Börsen-Indizes
Finanzderivate
Rohstoffe
CFD-Kursdifferenz
Bank-Vergleiche
Ratgeber Extra ...
Finanzderivate: Zertifikate / Optionsscheine / Kurskontrakte / Futures     bei Finanztip.de

Finanzwetten auf den Dow Jones (DJIA)

Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird im Sprachgebrauch nur mit Dow-Jones-Index oder einfach ganz kurz "Dow Jones" abgekürzt. Es ist der bekannteste und am meisten zitierte Börsenindex der Welt. Gründer und Namensgeber waren Charles Henry Dow und Edward David Jones, die Herausgeber des Wall Street Journals. Der Dow-Jones-Index an der New York Stock Exchange (NYSE) wurde 1896 erstmals veröffentlicht und

setzt sich seit dem Jahr 1928 aus 30 der größten US-Unternehmen zusammen. Ausgenommen sind Unternehmen der Transportbranche und des Versorgungssektors. Von den ersten Werten ist heute lediglich noch General Electric im Dow Jones Index verblieben. In Deutschland ist das Unternehmen Dow Jones News GmbH mit eigener Website vertreten. Wie der nachstehende Kurs-Chart-Vergleich zeigt, lässt sich - wie bei anderen Aktienindizes - auch beim Dow Jones-Index im Zeitverlauf gut die Bankenkrise und die Auswirkungen auf die Realwirtschaft ablesen.

DOW Jones

Chart: finanztreff bei Finanztip

Zusammensetzung des Dow Jones Industrial Average

Veränderungen in der Zusammensetzung des DJIA erfolgen selten. Im April 2007 kam zum Beispiel der (für viele Jahre) weltweit größte Erstversicherer "American International Group (AIG)" in den Dow Jones. Anmerkung: Was aus diesem Unternehmen kurz nach der Lehman Brothers Pleite geworden, werden viele noch erinnern. Im letzten Quartal 2008 hatte AIG den höchsten je von einem Unternehmen gemeldeten Verlust von 61,7 Milliarden US-Dollar ausgewiesen. Weitere Finanzierungshilfen der US-amerikanischen Regierung und der FED waren erforderlich, um das Unternehmen am Leben zu erhalten. Im Jahr 1999 kamen Microsoft, Intel, The Home Depot und SBC Communications (heute AT&T) und im Jahr 2008 Chevron und Bank of America für Altria und Honeywell in den Index. Im Jahr 2012 muss das bekannte Unternehmen "Kodak" mit dem Ausschluss aus dem Leitindex rechnen.

Der Dow Jones Industrial Average ist ein reiner Kursindex, Dividendenzahlungen finden also keinen Eingang in die Indexentwicklung. Im Gegensatz zu vielen anderen Börsen-Indizeswird die Gewichtung nicht aufgrund der Marktkapitalisierung vorgenommen, sondern anhand der Aktienkurse im Index. Der Dow Jones Index ist ein so genannter preisgewichteter Index. Die Gewichtung erfolgt, indem die einzelnen Indexmitglieder addiert und anschließend durch die Gesamtzahl der Aktien im Index dividiert werden. Folge: Je höher der Aktienkurs eines gelisteten Unternehmens ist, desto größer ist das Gewicht im Index. Die aktuellen Indexkurse (Intraday) sagen sehr wenig aus und sind vorrangig nur für Hobby-Trader interessant. Aussagekräftiger für einen Vergleich ist der Kursverlauf, der zumindest grobe Rückschlüsse für die zukünftige Entwicklung ermöglicht.

Finanzanlagen (Derivate, ETFs) rund um den Dow Jones

Als Beispiel für einen Bullen-ETF dient hier der ComStage ETF WKN ETF010. Auf dem Factsheet für diesen ETF heißt es dazu: Der ComStage ETF Dow Jones Industrial Average ist ein börsengehandelter Investmentfonds (Exchange Traded Fund), der sich auf die Wertentwicklung des Dow Jones Industrial Average bezieht. Der Index selbst berücksichtigt keine Dividenden in der Wertentwicklung. Beim ComStage ETF werden sie jedoch grundsätzlich berücksichtigt und erhöhen damit die Performance des ETF. Abweichungen des ETF vom Index (Tracking Error) werden täglich auf der Homepage www.comstage.de veröffentlicht. Zu Chancen und Risiken von ComStage ETFs wurde ausgeführt, dass ein Kontrahentenrisiko wegen der Swap-Transaktionen besteht. Dieses Risiko wird durch Besicherung minimiert.

