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Versicherungsbeitrag senken bei der Risikolebensversicherung
Der Todesfallschutz muss nicht teuer sein. Ein Prämienvergleich kann viel Geld sparen, denn die Unterschiede im Versicherungsbeitrag können bei gleicher Versicherungsleistung nach den Untersuchungen von Stiftung Warentest und Ökotest im Einzelfall sogar rund 300 Prozent ausmachen.
Ehepaare können eine Risikolebensversicherung auf zwei Leben abschließen, bei der die Versicherungssumme nur einmal (bei Tod des Erstversterbenden) fällig wird. Diese Versicherung ist billiger als zwei selbständige Verträge. Wie der Artikel im vorherigen Link zeigt, sind aber u.a. auch erbschaftsteuerliche Aspekte zu beachten.
Die Risiko-Lebensversicherung zahlt im Todesfall eine vertraglich vereinbarte Versicherungssumme. Bei den Überlegungen zur Höhe der Versicherungssumme ist zu bedenken, dass für "jüngere" Hinterbliebene ein höherer Kapitalbetrag erforderlich ist, um daraus auf Dauer und für lange Zeit eine monatliche "Rente" mit ausreichender Kaufkraft zu erzielen. Für "ältere" Hinterbliebene reichen geringere Summen. Zu berücksichtigen sind bei einer derartigen Rechnung vor allem die Renten, die aus der Sozialversicherung oder anderen Versorgungen für die Hinterbliebene gezahlt werden.
Höhe der Versicherungssumme anpassen
Auch bei der Festlegung der Laufzeit einer Risiko-Lebensversicherung ist die jeweilige zukünftige potenzielle Versorgungssituation von elementarer Bedeutung.
Oft hat sich die Versorgungslage des/der Ernährer in einem Alter von um die 50 bis 55 Jahre "entspannt", weil dann die Kinder meistens selbst Geld verdienen und aus dem Haus sind. Falls nur in den nächsten Jahren eine besonders hohe Hinterbliebenenvorsorge benötigt wird und danach nicht mehr, kann auch eine Risiko-Lebensversicherung mit fallender Summe abgeschlossen werden (die billiger ist). Oder man kündigt eben seine Risiko-Lebensversicherung, wenn die Versicherung nicht mehr benötigt wird (was jedes Jahr möglich ist). Die Erhöhung eines Versicherungsvertrages oder die Wiederherstellung eines bisher beitragsfrei gestellten Versicherungsvertrages ist als Neuabschluss im Umfang der Erweiterung anzusehen.
Risikofaktoren für die Höhe der Versicherungsprämie
Die private Absicherung von Hinterbliebenen lässt sich - zumindest für gesunde Menschen in nicht gefährlichen Berufen - preiswert durch eine Risikoversicherung auf den Todesfall erzielen. Da es sich um eine Risikoversicherung handelt, wird die Versicherungsprämie für Personen mit höherem Risiko teurer und ggf. werden bestimmte Personen von dem Versicherer überhaupt nicht akzeptiert.
So zahlen Raucher in der Regel einen höheren Versicherungsbeitrag. Denn Raucher sterben nun mal früher. Für die Versicherungsgesellschaft ist das Risiko also erheblich größer, dass der Kunde innerhalb der Vertragslaufzeit stirbt und die Versicherungssumme fällig wird. Ein Raucher, der sich im Versicherungsantrag vorsätzlich als Nichtraucher erklärt, riskiert sogar den Versicherungsschutz. Auch Übergewicht, erhöhte Blutfettwerte oder ein hoher Bluthochdruck sind für die Versicherungsgesellschaften ein starkes Indiz für ein höheres Risiko. Eine wahrscheinliche Folge ist die Vereinbarung eines Risikozuschlages auf den Versicherungsbeitrag.
Die in Textform gestellten Fragen zum Gesundheitszustand sowie andere Fragen (z.B. zum ausgeübten Beruf und nach gefährlichen Hobbies) sind wahrheitsgemäß zu beantworten. Wenn der Versicherer Sie nur gegen Zahlung eines Risikozuschlages versichern will, sollten Sie zunächst nach der Begründung fragen. Der Grund lässt sich manchmal noch "ausklammern". Außerdem: Nur wenn Sie den Grund kennen, können Sie den Versicherer später dazu bewegen, die Versicherungsprämie zu reduzieren, wenn sich Ihr Gesundheitszustand nachweislich verbessert hat.
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