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Der Deutsche Aktienindex (DAX) ist beispielsweise im Durchschnitt der letzten 20 Jahre in jedem August um knapp 1,4 Prozent und in jedem September um rund 4,4 Prozent gefallen, während alle anderen Monate positive Renditen aufwiesen. Sollten also die Anleger ihre Depots Ende Juli oder Anfang August auflösen, das Geld kurzfristig "parken“ und im Oktober bei dann niedrigeren Kursen wieder neu in die Aktienanlage investieren, um eine bessere Rendite zu erzielen?
Eine solche saisonale Strategie ist aus verschiedenen Gründen nicht zu empfehlen, rät das Deutsche Aktieninstitut. Zunächst sind die Transaktionskosten der Umschichtungen zu beachten, welche die Rendite spürbar schmälern. Außerdem gelten die Kursauffälligkeiten immer nur im Durchschnitt. Der September brachte zum Beispiel Renditen zwischen minus 25 und plus 7,5 Prozent. Von der beschriebenen Strategie hätte also nur profitieren können, wer sie 20 Jahre hintereinander wiederholt hätte.
Der wichtigste Grund zur Vorsicht ist aber, dass historische Regelmäßigkeiten wegen der vielfältigen Einflüsse auf die Aktienkurse grundsätzlich nicht in die Zukunft fortgeschrieben werden können. Was in der Vergangenheit im Durchschnitt verlustbringend war, ist in der Zukunft möglicherweise eine gewinnträchtige Strategie (und umgekehrt).
Von den hohen Renditen der Aktienanlage profitiert am ehesten, wer langfristig und kontinuierlich in Aktien investiert. Zwischenzeitliche Kursrückgänge können auf diese Weise leicht kompensiert werden.
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