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Kommt der Anleger zu einem grundsätzlich positiven Urteil, benötigt er eine Preisvorstellung. Bei Neuemissionen kommt meist das Bookbuilding-Verfahren zum Einsatz, bei dem die Emissionsbank eine Preisspanne vorgibt, innerhalb derer Zeichnungswünsche geäußert werden können. Dies ist ein erster Anhaltspunkt.
Zur Untermauerung seiner eigenen Preisvorstellung kann der Anleger auch die Preise im vorbörslichen Handel einbeziehen, erklärt das Deutsche Aktieninstitut. Einzelne Börsenmakler bieten für fest angekündigte Börsengänge bereits im Vorfeld Handelsmöglichkeiten an, wobei die eigentlichen Käufe oder Verkäufe erst dann ausgeführt werden, wenn die neue Aktie am Markt ist. Wie eine neuere wissenschaftliche Untersuchung belegt, sind die vorbörslichen Preise ein guter Indikator dafür, wo sich die erste Kursnotiz einpendeln wird. Liegt die "Vorbörse“ über der Zeichnungsspanne, dann spricht dies für das zumindest kurzfristige Kurspotenzial der neuen Aktie, liegt sie jedoch darunter, ist eher Zurückhaltung geboten.
Die zitierte wissenschaftliche Untersuchung ist: Gunter Löffler, Patrick F. Panther und Erik Theissen, Who Knows What When? The Information Content of Pre-IPO Market Prices, in: Journal of Financial Intermediation 14 (2005) No. 4, S. 466-484. Die Untersuchung bezieht sich auf Neuemissionen am deutschen Markt zwischen dem 30. März 1998 und dem 30. Juni 2001.
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