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Die monatliche Belastung, die für ein Bauspardarlehen aufzubringen ist, übersteigt die Monatsrate bei einer Hypothekenfinanzierung deutlich. Trotz niedriger Zinsen ist die Rate für das Bauspardarlehen relativ hoch, weil das Darlehen zumeist in einem Zeitraum von sieben bis elf Jahren zu tilgen ist. Deshalb eignet sich ein Bausparvertrag häufig auch nur für einen Teil der Finanzierung. Ein Bauspardarlehen wird daher in der Regel für eine Teilfinanzierung eingesetzt.
Um die Zinsen bei einem Hypothekendarlehen möglichst gering zu halten, wird aus Besicherungsgründen die Hypothekenschuld häufig auf 60% des Wertes der Immobilie begrenzt. Den übersteigenden Teil des Kaufpreises bzw. der Baukosten wird dann durch Eigenkapital oder ein Bauspardarlehen abgedeckt. Grund: Bei einer Immobilienfinanzierung verlangen Banken häufig einen Zinsaufschlag für Hypothekendarlehen, die 60 Prozent des geschätzten Immobilienwerts übersteigen. Mit einem Bausparvertrag kann dieser Zinsaufschlag ggf. vermieden werden, wenn mit dem Bauspardarlehen das erforderliche Hypothekendarlehen unter die 60-Prozent-Grenze gedrückt wird.
Da ein Bausparvertrag auch als Rücklage für künftige Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen verwendet werden kann, ist er im Vergleich zu einem Ratenkredit in den meisten Fällen deutlich günstiger.
Vor dem Abschluss eines Bausparvertrages ist der Spar- und Tilgungsplan einzusehen. Aus dem Tilgungsplan zum Bausparvertrag ist die voraussichtliche Laufzeit bis zur Zuteilung des Bausparvertrages, das Bausparguthaben zu diesem Zeitpunkt sowie die Laufzeit und die Höhe der Monatsrate des Bauspardarlehens ersichtlich. Der Bausparer wird die Konditionen für ein Bausparvertrag so wählen, dass der Bausparvertrag ungefähr zum geplanten Termin für den Eigenheimerwerb zugeteilt wird.
Häufig weiß der zukünftige Eigenheimkäufer noch nicht, ob und wann überhaupt ein Kauf bzw. das Bauvorhaben erfolgt. Um nur eine geringe Abschlussgebühr zahlen zu müssen, kann zunächst eine kleine Bausparsumme gewählt werden. Die Bausparsumme lässt sich später immer noch erhöhen.
Viele Bausparkassen nennen nicht den Effektivzins der gesamten Finanzierung, sondern geben Effektivzinsen gesondert für das Vorausdarlehen und für das Bauspardarlehen an. Dabei bleibt die unrentable Sparphase des Bausparvertrags unberücksichtigt. Die wahren Kosten der Baufinanzierung werden so nicht offen gelegt.
Wer sich etwas näher mit einem Check der Bausparfinanzierung auseinander setzen möchte, kann dies mit einem Baufinanzierungsrechner in Form einer Excel-Datei vornehmen. Die Stiftung Warentest hat bzw. hatte auf ihrer Website einen Excel-Rechner zum Download bereit gestellt, den wir aber bei unserer letzten redaktionellen Prüfung nicht mehr gefunden hatten.
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