Unterhaltszahlungen steueroptimal geltend machen

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Im Rahmen der außergewöhnlichen Belastungen sind nicht nur Aufwendungen für den Unterhalt gesetzlich unterhaltsberechtigter Personen (zum Beispiel Kinder oder Eltern) bis zu einem Höchstbetrag abzugsfähig. Auch Leistungen an so genannte gleichgestellte Personen (zum Beispiel Verlobte) können steuermindernd geltend gemacht werden, soweit mit Rücksicht auf die Unterhaltsleistungen beim Empfänger bestimmte inländische öffentliche Mittel (zum Beispiel Arbeitslosenhilfe) gekürzt werden. Im Gegensatz zu früher gibt es seit einigen Jahren eine wichtige Erleichterung : In der Praxis kam es nämlich häufig vor, dass Empfänger von Unterhaltsleistungen darauf verzichteten, überhaupt einen Antrag - zum Beispiel auf Sozialleistungen - zu stellen. In diesen Fällen könnte die Kürzung der öffentlichen Mittel nicht betragsmäßig nachgewiesen werden. Der Unterhaltsleistende konnte seine Zahlungen nicht als außergewöhnliche Belastung absetzen. Auf die Höhe der Kürzung kommt es nicht mehr an.

Steuervorteil für Unterhaltszahlungen richtig berechnen
Der Höchstbetrag, bis zu dem Unterhaltsleistungen als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden können, beträgt seit dem Jahr 2010 maximal 8. 004 Euro. Der Betrag von 8.004 Euro erhöht sich damit auch für das Jahr 2011 noch um die Beiträge, die der Unterhaltsverpflichtete für die Kranken- und Pflegeversicherung der unterhaltsberechtigten bedürftigen Person gezahlt hat. Der Höchstbetrag ist um den Betrag zu kürzen, um den die eigenen Einkünfte und Bezüge der unterstützten Person 624 Euro übersteigen (§ 33a EStG). Tipp: Bei der Feststellung der anzurechnenden Bezüge einschließlich der Ausbildungshilfen aus öffentlichen Mitteln sind aus Vereinfachungsgründen insgesamt 180 Euro im Kalenderjahr abzuziehen, wenn nicht höhere Aufwendungen, die im Zusammenhang mit dem Zufluss der entsprechenden Einnahmen stehen, nachgewiesen oder glaubhaft gemacht werden.

Nur Zahlungen an bedürftige Personen können im Rahmen der außergewöhnlichen Belastungen geltend gemacht werden. Eine weitere Voraussetzung ist daher, dass die unterstützte Person kein oder nur ein geringes Vermögen besitzt. Die Finanzverwaltung sieht nur Vermögen bis ca. 16.000 Euro als geringfügig an. Die jeweils genauen Beträge sind beim eigenen Finanzamt zu erfragen.

Besonderheiten bei geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehegatten
Unterhaltszahlungen an den geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehegatten können ggf. als außergewöhnliche Belastung abgezogen werden. Der Empfänger muss sie in diesem Fall nicht als Einnahme versteuern. Dies kann vorliegen, wenn es sich um eine Außergewöhnliche Belastung in besonderen Fällen handelt (siehe hierzu § 33a EStG). Alternativ ist ein Sonderausgaben-Abzug bis maximal (13.805 Euro) möglich. Wie oben schon erwähnt, erhöht sich der Betrag von 13.805 Euro noch um die Beiträge, die der Unterhaltsverpflichtete für die Kranken- und Pflegeversicherung der unterhaltsberechtigten Person gezahlt hat. Der Unterhaltsempfänger kann diesen höheren Teilbetrag als eigene Vorsorgeaufwendungen (Krankenkassenbeitrag) in der Steuererklärung absetzen. Beim Empfänger unterliegen die Unterhaltsbezüge dann aber als sonstige Einkünfte der Einkommensteuer. Er muss die Beträge in der eigenen Steuererklärung angeben. Dies bezeichnen Steuerexperten als begrenztes Realsplitting. Faustregel: Ein Ansatz als außergewöhnliche Belastung ist nur dann vorteilhaft, wenn die Unterhaltsleistung verhältnismäßig niedrig ist und der(Ex-)Ehegatte nur über ein geringes eigenes Einkommen verfügt. In den anderen Fällen ist ein Abzug als Sonderausgabe günstiger.

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

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