In der wesentlichen Anlegerinformation KIID ist der ETF auf den Dow Jones in die Kategorie 6 eingestuft worden, weil sein Anteilpreis verhältnismäßig stark schwankt und deshalb die Gewinnchance aber auch das Verlustrisiko hoch sein kann. Bei der Beurteilung der Grafik zur Wertentwicklung ist zu beachten, dass die Wertentwicklung bei ETFs und Indexzertifikaten auf den Dow Jones-Index in der Regel auf Dollar-Basis gezeigt wird. Die Auswirkungen von Einstandskurs und aktuellem Fremdwährungskurs sind dann noch zu berücksichtigen.

Zertifikate und andere Finanzderivate auf den Dow Jones

Die nebenstehende Derivate-Tabelle verzweigt für Discount-Zertifikate, für Bonus-Zertifikate für Aktienanleihen und für Sprint-Zertifikate direkt zur speziellen Zertifikate-Suchseite bei finanztreff.de. Die 3 Spalten "Steigend" - "Gleichbleibend" - "Fallend" sorgen für eine Vorselektion. So werden bei "Steigend" dem Anleger Wertpapiere für einen Bullenmarkt (steigende Aktienkurse) angezeigt. Bei erwarteten Seitwärts-Bewegungen an der Börse wäre "Gleichbleibend" die richtige Wahl. "Fallend" steht für einen erwarteten Bärenmarkt (Short-Derivate).

Zertifikate können sehr vielschichtig strukturiert sind. Gehen Sie bei weiterem Informationsbedarf vorher zu den vorgenannten Zertifikate-Links, um die wichtigsten Merkmale sowie Chancen und Risiken dieses Zertifikates als Finanzderivat besser einordnen zu können oder folgen Sie direkt den Links in der Derivate-Tabelle zur Auswahl dieser Zertifikate bei finanztreff. Eine Alternative sind Exchange Traded Funds (ETFs). Mittlerweile gibt es ETFs für nahezu jede Art von Indizes, egal ob Bullen- oder Bärenmarkt, Branche oder Region. Im Gegensatz zu Zertifikaten verursachen zumindest passive ETFs in der Regel geringere Kosten beim Erwerb und sind auch besser handelbar.

Maßnahmen gegen Flash-Crash an der Wallstreet (Dow Jones)

Wer das Buch von Richard Harris "The Fear Index" (in dt. "Angst") gelesen hat, wird tendenziell noch eher Angst vor einem Flash Crash an der Börse bekommen. So führten Panikverkäufe am 6. Mai 2010 im Handelsverlauf zu dem, nach Punkten gemessen, massivsten Einbruch des Dow-Jones-Index in seiner Geschichte. Danach fiel der Index innerhalb von 15 Minuten auf 9.869 Punkte, was einem Verlust von 998 Punkten bzw. 9,19 Prozent entsprach. Binnen Minuten erholten sich die Kurse wieder. Dieser Flash Crash führte dazu, dass im Juni 2010 neue Regeln für die US-Börsen verkündet wurden, um derartige Ausschäge im Hochfrequenzhandel zu vermeiden.

Der große Börsencrash vom 24. Oktober 1929 trägt den Namen "Black Thursday" (Schwarzer Donnerstag). Wegen des Zeitunterschiedes zu den USA bei Börsenschluss wird in Deutschland aber vom "Schwarzen Freitag" gesprochen. Dieser Börsenkrach gilt als Auslöser der Weltwirtschaftskrise. Zum zweitgrößten Sturz in der Geschichte des Dow Jones kam es am 19. Oktober 1987. An nur einem Tag fiel der Index um 22,6 Prozent.

Finanztip.de   Keine Gewähr für Richtigkeit
Finanztipps