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Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird im Sprachgebrauch nur mit Dow-Jones-Index oder einfach ganz kurz "Dow Jones" abgekürzt. Es ist der bekannteste und am meisten zitierte Börsenindex der Welt. Gründer und Namensgeber waren Charles Henry Dow und Edward David Jones, die Herausgeber des Wall Street Journals. Der Dow-Jones-Index an der New York Stock Exchange (NYSE) wurde 1896 erstmals veröffentlicht und
setzt sich seit dem Jahr 1928 aus 30 der größten US-Unternehmen zusammen. Ausgenommen sind Unternehmen der Transportbranche und des Versorgungssektors. Von den ersten Werten ist heute lediglich noch General Electric im Dow Jones Index verblieben. In Deutschland ist das Unternehmen Dow Jones News GmbH mit eigener Website vertreten. Wie der nachstehende Kurs-Chart-Vergleich zeigt, lässt sich - wie bei anderen Aktienindizes - auch beim Dow Jones-Index im Zeitverlauf gut die Bankenkrise und die Auswirkungen auf die Realwirtschaft ablesen.
Der Dow Jones Industrial Average ist ein reiner Kursindex, Dividendenzahlungen finden also keinen Eingang in die Indexentwicklung. Im Gegensatz zu vielen anderen Börsen-Indizeswird die Gewichtung nicht aufgrund der Marktkapitalisierung vorgenommen, sondern anhand der Aktienkurse im Index. Der Dow Jones Index ist ein so genannter preisgewichteter Index. Die Gewichtung erfolgt, indem die einzelnen Indexmitglieder addiert und anschließend durch die Gesamtzahl der Aktien im Index dividiert werden. Folge: Je höher der Aktienkurs eines gelisteten Unternehmens ist, desto größer ist das Gewicht im Index. Die aktuellen Indexkurse (Intraday) sagen sehr wenig aus und sind vorrangig nur für Hobby-Trader interessant. Aussagekräftiger für einen Vergleich ist der Kursverlauf, der zumindest grobe Rückschlüsse für die zukünftige Entwicklung ermöglicht.
In der wesentlichen Anlegerinformation KIID ist der ETF auf den Dow Jones in die Kategorie 6 eingestuft worden, weil sein Anteilpreis verhältnismäßig stark schwankt und deshalb die Gewinnchance aber auch das Verlustrisiko hoch sein kann. Bei der Beurteilung der Grafik zur Wertentwicklung ist zu beachten, dass die Wertentwicklung bei ETFs und Indexzertifikaten auf den Dow Jones-Index in der Regel auf Dollar-Basis gezeigt wird. Die Auswirkungen von Einstandskurs und aktuellem Fremdwährungskurs sind dann noch zu berücksichtigen.
Zertifikate können sehr vielschichtig strukturiert sind. Gehen Sie bei weiterem Informationsbedarf vorher zu den vorgenannten Zertifikate-Links, um die wichtigsten Merkmale sowie Chancen und Risiken dieses Zertifikates als Finanzderivat besser einordnen zu können oder folgen Sie direkt den Links in der Derivate-Tabelle zur Auswahl dieser Zertifikate bei finanztreff. Eine Alternative sind Exchange Traded Funds (ETFs). Mittlerweile gibt es ETFs für nahezu jede Art von Indizes, egal ob Bullen- oder Bärenmarkt, Branche oder Region. Im Gegensatz zu Zertifikaten verursachen zumindest passive ETFs in der Regel geringere Kosten beim Erwerb und sind auch besser handelbar.
Der große Börsencrash vom 24. Oktober 1929 trägt den Namen "Black Thursday" (Schwarzer Donnerstag). Wegen des Zeitunterschiedes zu den USA bei Börsenschluss wird in Deutschland aber vom "Schwarzen Freitag" gesprochen. Dieser Börsenkrach gilt als Auslöser der Weltwirtschaftskrise. Zum zweitgrößten Sturz in der Geschichte des Dow Jones kam es am 19. Oktober 1987. An nur einem Tag fiel der Index um 22,6 Prozent.
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