe Gewinnchancen gegenüber, und in einer dynamisch wachsenden Weltwirtschaft – man denke an China und Indien – wird die Nachfrage nach Rohstoffen sicher steigen.

Das Deutsche Aktieninstitut rät deshalb, sich vor der Anlageentscheidung ausführlich mit der Ausgestaltung des gewählten Produkts und den zugrunde liegenden Rohstoffen zu beschäftigen. Auch die Seriosität des Anbieters ist wichtig: Wer ungefragt anruft und Schweinehälften anbietet, ist von vornherein als unsereriös einzustufen.

Darüber hinaus gilt wie für jede Anlagespezialität: Rohstoffe dienen der breiteren Streuung und sollten nicht mehr als 10 Prozent des Depots ausmachen – zumindest, wenn man auch in Zukunft seinen Kaffee in Ruhe genießen will.


Börsenratgeber 05/2006
Deutsches Aktieninstitut Rubrik "Pressedienst"  bei  Finanztip.de  Keine Haftung
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